Goodbye Deutschland Folge 14 – 13.02.2026: Fernehe auf dem Prüfstand und Neustart für die Liebe

Sendedatum: 13. Februar 2026 | Sender: VOX | Uhrzeit: 20:15 Uhr | Länge: 120 Minuten

In Folge 14 der aktuellen Staffel von Goodbye Deutschland stehen zwei sehr unterschiedliche Liebesgeschichten im Mittelpunkt – beide verbunden durch dieselbe Frage: Kann die Liebe über tausende Kilometer, kulturelle Unterschiede und gesellschaftliche Vorurteile hinweg bestehen? Die Episode mit dem Titel „Fernehe auf dem Prüfstand und Neustart für die Liebe“ zeigt eindrucksvoll, was Menschen bereit sind aufzugeben, wenn sie glauben, den richtigen Menschen gefunden zu haben.

Susann und Ugo – Liebe zwischen Ingolstadt und Nigeria

Die Geschichte hinter der Fernehe

Susann Griessbach aus Ingolstadt ist 58 Jahre alt, als sie beschließt, ihr Herz noch einmal zu öffnen. Zwei gescheiterte Ehen hatten sie so schwer getroffen, dass sie fünf Jahre mit Depressionen in psychiatrischer Behandlung verbrachte. Der Gedanke an eine neue Beziehung schien für sie längst vom Tisch zu sein.

Dann lernt sie im Internet den Nigerianer Ugo Ogba kennen – 20 Jahre jünger, charmant, einfühlsam. Was als Online-Bekanntschaft beginnt, entwickelt sich schnell zur großen Liebe. Nach nur fünf Monaten fliegt Susann zum ersten Mal nach Nigeria, um Ugo persönlich zu treffen. Die Chemie stimmt sofort: „Als ob wir uns schon immer kennen“, beschreibt sie das erste Treffen. Wenige Wochen später heiraten die beiden bei Susanns zweitem Trip nach Nigeria – für sie bereits die dritte Ehe.

Seitdem führen die beiden eine Fernehe: Sie in Ingolstadt, er in seiner Heimatstadt Agbara in Nigeria. Die Kamera begleitet Susann bei ihrem vierten Besuch in Nigeria, bei dem das Paar die entscheidende Frage klären möchte: Wo soll ihre gemeinsame Zukunft sein – in Deutschland oder in Nigeria?

Die Herausforderungen

Neben der schieren räumlichen Distanz kämpft das Paar auf mehreren Fronten gleichzeitig. Zum einen gibt es bürokratische Hürden: Ein Visum für Ugo, damit er nach Deutschland reisen und das Land seiner Frau kennenlernen kann, ist zum Zeitpunkt der Dreharbeiten noch nicht bewilligt. Behördliche Wartezeiten und unklare Zuständigkeiten bremsen die gemeinsame Zukunftsplanung erheblich aus.

Zum anderen lasten gesellschaftliche Vorurteile schwer auf der Beziehung. Susanns Freundinnen melden offen Bedenken an – eine fragt besorgt: „Bist du hundertprozentig sicher?“ Die andere spricht aus, was viele denken: Heiratsschwindler. Auch Susanns eigene Wohnung, liebevoll als Froschkönig-Paradies eingerichtet, wird von Kommentatoren als Symbol für blinde Romantik gedeutet. Susann selbst winkt ab: Das Leben sei zu kurz, um sich über Dinge zu sorgen, die vielleicht nie eintreten.

Ugo selbst begegnet dem Misstrauen mit Offenheit. Beide, so erklärt er, kennen aus eigener Erfahrung, was Depressionen bedeuten – bei Susann durch ihre gescheiterten Ehen, bei ihm durch eine schwere Knieverletzung, die seine sportliche Karriere beendete. Diese geteilte Verletzlichkeit ist es, die ihn und Susann nach eigenem Bekunden auf einer Wellenlänge verbindet.

Was die Zuschauer sagen

Im Netz hagelt es gemischte Reaktionen. Ein Teil der Zuschauer zeigt sich skeptisch und zweifelt lautstark an Ugos Absichten. Nigeria-Romantik, Altersunterschied, Internet-Bekanntschaft, überstürzte Heirat – die Liste der Faktoren, die Misstrauen wecken, ist lang. In sozialen Netzwerken und Kommentarspalten dominieren in der Sendewoche Begriffe wie „blauäugig“ und Verweise auf typische Romance-Scam-Muster.

Ein anderer Teil der Zuschauer hingegen zeigt sich berührt von Susanns Geschichte und ihrem Mut, nach Jahren des Leidens wieder Ja zum Leben zu sagen. Viele wünschen dem Paar aufrichtig das Beste.

Das Happy End

Alle Zweifler sollten eines Besseren belehrt werden: Susann und Ugo sind nach aktuellem Stand ein glückliches Paar. Das Visum-Problem wurde letztlich gelöst, Ugo zog nach Deutschland um, und beide leben heute gemeinsam in Deutschland. Auf Social Media teilen sie immer wieder Momente ihres Alltags – und widerlegen damit eindrücklich die Vorurteile, mit denen ihre Liebe von Anfang an konfrontiert wurde.

Mein Kommentar als Auswanderer

Die Geschichte von Susann und Ugo ist polarisierend – und das aus nachvollziehbaren Gründen. Online-Liebe, große Altersunterschiede und schnelle Hochzeiten mit Partnern aus wirtschaftlich schwächeren Ländern rufen zu Recht kritische Fragen hervor. Gleichzeitig wäre es zu einfach, jede solche Beziehung pauschal als Betrug abzustempeln. Wer 20 Jahre im Ausland lebt, weiß: Echte interkulturelle Beziehungen existieren – aber sie erfordern offene Augen, gegenseitiges Vertrauen und realistische Erwartungen. Susann und Ugo scheinen diesen Weg gemeinsam gefunden zu haben.

Aileen und Marcel – Mit 12.000 Euro nach Zypern

Die Geschichte des schwäbischen Paares

Aileen Großmann (38) und Marcel Sourlas (40) kommen aus Bad Schussenried, einem beschaulichen Ort im oberschwäbischen Voralpenland. Was sie antreibt, ist ein Gefühl, das viele kennen: das Hamsterrad dreht sich zu schnell, der Druck wächst, der Sinn des Ganzen schwindet.

Aileen arbeitete als Einkäuferin in einem Versandhaus und stand nach eigenen Angaben kurz vor einem Burnout. Marcel war im Qualitätsmanagement der Automobilindustrie tätig – einem der stressintensivsten Sektoren der deutschen Wirtschaft. Gemeinsam beschließen sie: Raus. Und zwar konsequent. Sie lassen ihr großes Haus zurück, ihr Auto, ihr soziales Netzwerk.

Ziel ist Zypern – die sonnige Mittelmeerinsel, die mit 320 Sonnentagen im Jahr, niedrigen Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Deutschland und einem unkomplizierten EU-Status als Auswanderungsziel lockt. Marcel reist als Erstes auf die Insel, um Kontakte zu knüpfen und erste wirtschaftliche Grundlagen zu schaffen. Aileen folgt später nach.

Das Problem: Marcel hat in seinen acht Monaten Vorlauf bereits 20.000 Euro ausgegeben – deutlich mehr als die gemeinsam geplanten 12.000 Euro Budget. Als Aileen auf Zypern ankommt, ist die finanzielle Lage angespannter als gedacht. Ihre Umzugspakete, die sie per Post aus Deutschland verschickt hatte, warten bereits auf sie – passen aber nicht ins Cabrio.

Die Herausforderungen

Für Aileen ist der Abschied aus Deutschland besonders schwer. Die Kamera fängt ein, wie sie Abschied nimmt – von Freunden, Familie, einer vertrauten Umgebung. Auf Zypern angekommen, folgt der Praxisschock: Die Insel ist schön, aber das Aufbauen eines neuen Lebens alles andere als ein Selbstläufer.

Marcels ursprünglicher Plan, Autos aufzubereiten und zu vermarkten, erweist sich als schwierig. Kontakte zu knüpfen, Vertrauen aufzubauen, bürokratische Abläufe auf einer Insel mit einem anderen Wirtschaftssystem zu verstehen – all das kostet Zeit und Geld. Hinzu kommt der Druck auf die Beziehung: Die gemeinsame Zeit ist knapp, die Belastungen sind hoch, und die Folge trägt nicht ohne Grund den Untertitel „Neustart für die Liebe“.

Was die Zuschauer sagen

Die Geschichte von Aileen und Marcel wird überwiegend sympathisch aufgenommen. Viele Zuschauer finden sich in ihrer Ausgangssituation wieder – das Gefühl, im deutschen Alltag gefangen zu sein, kennen viele. Gleichzeitig zeigt die Folge ungeschönt, wie schnell ein solches Projekt aus dem Ruder laufen kann: 20.000 Euro Vorlaufkosten statt geplanter 12.000 sind eine handfeste Warnung für alle, die ähnliches planen.

Manche Kommentare zeigen Unverständnis dafür, dass Marcel so lange allein auf der Insel war und dabei so viel Geld ausgegeben hat, ohne nennenswerte Einnahmequellen zu etablieren. Andere sehen darin einfach die Realität des Auswanderns: Planungen und Budgets halten selten dem ersten Kontakt mit der Wirklichkeit stand.

Das Happy End

Auch Aileen und Marcel haben es letztlich geschafft. Nach einem holprigen Start fanden beide ihren Platz auf der Insel. Aileen baute ein Onlinebusiness auf und arbeitet heute remote. Marcel ist als Vorarbeiter bei internationalen Raffinerieprojekten weltweit im Einsatz – ein Modell, das sechs bis acht Wochen Arbeit mit anschließenden zwei bis drei Monaten auf Zypern verbindet. Außerdem hat das Paar aus einer zypriotischen Tierauffangstation einen Hund namens Dumbo adoptiert – der Geschwister des bereits vorhandenen Hundes Chico wurde. Kurz: Sie sind angekommen, in jeder Bedeutung des Wortes.

Was diese Folge besonders macht

Folge 14 der Staffel 2026 ist in gewissem Sinne eine Liebeserklärung an den Mut des Neubeginns – in zwei sehr unterschiedlichen Varianten. Susanns Geschichte steht für die Bereitschaft, gesellschaftliche Erwartungen zu ignorieren und dem eigenen Herz zu folgen, auch wenn alle drumherum abraten. Aileens und Marcels Geschichte steht für den Wunsch nach einem selbstbestimmteren Leben jenseits von Burnout-Karrieren und Hamsterrad-Alltag.

Beide Paare haben dabei eines gemeinsam: Sie haben alles riskiert – und es hat sich gelohnt.

Was du daraus mitnehmen kannst

Wenn du selbst über eine Fernbeziehung über Kontinente hinweg nachdenkst oder mit dem Gedanken spielst, mit begrenztem Budget in ein EU-Land auszuwandern, zeigen diese beiden Geschichten sehr deutlich, worauf es ankommt:

Bei Fernbeziehungen und internationalen Ehen sind Visafragen, Behördenabläufe und gegenseitiges Kennenlernen des jeweiligen Alltags entscheidend – nicht nur Gefühle. Frühzeitig Rechtsberatung zu Aufenthaltstiteln und Visaverfahren einzuholen, spart Zeit, Nerven und Geld.

Bei der Auswanderung mit knappem Budget gilt: Puffer einplanen, Einnahmen vor dem Umzug sichern und den Aufbau eines neuen beruflichen Standbeins realistisch kalkulieren. 12.000 Euro klingen für Zypern zunächst machbar – aber ohne laufende Einnahmen zehrt die Insel schneller am Konto, als viele erwarten.

Zypern selbst ist als Auswanderungsziel für EU-Bürger vergleichsweise unkompliziert: keine Sprachbarriere beim Behördengang (Englisch ist weit verbreitet), niedrige Einkommenssteuern, warmes Klima und eine gut ausgebaute Expat-Community. Nigeria hingegen ist für deutsche Staatsbürger ein deutlich komplexeres Ziel – hohe bürokratische Hürden, andere Sicherheitslage und starke kulturelle Unterschiede erfordern eine gründliche Vorbereitung.

Alles für deinen sorglosen Umzug ins Ausland

Steckbrief: Folge 14 – 13.02.2026

Sendung: Goodbye Deutschland – Die Auswanderer Folge: 14 (Staffel 2026) Originaltitel: Fernehe auf dem Prüfstand und Neustart für die Liebe Erstausstrahlung: 13. Februar 2026 Sender: VOX, 20:15 – 22:15 Uhr Streaming: RTL+ Teilnehmer: Susann Griessbach & Ugo Ogba (Nigeria) sowie Aileen Großmann & Marcel Sourlas (Zypern)