Goodbye Deutschland Folge 10 – 30.01.2026: „Alles riskiert für die Liebe“ – Montana & Gran Canaria

Worum geht es in Folge 10 vom 30. Januar 2026?

Die 132. Folge der VOX-Auswandererdoku trägt den Titel „Alles riskiert für die Liebe – Montana und Gran Canaria“ und wurde am 30. Januar 2026 um 20:15 Uhr ausgestrahlt. Die Folge vereint zwei emotionale Liebesgeschichten, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten – und die doch dasselbe Thema verbinden: den Mut, alles für ein anderes Leben hinzuwerfen.

Siggi Roske: 44 Jahre später – ein Neustart in Montana, USA

Siggi Roske (57) aus Moormerland in Ostfriesland ist bereit, für ihre Jugendliebe ihr gesamtes Leben umzukrempeln. Sie will ihren Mann verlassen, ihr Haus verkaufen, ihren Job als Busfahrerin aufgeben und einen kompletten Neustart in den USA wagen – und das alles nur für Fredi, ihre Jugendliebe.

Die Geschichte begann 1970 im Ruhrpott: Siggi war 13, Fredi 15 – zwei Außenseiter mit schwieriger Kindheit. Sie verabredeten sich nach der Schule im Wald, doch Fredi musste nachsitzen. Während Siggi wartete, wurde sie von zwei älteren Jugendlichen überfallen und vergewaltigt; als Fredi endlich kam, wurde auch er angegriffen und niedergestochen. Ein traumatisches Ereignis, das ihre Wege von einem Tag auf den anderen trennte.

44 Jahre lang hatten die beiden keinen Kontakt. Siggi dachte sogar, ihr geliebter Fredi sei tot – bis eine E-Mail aus den USA alle alten Gefühle wieder aufleben ließ. Fredi (58) wohnt mittlerweile in Miles City, Montana, ist verheiratet und leitet eine Autowaschanlage. Über anderthalb Jahre telefonierten, chatteten und skypten die beiden miteinander, und schnell war klar: die Liebe von damals ist noch da.

Ohne Englisch, ohne Plan – Kopfsprung in ein neues Leben

Die Ostfriesin warf daheim alles hin, verließ ihren Ehemann und flog mit wenig Gepäck und ohne Englischkenntnisse in die USA zu Fredi. „Ich habe immer zuerst an alle anderen gedacht, jetzt bin ich endlich dran!“, sagte Siggi.

Was sie erwartete, war alles andere als ein Märchenfilm. Schon nach drei Tagen kriselte es gewaltig. Fredi musste arbeiten – in Amerika hat man bloß zehn Tage Urlaub im Jahr – und Siggi saß alleine auf dem Campingplatz. Bereits nach einer Woche packte sie wieder ihre Koffer und reiste zurück nach Deutschland. Es gab böse Vorwürfe: Sie behauptete, er habe ihr den Laptop weggenommen und ihr Handy durchgeschaut. Er wiederum sprach ihren Alkoholkonsum an. Siggi kehrte zu ihrem Ehemann Reinhard zurück.

Was wurde aus Siggi und Fredi?

Die Geschichte von Siggi Roske und Fredi Gaede gehört zu den bewegendsten Episoden, die je bei „Goodbye Deutschland“ ausgestrahlt wurden. Das aktuelle Leben der Protagonisten ist weitgehend privat geblieben. Auf Facebook zeigt Siggis Profil als Beziehungsstatus „Witwe“ – und sie trägt einen neuen Nachnamen. Am Ende der TV-Ausstrahlung kommunizierten die beiden zumindest wieder per Skype und schienen sich ausgesöhnt zu haben.

Hinweis: Die Folge wurde ursprünglich bereits 2014 erstmals ausgestrahlt und im Januar 2026 wiederholt.

Nina Jahns und Alejandro: Gran Canaria – Tauchen für die Liebe

Die 32-jährige Nina Jahns hat sich im Urlaub Hals über Kopf verliebt – in den Spanier Alejandro. Seit neun Monaten führen sie eine Fernbeziehung. Jetzt will Nina endlich Nägel mit Köpfen machen. Für ihren Traummann gibt sie in Essen-Kettwig ihre Familie, ihre Wohnung und ihren gut bezahlten Job als Eventmanagerin auf.

Der 30-jährige Alejandro ist selbst erst vor Kurzem von Mallorca nach Gran Canaria ausgewandert und hat sich dort seinen Traum vom eigenen Tauchladen erfüllt – mit 140.000 Euro Investition für ein Boot, Tauchequipment und einen Shop in exklusiver Hafenlage.

Nina wird Tauchgänge organisieren, Werbung für den Laden machen und auch als Tauchlehrerin arbeiten. Allerdings hat sie noch wenig Erfahrung als Taucherin – vor einigen Monaten gab es sogar einen Unfall, bei dem sie in die Kompressionskammer musste. Dazu kommt, dass die Saison schleppend anläuft, die Touristen ausbleiben und die Umsätze noch weit unter den Erwartungen liegen.

Zusammenleben und zusammenarbeiten – sieben Tage die Woche

Anfangs ist die Stimmung angespannt, weil der Laden nicht läuft und die Touristen im Mai noch ausbleiben. Doch zwei Monate nach den Dreharbeiten kehrt das Team zurück und trifft ein glückliches Paar an – die Geschäfte laufen und Nina und Alejandro genießen den Sommer auf Gran Canaria.

Was wurde aus Nina und Alejandro?

Auch wenn die Auswanderung anfangs funktioniert hat und Nina am Ende der Sendung erklärt, sich überhaupt nicht vorstellen zu können, nach Deutschland zurückzukehren, ist genau das passiert. Heute ist Nina Jahns zurück in Deutschland, verheiratet seit 2016 und Mutter einer Tochter. Auch Alejandro scheint in der Zwischenzeit Vater geworden zu sein und hat 2019 geheiratet. Nina und Alejandro gehen nach dem Auswanderungstraum seit Jahren getrennte Wege.

Reaktionen und Zuschauermeinungen

Beide Geschichten haben beim deutschen Fernsehpublikum tiefe Spuren hinterlassen – aus sehr unterschiedlichen Gründen.

Die Story von Siggi und Fredi polarisierte stark. Viele Zuschauer zeigten sich berührt von der Dramatik der Jugendgeschichte – dem Trauma, dem langen Schweigen, der wieder aufflammenden Liebe. Gleichzeitig war die Kritik deutlich: Beide waren zum Zeitpunkt der Auswanderung verheiratet, und die Heimlichkeit hinter dem Rücken ihrer Ehepartner sorgte für kontroverse Debatten in Foren und sozialen Medien. Viele Zuschauer sahen das schnelle Scheitern – bereits nach einer Woche – als Bestätigung dafür, dass die Realität selten mit romantischen Träumen mithalten kann.

Die Geschichte von Nina und Alejandro auf Gran Canaria wurde hingegen überwiegend sympathisch aufgenommen. Hier stand ein klassisches Auswandererdilemma im Mittelpunkt: Liebeseuphorie trifft auf saisonalen Unternehmerdruck. Das Ende – eine vorübergehende Erfolgsgeschichte, die letztlich zerbrochen ist – spiegelt eine Realität wider, die in der Goodbye-Deutschland-Welt häufiger auftaucht als Happy Ends.

Was diese Folge über das Auswandern lehrt

Beide Geschichten illustrieren einen Mechanismus, den viele kennen, die selbst den Schritt ins Ausland gewagt haben: Emotionale Entscheidungen werden oft unter Hochspannung getroffen – in Urlaubs-Verliebtheit oder nach Jahrzehnten der Sehnsucht. Was in der Fantasie zusammenpasst, muss im Alltag erst noch beweisen, dass es funktioniert.

Gran Canaria zählt zu den beliebtesten Zielen deutschsprachiger Auswanderer – mit stabilen Mietpreisen, viel Sonne und einer gut vernetzten Expat-Community. Montana dagegen gehört zu den weniger typischen Auswanderungszielen – dünn besiedelt, strenge Winter, kaum Infrastruktur für Nicht-Muttersprachler. Wer dorthin zieht, sollte zumindest Grundkenntnisse in Englisch mitbringen und sich früh um den richtigen Visumsweg in die USA kümmern.

Fazit: Liebe als Auswanderungsgrund – mutig, riskant, ehrlich

Folge 10 der Goodbye-Deutschland-Staffel 2026 zeigt zwei Frauen, die aus dem Herzen heraus entscheiden – und dabei alle Sicherheiten hinter sich lassen. Auswandern aus Liebe ist kein schlechter Grund – aber ein alleiniger Grund reicht selten. Wer langfristig im Ausland glücklich werden will, braucht neben dem richtigen Partner auch die richtige Vorbereitung.

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Häufig gestellte Fragen zu Goodbye Deutschland Folge 10 – 2026

Was passiert in Goodbye Deutschland Folge 10 vom 30. Januar 2026?
Die Folge mit dem Titel „Alles riskiert für die Liebe“ zeigt zwei Liebesgeschichten: Siggi Roske wandert für ihre Jugendliebe Fredi nach Miles City, Montana aus, und Nina Jahns zieht zu ihrem spanischen Freund Alejandro nach Gran Canaria, um in seinem Tauchladen zu arbeiten.

Wer ist Siggi Roske bei Goodbye Deutschland?
Siggi Roske ist eine 57-jährige Busfahrerin aus Ostfriesland, die nach 44 Jahren wieder Kontakt zu ihrer Jugendliebe Fredi Gaede aufnimmt. Sie verlässt ihren Ehemann und wandert ohne Englischkenntnisse nach Montana aus – die Auswanderung scheitert jedoch bereits nach einer Woche.

Was wurde aus Siggi Roske und Fredi Gaede?
Die Auswanderung endete nach wenigen Tagen im Streit. Siggi kehrte zu ihrem Ehemann zurück. Es gab später eine Aussöhnung per Skype. Auf Facebook ist Siggi heute als Witwe eingetragen und trägt einen neuen Nachnamen.

Was wurde aus Nina Jahns und Alejandro?
Nina und Alejandro erlebten nach einem schwierigen Start einen erfolgreichen Sommer auf Gran Canaria. Langfristig hielt die Beziehung jedoch nicht: Nina kehrte nach Deutschland zurück, heiratete 2016 und hat eine Tochter. Alejandro ging ebenfalls getrennte Wege.

Wo wohnt Fredi aus Goodbye Deutschland?
Fredi Gaede wohnte zum Zeitpunkt der Dreharbeiten in Miles City, Montana, USA. Er ist verheiratet und leitete dort eine Autowaschanlage.

Warum ist Goodbye Deutschland Folge 10 von 2026 eine Wiederholung?
Die Episoden über Siggi und Fredi (Montana) sowie Nina und Alejandro (Gran Canaria) wurden ursprünglich 2014 erstmals ausgestrahlt. VOX hat sie im Januar 2026 erneut ins Programm genommen.

Jan Harmening
Jan Harmening
Autor

„Ich bin seit über 20 Jahren als Selbstständiger unterwegs im Ausland – und Geschichten wie die von Siggi und Fredi begegnen mir immer wieder. Jemand, der alles hinwirft, ohne die Sprache zu sprechen, ohne Netzwerk, ohne Plan – und das nach einem anderthalb Jahre langen Skype-Verhältnis. Das Ergebnis war leider vorhersehbar. Was mich an dieser Folge beschäftigt: Nicht die Romantik, sondern die fehlende Vorbereitung. Montana ist kein leichtes Pflaster – harte Winter, dünn besiedelt, und in den USA hat man als Arbeitnehmer gerade mal zehn Tage Urlaub im Jahr. Wer das nicht einkalkuliert, scheitert nicht an der Liebe, sondern an der Realität.

Bei Nina und Alejandro auf Gran Canaria sah es zunächst vielversprechender aus – ein konkretes Projekt, ein gemeinsames Ziel. Aber auch hier hat die Euphorie den Blick auf die Risiken getrübt: 140.000 Euro investiert, kaum Taucherfahrung, und der Saisonstart schleppend. Gran Canaria ist als Auswanderungsziel grundsätzlich attraktiv – aber ein Tauchladen im Tourismus ist kein stabiles Geschäftsmodell ohne solide Vorbereitung und Rücklagen. Dass beide Geschichten langfristig nicht funktioniert haben, überrascht mich nicht. Was bleibt: der Mut dieser Frauen – und die Lektion, dass Herzblut allein kein Visum, keine Krankenversicherung und keine Ersparnisse ersetzt.

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