Goodbye Deutschland Folge 19 (2026): Huskyfarm in Lappland und Neustart in Dänemark

Staffel 2026, Folge 19 von „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“ wurde am 6. März 2026 um 20:15 Uhr auf VOX ausgestrahlt. Im Mittelpunkt stehen zwei Familien, die mit vollkommen unterschiedlichen Herausforderungen kämpfen – und doch eines gemeinsam haben: Sie geben ihren Traum vom Leben im Ausland trotz aller Rückschläge nicht auf.

Worum geht es in Folge 19?

Die Doppelfolge zeigt zwei Geschichten parallel: Monika Karlsson und Torben Simmerling kämpfen in Lappland (Schweden) um den Wiederaufbau ihrer Huskyfarm nach einem verheerenden Brand. Gleichzeitig wagen Lena und Mario Jäger in Dänemark einen Neustart – angetrieben von dem Wunsch nach mehr Lebensqualität und mehr Zeit füreinander.

Familie Simmerling-Karlsson: Feuer auf der Huskyfarm in Lappland

Wer sind Monika und Torben?

Monika Karlsson wanderte bereits 2004 nach Schweden aus und ließ sich im kleinen Ort Lomselenäs im schwedischen Lappland nieder. Dort baute sie sich Schritt für Schritt eine eigene Existenz auf. 2014 zog ihr Partner Torben Simmerling zu ihr. Gemeinsam verwirklichten sie ihren Lebenstraum: eine eigene Huskyfarm mit rund 80 Hunden, von der aus sie Schlittenhundtouren für Touristen anboten. Sieben Jahre lang liefen das Geschäft und das Leben in der arktischen Wildnis nach Plan – Besucher aus aller Welt buchten Touren, erlebten die unberührte Natur und bestaunten bei Glück die Polarlichter über dem Fjäll.

Der Brand im April 2021

Im April 2021 zerstörte ein Brand das Haupthaus der Huskyfarm – und damit scheinbar die gesamte Existenz der Familie. Die Brandursache war vermutlich ein Kabelbrand. Alle Familienmitglieder konnten sich retten, auch die 80 Hunde überlebten. Das Haupthaus jedoch brannte vollständig ab – mitsamt Equipment, Material und weiten Teilen der Existenzgrundlage.

Torben beschrieb den Moment des Aufwachens mitten in der Nacht so: Seine einzigen Gedanken galten den Kindern und Moni – sie mussten sofort raus. Monika Karlsson erinnerte sich später an die Todesangst jener Stunden.

Die finanzielle Katastrophe: 150.000 Euro Eigenanteil

Was nach dem Schock folgte, war kaum weniger hart. Die Versicherung übernahm nicht alle Kosten für den Neubau – rund 150.000 Euro musste das Paar selbst aufbringen. Ohne Kredit war das nahezu unmöglich, denn auch die Corona-Pandemie hatte bereits ein tiefes Loch in den Geldbeutel gerissen.

Der Kredit war dadurch ins Wanken geraten, alles stand auf dem Spiel – vor allem das Zuhause der drei Kinder.

Der schwedische Popstar, der helfen wollte – und absagen musste

Um die Farm ein wenig bekannter zu machen und die Moral zu heben, hatte sich der schwedische Sänger Jon Henrik Fjällgren bereiterklärt, auf der Huskyfarm ein Konzert zu geben. Der Gewinner der schwedischen Castingshow „Talang Sverige“ aus dem Jahr 2014 hatte vom Schicksal der Familie erfahren, als Tochter Lone bei einem seiner Konzerte in bittere Tränen ausgebrochen war. Seiner Zusage für ein Konzert auf der Farm hatte er sofort zugestimmt.

Doch die Pechsträhne hielt an: Ein gecancelter Flug sowie eine Blutvergiftung seiner Begleiterin zwangen den Sänger, das Konzert einen Tag vorher abzusagen. Moni zeigte sich sichtlich erschöpft von einem Rückschlag nach dem anderen.

Wie geht es der Familie heute?

Knapp fünf Jahre nach dem verheerenden Feuer hat sich die Familie zurück ins Leben gekämpft. Sie haben ein neues Haus gebaut und die Farm wird weiterhin betrieben. Touristen reisen nach Lappland, um die besondere Atmosphäre und die Arbeit mit den Hunden zu erleben. Monika Karlssons Haltung bringt es auf den Punkt: Es ist das, was man liebt, was man kann und was man fast sein Leben lang macht – da gibt es keine andere Option als weiterzumachen.

Familie Jäger: Neustart in Dänemark

Wer sind Lena und Mario Jäger?

Für Lena und Mario Jäger ist die Auswanderung nach Dänemark mehr als nur ein Abenteuer. Sie kämpfen um ihre Beziehung und um ein entspannteres Familienleben. Mario hatte in Deutschland jahrelang in der Nachtschicht gearbeitet, war tagsüber erschöpft und konnte die Zeit mit seinen Liebsten nicht immer so genießen wie er es sich gewünscht hatte.

Das sollte sich in Dänemark ändern. Der Plan: ein Job mit normalen Arbeitszeiten, mehr Präsenz für die Familie, ein ruhigeres Leben nördlich der Grenze.

Die Herausforderungen in Dänemark

Doch auch in Dänemark wird schnell klar: Ein Job in der Tagschicht ist schwer zu bekommen. Und wieder muss Lena die ersten Schritte alleine regeln. Alte Belastungen holen die beiden ein.

Dänemark gilt zwar als eines der lebenswertvollsten Länder der Welt, doch der dänische Arbeitsmarkt hat seine eigenen Spielregeln: Wer kein Dänisch spricht, hat es auch in der international ausgerichteten Wirtschaft des Landes nicht leicht, einen regulären Arbeitsplatz mit geregelten Zeiten zu finden. Die hohen Lebenshaltungskosten – Dänemark gehört zu den teuersten Ländern Europas – erhöhen den Druck zusätzlich.

Was Dänemark als Auswanderungsziel auszeichnet

Dänemark ist bei deutschen Auswanderern seit Jahren beliebt – und das aus guten Gründen. Das Nachbarland punktet mit einem stabilen Sozialsystem, sicheren Schulen, hoher Lebensqualität und einer Mentalität, die Arbeit und Freizeit tatsächlich in Balance hält. Das dänische Konzept des Hygge – Gemütlichkeit, Zusammensein, Entschleunigung – ist kein Marketing-Gag, sondern gelebte Alltagskultur.

Allerdings solltest du als deutscher Auswanderer einige Punkte einplanen: Dänisch ist eine reale Hürde, auch wenn viele Dänen ausgezeichnet Englisch sprechen. Für den Zugang zum regulären Arbeitsmarkt und zum staatlichen Sozialsystem ist die Sprache langfristig unverzichtbar. Außerdem gilt: Wer in Dänemark arbeiten möchte, benötigt eine CPR-Nummer (das dänische Pendant zur Sozialversicherungsnummer) – ohne sie läuft nahezu nichts.

Reaktionen der Zuschauer

Die Folge löste unter den Zuschauern starke Resonanz aus. Besonders die Geschichte von Familie Simmerling-Karlsson bewegte viele – der Brand, die finanzielle Not, die Versicherungsstreitigkeiten und der unermüdliche Wille zum Weitermachen wurden als besonders berührend empfunden. Viele Zuschauer äußerten sich solidarisch und bewunderten die Stärke des Paares, das trotz eines Rückschlags nach dem anderen nicht aufgab. Die Unterstützung der „Goodbye Deutschland“-Community gab der Familie nach eigenen Angaben Kraft für den Wiederaufbau.

Bei der Jäger-Geschichte war die Reaktion gemischter: Einerseits wurden die Sehnsucht nach mehr Lebensqualität und der Mut zum Neuanfang gewürdigt. Andererseits merkten viele Zuschauer an, dass der Zug nach Dänemark sehr spontan wirkte und die Jobfrage offenbar nicht ausreichend vorbereitet war. Die Szenen, in denen Lena erneut die Dinge allein in die Hand nehmen muss, stießen auf unterschiedliche Reaktionen – zwischen Bewunderung für sie und Kritik an Marios zurückhaltendem Eigenanteil.

Was du aus dieser Folge mitnehmen kannst

Beide Geschichten illustrieren eindrücklich, was Auswanderung wirklich bedeutet: Sie ist kein verlängerter Urlaub und kein Selbstläufer. Wer im Ausland Fuß fassen will, braucht Belastbarkeit, finanzielle Rücklagen, Sprachkenntnisse – und den ehrlichen Blick auf das, was den eigentlichen Grund des Scheiterns oder Gelingens ausmacht.

Familie Simmerling-Karlsson zeigt, dass auch der härteste Rückschlag kein Ende sein muss, wenn der Wille stark genug ist – und wenn man ein Netz aus Unterstützern um sich hat.

Familie Jäger steht stellvertretend für viele Auswanderer, die aus einem diffusen Gefühl heraus aufbrechen, dass es „woanders besser“ sein muss. Dieses Gefühl ist verständlich – aber kein Businessplan.

Wenn du selbst mit dem Gedanken spielst, nach Dänemark auszuwandern oder dich für das Leben in Skandinavien interessierst, findest du auf Auswandern-Info.com umfassende Ratgeber zu den Themen Jobsuche, Visum, Wohnen und dem Leben als Deutscher im Ausland.

Steckbrief: Folge 19 der Staffel 2026

Sendedatum: 6. März 2026 Uhrzeit: 20:15 Uhr Sender: VOX (auch vorab auf RTL+) Protagonisten: Familie Simmerling-Karlsson (Lappland, Schweden) und Familie Jäger (Dänemark) Themen: Wiederaufbau nach Brandkatastrophe, Jobsuche im Ausland, Beziehungsbelastung durch Auswanderung, Finanzierungsprobleme, Leben in Skandinavien

Alles für deinen sorglosen Umzug ins Ausland

Jan Harmening
Jan Harmening
Autor

„Zwei Familien, zwei Länder, eine gemeinsame Botschaft: Auswandern ist kein Neustart per Knopfdruck. Was mich an dieser Folge am stärksten beschäftigt hat, ist nicht das Feuer auf der Huskyfarm von Moni und Torben – so dramatisch das auch war. Es ist die Tatsache, dass die beiden nach dem Brand, nach 150.000 Euro Eigenanteil, nach einem gecancelten Konzert und trotz wackelndem Kredit einfach weitergemacht haben. Nicht weil es keine andere Wahl gab, sondern weil Lappland für sie kein Urlaubstraum mehr ist, sondern echtes Leben. Das merkt man.

Bei Familie Jäger ist das Bild ein anderes. Der Wunsch, Mario aus der Nachtschicht herauszuholen und als Familie endlich Zeit miteinander zu haben, ist absolut nachvollziehbar – ich kenne das Muster aus vielen Gesprächen mit Auswanderern. Aber Dänemark ist ein teures Land mit einer eigenen Sprache und einem Arbeitsmarkt, der keine Zugeständnisse macht. Wer dorthin zieht und hofft, dass sich die Jobfrage irgendwie ergibt, wird schnell merken: In Kopenhagen oder Aarhus wartet niemand auf dich. Das Land ist großartig – aber nur für die, die vorbereitet ankommen.

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