In der sechsten Folge der 2026er Staffel von „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer„, ausgestrahlt am 19. Januar 2026 um 20:15 Uhr auf VOX, begleitet die Kamera zwei sehr unterschiedliche Familien auf ihrem Weg nach Kanada. Beide verbindet der Wunsch nach einem echten Neuanfang – und beide müssen schon kurz nach der Ankunft feststellen, dass Kanada zwar ein Land großer Träume ist, aber auch ein Land harter Prüfungen.
Inhaltsverzeichnis
- Worum geht es in Folge 6?
- Familie Dovsek: Vom Bodybuilder zum Hollywood-Schauspieler in Vancouver
- Familie Eichele: Maultaschen und Spätzle in Penticton
- Reaktionen und Meinungen der Zuschauer
- Was du daraus für deine eigene Auswanderung nach Kanada mitnehmen kannst
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Worum geht es in Folge 6?
Der Episodentitel „Kanada: Zwischen Hollywoodträumen und Maultaschenschicksal“ bringt es auf den Punkt: Zwei Familien, zwei völlig verschiedene Lebenspläne – und doch dieselbe Erfahrung, dass Auswandern selten so glatt verläuft, wie man es sich vorstellt. Die Folge gehört zu den typischen Goodbye-Deutschland-Episoden, in denen nicht der Erfolg, sondern das Scheitern an der Realität im Vordergrund steht – und genau das macht sie sehenswert.
Familie Dovsek: Vom Bodybuilder zum Hollywood-Schauspieler in Vancouver
Marco Dovsek (40) aus Lünen bei Dortmund träumt davon, auf der Leinwand so berühmt zu werden wie Arnold Schwarzenegger. Der Bodybuilder und leidenschaftliche Fitnessfan hat sich für eine deutsch-kanadische Filmproduktion nach Vancouver verpflichtet, bei der Regisseur Uwe Boll Regie führt. An der Seite von Actionstar Dolph Lundgren, bekannt aus „Rocky IV“ und „Red Scorpion“, soll Marco eine kleine Sprechrolle übernehmen. Das klingt nach dem perfekten Einstieg in eine Filmkarriere – und Marco beschließt kurzerhand, die Gelegenheit zu nutzen, um mit Ehefrau Tanja (36) und den drei Töchtern gleich ganz auszuwandern.
Doch von Beginn an läuft nichts nach Plan. Während Marco vor Ort mit unerwarteten Problemen wie Schneechaos, Flugausfällen und verpassten Drehterminen kämpft, bleibt seine Frau Tanja mit den drei Töchtern zunächst in Deutschland zurück. Der geplante Familiennachzug verzögert sich erheblich. Die Ehefrau und die Kinder stranden quasi in Deutschland, während Marco in Vancouver feststeckt und versucht, seinen Fuß in die Tür der Filmbranche zu bekommen.
„Die Dreharbeiten sind mit Chaos verbunden. Der Familiennachzug verzögert sich durch das Schneechaos“, so Marco Dovsek selbst über seine Situation.
Was in der Sendung dramatisch wirkt, ist in der Realität einer der häufigsten Fehler bei Auswanderungen: die Familienplanung an ein einziges, unsicheres Ereignis zu knüpfen. Ein Filmauftritt, der noch nicht in trockenen Tüchern ist, ein Visum, das noch aussteht, eine Wohnung, die noch nicht gefunden ist – und schon bricht das ganze Konstrukt auseinander. Marcos Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie schnell aus einem mutigen Schritt eine logistische Katastrophe werden kann, wenn die Vorbereitung fehlt.
Familie Eichele: Maultaschen und Spätzle in Penticton
Kerstin und Oliver Eichele aus Schwaben wollen gemeinsam mit ihren Söhnen Kilian und Dorian nach Nordamerika gehen und dort ein schwäbisches Restaurant eröffnen. In Deutschland haben sie dafür alles aufgegeben – die Jobs sind gekündigt und das Haus ist verkauft. Vier Autostunden von Vancouver entfernt, in der Kleinstadt Penticton, wollen sie ein schwäbisches Spezialitäten-Restaurant eröffnen – mit Maultaschen und Spätzle als Aushängeschild.
Penticton liegt im Okanagan Valley in British Columbia, einer Region, die vor allem für ihre Obstgärten, Weinberge und Seen bekannt ist – nicht unbedingt für schwäbische Hausmannskost. Die Familie hat große Probleme, eine geeignete Bleibe für sich zu finden, und auch die Suche nach einer passenden Immobilie für das Restaurant gestaltet sich schwierig.
Der Traum vom Restaurant zerplatzt schnell. Die Familie erkennt, dass der Markt für deutsche Küche in ihrer neuen Heimat begrenzt ist, und muss die Geschäftsidee überdenken. Die fehlende Erfahrung in der Gastronomie stellt sich als zusätzliche Hürde heraus. Nach der Neuorientierung entscheiden sich die Eicheles für ein Bed and Breakfast.
Dieser Richtungswechsel ist für Auswanderer zwar schmerzhaft, aber nicht ungewöhnlich. Wer mit einer sehr spezifischen Geschäftsidee in ein fremdes Land geht, ohne den lokalen Markt vorab genau zu analysieren, riskiert genau das, was den Eicheles passiert: Die Idee stößt auf Desinteresse, und man muss von vorne beginnen. Penticton ist eine Kleinstadt mit rund 35.000 Einwohnern – kein Pflaster, auf dem ein deutsches Spezialitätenrestaurant ohne starke Touristik zwangsläufig floriert.
Reaktionen und Meinungen der Zuschauer
Die Folge hat in der Community gemischte Reaktionen ausgelöst. Ein Teil der Zuschauer war von beiden Geschichten bewegt und drückte den Familien die Daumen. VOX selbst bewarb die Eicheles auf Social Media mit dem Aufruf, der mutigen schwäbischen Familie Daumen zu drücken – und erntete damit durchaus Zuspruch.
Kritischer waren die Stimmen, die das Format an sich hinterfragten. Einige Nutzer bemängelten, dass die Sendung vom 19. Januar 2026 als neue Folge ausgegeben wurde, obwohl zumindest Teile davon bereits aus dem Jahr 2010 oder 2011 stammen sollen. Viele Zuschauer wünschen sich mehr Transparenz darüber, ob es sich um echte Neuproduktionen oder Wiederholungen handelt.
Die Einschaltquoten für diese Folge waren mit 0,73 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 2,9 Prozent enttäuschend. Bei der jungen Zielgruppe wurden 0,25 Millionen gemessen, was einem Marktanteil von 4,9 Prozent entsprach – kein zufriedenstellendes Ergebnis für VOX.
In der allgemeinen Diskussion rund um das Format zeigt sich zudem eine wachsende Kritik: Viele langjährige Zuschauer beklagen, dass das Niveau der Sendung im Vergleich zu früheren Staffeln deutlich gesunken ist, und vermissen das ursprüngliche Konzept, das echte Informationen zur Auswanderung lieferte. Der Wunsch nach mehr Substanz und weniger Drama ist in der Community deutlich spürbar.
Was du daraus für deine eigene Auswanderung nach Kanada mitnehmen kannst
Beide Geschichten aus dieser Folge sind anschauliche Lehrbeispiele dafür, was bei einer Auswanderung nach Kanada schieflaufen kann – und wie man es besser macht.
Wer nach Kanada auswandert, braucht vor allem eines: einen soliden Plan, der nicht von einem einzigen Faktor abhängt. Marco Dovseks größter Fehler war, die Familienauswanderung an einen Filmauftritt zu knüpfen, der noch nicht gesichert war. In Kanada ist eine geregelte Einwanderung durch ein offizielles Visum (z. B. über Express Entry, ein Provincial Nominee Program oder ein Arbeitsvisum) unerlässlich. Wer ohne gültiges Visum und konkreten Plan einreist oder seinen Familiennachzug unvorbereitet angeht, riskiert monatelange Trennungen und bürokratischen Stress.
Bei Familie Eichele liegt das Problem in der fehlenden Marktrecherche. Eine Gastronomie in einer kanadischen Kleinstadt zu eröffnen, ohne gastronomische Vorkenntnisse und ohne Kenntnis der lokalen Kundschaft, ist riskant. In Kanada sind die Anforderungen an Gastronomiebetriebe hoch: Lebensmittelhygienezertifikate (z. B. Food Safe), Geschäftslizenzen auf Provinzebene, Steuerregistrierungen und oft auch Alkohollizenzen sind Pflicht. Wer das nicht vorab klärt, erlebt böse Überraschungen.
Das Okanagan Valley, in dem Penticton liegt, ist touristisch durchaus interessant – vor allem im Sommer. Ein schwäbisches Restaurant hätte dort möglicherweise als saisonales Konzept funktioniert, wenn es gezielt auf Touristen ausgerichtet gewesen wäre. Dass die Eicheles am Ende auf ein Bed and Breakfast umschwenken, zeigt, dass Flexibilität und die Bereitschaft zur Umplanung essenziell sind.
Kanada als Auswanderungsziel: Was du wissen solltest
Kanada ist eines der beliebtesten Auswanderungsziele für Deutsche, Österreicher und Schweizer – und das aus guten Gründen. Das Land bietet eine hohe Lebensqualität, ein weltoffenes Gesellschaftsklima, eine funktionierende Infrastruktur und vielfältige Einwanderungswege. Wer sich gut vorbereitet, hat dort echte Chancen.
British Columbia, in dem sowohl Vancouver als auch Penticton liegen, gehört zu den teuersten Provinzen Kanadas. Die Mietpreise in Vancouver sind mit denen europäischer Großstädte vergleichbar, in ländlicheren Regionen wie dem Okanagan Valley deutlich günstiger. Wer plant, ein Unternehmen zu gründen, sollte sich vorab mit den provinzspezifischen Regelungen, dem kanadischen Steuersystem und den Anforderungen an eine Geschäftslizenz vertraut machen.
Sprachkenntnisse spielen eine wichtige Rolle: Zwar ist Kanada offiziell zweisprachig (Englisch und Französisch), aber in British Columbia ist Englisch die dominante Sprache. Wer geschäftlich erfolgreich sein will, braucht gute Englischkenntnisse – sowohl schriftlich als auch mündlich.
Das Einwanderungssystem basiert in weiten Teilen auf einem Punktesystem (Comprehensive Ranking System, kurz CRS). Faktoren wie Alter, Bildung, Berufserfahrung und Sprachkenntnisse fließen in die Bewertung ein. Wer über das Express Entry System einwandert, kann vergleichsweise schnell eine Permanent Residency erhalten. Für Selbstständige gibt es spezielle Programme wie den Self-Employed Persons Program oder den Start-Up Visa Program.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was passierte in Goodbye Deutschland Folge 6 vom 19.01.2026?
In der sechsten Folge der 2026er Staffel wurden zwei Familien auf ihrem Weg nach Kanada begleitet: Bodybuilder Marco Dovsek (40) aus Lünen, der in Vancouver eine Filmkarriere starten wollte, und Familie Eichele aus Schwaben, die in Penticton ein schwäbisches Restaurant mit Maultaschen und Spätzle eröffnen wollte.
Wohin wanderte Marco Dovsek in Goodbye Deutschland aus?
Marco Dovsek wanderte nach Vancouver in British Columbia, Kanada aus, um dort neben Actionstar Dolph Lundgren in einer deutsch-kanadischen Filmproduktion unter Regisseur Uwe Boll eine Sprechrolle zu übernehmen.
Was war das Problem bei Marcos Auswanderung nach Kanada?
Schneechaos, Flugausfälle und verpasste Drehtermine sorgten für ein Chaos vor Ort. Ehefrau Tanja und die drei Töchter konnten nicht wie geplant nachreisen und blieben zunächst in Deutschland zurück.
Was wollte Familie Eichele in Kanada machen?
Kerstin (Bauzeichnerin) und Oliver Eichele (Fitnessstudio-Betreiber) wollten in Penticton, rund vier Autostunden von Vancouver entfernt, ein schwäbisches Spezialitätenrestaurant mit Maultaschen und Spätzle eröffnen.
Hat das Restaurant von Familie Eichele in Kanada funktioniert?
Nein, der Restaurantplan scheiterte. Die Familie erkannte, dass der Markt für deutsche Küche in Penticton begrenzt war und ihr gastronomisches Know-how fehlte. Als Alternative entschieden sie sich für den Betrieb eines Bed and Breakfast.
Wie viele Zuschauer hatte Goodbye Deutschland Folge 6 im Januar 2026?
Die Folge vom 19. Januar 2026 verfolgten 0,73 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 2,9 Prozent. In der jungen Zielgruppe wurden 4,9 Prozent gemessen – ein für VOX enttäuschendes Ergebnis.
Wo kann ich Goodbye Deutschland Folge 6 vom 19.01.2026 nachschauen?
Die Folge ist als Stream bei RTL+ verfügbar. VOX bietet zudem Clips und ganze Episoden auf seiner Website an.

„Kanada taucht in Auswanderergeschichten immer wieder als dieser eine große, verlässliche Traum auf – ordentlich, sicher, weitläufig, irgendwie vernünftig. Und dann schaut man sich an, wie Marco Dovsek seine Familienauswanderung an einen noch nicht gesicherten Filmauftritt knüpft, und denkt: So funktioniert das nicht.
Ich habe in den letzten zwanzig Jahren erlebt, wie viele Auswanderer mit einem einzigen Standbein losgehen – einem Job, der noch nicht unterschrieben ist, einem Visum, das noch aussteht, einem Geschäftsplan, der noch nicht auf lokale Realitäten geprüft wurde. Bei den Eicheles ist es die Maultasche, die Kanada erobern soll. Penticton ist eine Kleinstadt mit 35.000 Einwohnern, kein gastronomisches Erfahrungsteam im Rücken, kein lokaler Markttest vorab – das ist mutig bis an die Grenze zur Naivität. Dass sie am Ende auf ein Bed and Breakfast umschwenken, zeigt aber auch: Wer flexibel genug ist, seine ursprüngliche Idee loszulassen, hat noch immer echte Chancen. Kanada belohnt Anpassungsfähigkeit – das ist vielleicht die ehrlichste Lektion dieser Folge.
Suchst Du noch weitere Tipps zu deinen Auswanderungsplänen? Kontaktiere mich gerne. Wenn Dir unser kostenloser Service gefällt, würden wir uns sehr über eine positive Bewertung freuen!“
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