Goodbye Deutschland Folge 17 – 27.02.2026: Brasilien & Peru

Was passiert in Folge 17 von Goodbye Deutschland 2026? In der Folge vom 27. Februar 2026 begleitet VOX zwei sehr unterschiedliche Auswanderergeschichten: Gisele Oppermann kämpft in Brasilien um ihren Neustart, während Familie Zeier in Peru vor einem emotionalen Abschied steht, der die gesamte Familie an ihre Grenzen bringt.

Gisele Oppermann: Neustart in Jericoacoara, Brasilien

Wer ist Gisele Oppermann?

Gisele Oppermann wurde 2008 als Kandidatin bei Germany’s Next Topmodel bekannt und bekam dort schnell den Spitznamen „Heulsuse der Nation“ aufgrund ihrer häufigen Tränenausbrüche. Seitdem war sie in verschiedenen Reality-Formaten zu sehen, darunter das Dschungelcamp, wo sie 2019 mit neun Nominierungen für die Dschungelprüfung einen Rekord aufstellte.

Wohin ist Gisele Oppermann ausgewandert?

Nach ihrer emotionalen und turbulenten TV-Karriere in Deutschland wagte Gisele Oppermann gemeinsam mit ihrer Tochter Leni einen radikalen Neuanfang und wanderte in ihre zweite Heimat Brasilien aus. Ihre Wahl fiel auf Jericoacoara, einen kleinen, bei Touristen beliebten Küstenort im Nordosten Brasiliens mit rund 1.500 Einwohnern.

Warum ist Gisele ausgewandert?

Der Grund für den Schritt war vor allem ihr Kind. Leni sollte fernab von Mobbing und Leistungsdruck in Deutschland aufblühen und glücklich sein. „Sie war der Hauptgrund, warum ich mich für die Auswanderung entschied“, verriet Gisele.

Auch Leni selbst musste unter dem schwierigen Ruf ihrer Mutter leiden: „Meine Tochter war in der zweiten Klasse und wurde von einer Viertklässlerin, die die ganzen Sendungen gar nicht kennen kann und wo das hundertprozentig von der Mutter aus kam, angespuckt und getreten“, erinnerte Gisele sich voller Entsetzen.

Von Braunschweig ging es daher nach Jericoacoara an der Nordküste Brasiliens, wo auch ihre brasilianische Mutter lebt, wo Gisele die ersten zwei Jahre ihres Lebens verbracht hatte und wo ihr deutscher Vater einst ein Restaurant aufgebaut hatte.

Welche Pläne hatte Gisele in Brasilien?

Gisele hatte große Pläne: ein eigenes Leben in Jericoacoara aufbauen, im familiengeführten Restaurant arbeiten und Verantwortung übernehmen. Am liebsten würde sie in dem von ihrem Vater einst in Jericoacoara aufgebauten und nun an einen Brasilianer verpachteten Lokal als Restaurantleiterin einsteigen.

Welche Herausforderungen hatte Gisele in Brasilien?

Finanziert wurde ihr der Neustart von ihrem deutschen Vater, dem sie dafür sehr dankbar war. Doch zu lange wollte sie ihm nicht auf der Tasche liegen – immerhin gehe sie auf die 40 zu, und damit gehe es ihr „nicht so gut mit der Situation“.

Der Neustart verlief allerdings nicht ganz ohne Hindernisse. Bei Goodbye Deutschland schilderte Gisele ehrlich, wie schwierig die ersten Monate waren. Statt Traumstrand erwartete sie Chaos – und der Traum drohte zu kippen.

In Deutschland ist Gisele Oppermann seit 2008 im TV-Geschäft – in Brasilien musste sie ganz von vorn beginnen, bei der schwierigen Job- und Wohnungssuche in ihrer neuen Heimat.

Dazu kam eine ganz persönliche Frage, die sich durch die gesamte Folge zog: Würde aus der ehemaligen Reality-Ikone tatsächlich eine selbstständige, selbstbewusste Auswanderin – oder würde das Abenteuer scheitern, bevor es richtig begonnen hatte?

Wie reagierten die Zuschauer auf Gisele Oppermanns Brasilien-Abenteuer?

Die Zuschauer zeigten sich gespalten. Viele, die Gisele noch aus GNTM-Zeiten als zickig oder weinerlich in Erinnerung hatten, zeigten sich überrascht von der Ernsthaftigkeit ihres Schrittes. Dass sie Brasilien nicht als Lifestyle-Experiment, sondern aus tiefer Sorge um ihre Tochter gewählt hatte, werteten viele als ehrlich und mutig. Kritischer war der Ton bei der Frage nach der finanziellen Eigenständigkeit – eine 38-Jährige, die auf das Geld des Vaters angewiesen ist, um in einem fremden Land neu anzufangen, war für manche schwer nachvollziehbar. Andere wiederum sahen darin nichts Ungewöhnliches: Ein Neustart kostet überall Geld, und familiäre Unterstützung ist kein Makel.

Dass Leni die neue Heimat als eine Art Traumwelt beschrieb, wo alle einen lächelnd anschauen, was sie von Deutschland gar nicht kannte, rührte viele Zuschauer und sorgte für das emotionalste Moment der Brasilien-Story.

Familie Zeier: Abschied in Peru

Wer ist Familie Zeier?

Dr. Benjamin Zeier ist Urologe, seine Frau Lena gelernte Physiotherapeutin – gemeinsam haben sie fünf Kinder. Anfang 2020 hatten sie ein komfortables Leben in Deutschland hinter sich gelassen, um in das kleine peruanische Bergdorf Curahuasi zu ziehen.

Warum lebt Familie Zeier in Peru?

Von Dr. Klaus-Dieter John hatte Benjamin Zeier kurz nach der Geburt seines jüngsten Sohnes eine E-Mail erreicht, nachdem er sich bei Gott bedankt und ihn um ein Zeichen gebeten hatte. John suchte einen Urologen für sein Spital – und Benjamin besprach das Angebot mit seiner Familie. Eine feste Vergütung für die Krankenhausarbeit war nicht vorgesehen, stattdessen hatte der Arzt vorab Vorträge gehalten und Spenden für seine Mission gesammelt.

Die Familie lebt ihren Glauben konsequent und praktisch: Benjamin arbeitet unentgeltlich in der Klinik, während die Familie ihren gesamten Lebensunterhalt aus Spendengeldern bestreitet.

Was passiert in Folge 17 – der Abschied von Lucas

In Peru steht Familie Zeier ein schwerer Abschied bevor. Sohn Lucas verlässt die Familie und geht ganz allein von Peru nach Großbritannien, um dort ein Internat zu besuchen. Mit 16 Jahren wird er dort auf sich allein gestellt sein. Und schon bald merkt Lucas: Ohne seine Familie und ganz allein in einem fremden Land hat er doch mehr Probleme als gedacht.

Lucas Zeier ist nach England gegangen, um seinem Traum, Neurochirurg zu werden, nachzugehen.

Die finanzielle Herausforderung: 51.000 Euro im Jahr

Das Internat, das der Auswanderer-Sohn besucht, kostet 51.000 Euro im Jahr – für die Familie eigentlich zu teuer. So gesteht der Vater: „Wenn ich am Anfang gewusst hätte, was die Schule kosten würde, hätte ich ehrlich gesagt nicht den Mut gehabt, eine Bewerbung dorthin zu schicken.“ Benjamin Zeier hoffte, dass auch die „nächste Rechnung“ bezahlt wird, gestand sich aber ein, dass er sich dahingehend unsicher ist.

Die Zeiers vertrauten dabei auf das, was sie von Anfang an durch Peru getragen hat: ihren Glauben. Gott habe sie bisher nie allein gelassen – und würde es auch jetzt nicht tun, so die Haltung der Familie.

Wie ergeht es Lucas in England?

Kaum jemand im Internat, in dem Lucas lebt, kann nachvollziehen, was er durch sein Auswandern nach Peru durchlebt hat. „Ich wollt‘ jeden Abend einfach nur schlafen – und manchmal heulen“, so Lucas Zeier. Er versichert seiner Mutter aber: „Es wird besser.“

Mutter Lena macht sich derweil Sorgen, dass sie und ihr Mann einen Fehler begangen haben. „Ich fühl‘ mich einfach viel zu jung dafür, dass mein Kind schon geht“, so Lena Zeier.

Wie reagierten die Zuschauer auf Familie Zeier?

Die Reaktionen auf Familie Zeier waren auch in dieser Folge so vielschichtig wie kaum bei einer anderen Goodbye-Deutschland-Familie. Viele bewundern die Konsequenz, mit der Benjamin und Lena Zeier ihren Glauben leben und einen hochbezahlten Beruf gegen unbezahlte Missionsarbeit in den Anden getauscht haben. Gleichzeitig löste die Internats-Frage heftige Diskussionen aus: Eine Missionarsfamilie, die von Spenden lebt und gleichzeitig ihr Kind auf ein Internat für über 50.000 Euro im Jahr schickt – das empfanden viele Zuschauer als schwer vereinbar.

Der Vorwurf, der in sozialen Netzwerken immer wieder auftauchte: Wenn man von Spendengeldern lebt, sollte man diese nicht für Luxusbildung ausgeben. Andere wiederum verteidigten die Familie – die Spenden flössen für Benjamins Arbeit, und Lucas‘ Bildungsweg sei Privatsache der Familie. Dass Lucas selbst so gefasst und reflektiert vor die Kamera trat, gewann ihm aber auch in der kritischeren Zuschauerfraktion viele Sympathien.

Mein Kommentar als Auswanderer

Zwei Geschichten, die kaum unterschiedlicher sein könnten – und dennoch zeigen sie dasselbe Grundmuster, das Auswanderung so faszinierend und so komplex macht: Man verlässt nicht nur einen Ort, sondern eine ganze Lebenslogik.

Gisele Oppermann hat etwas getan, das vielen schwerfällt: Sie hat zugegeben, dass sie Hilfe braucht, und trotzdem angefangen. Ich kenne das Gefühl aus eigener Erfahrung – die ersten Monate in einem neuen Land, ohne eigenes Netzwerk, ohne Einkommen, ohne Struktur, können dich schneller destabilisieren, als du denkst. Dass Jericoacoara kein Ferienparadies ist, sondern ein Ort, an dem man sich seinen Platz erarbeiten muss, wird Gisele noch spüren. Aber der entscheidende Schritt ist getan.

Familie Zeier stellt uns vor eine Frage, die ich in zwanzig Jahren als Auswanderer auf vier Kontinenten immer wieder beobachtet habe: Wie halte ich eine Familie zusammen, wenn das Ausland für jeden Einzelnen eine andere Realität bedeutet? Benjamin und Lena haben Peru gewählt – Lucas hat jetzt England gewählt. Das ist nicht Scheitern, das ist der normale Lauf einer Auswandererfamilie. Kinder, die im Ausland aufwachsen, entwickeln früh eine eigene globale Identität. Lucas klingt wie jemand, der genau das verkörpert.

Die Internats-Debatte ist legitim, aber sie greift zu kurz. Wer Spendengelder für Missionsarbeit sammelt und wer privat für die Bildung des eigenen Kindes aufkommt, sind in der Praxis zwei getrennte Töpfe. Was mich an dieser Familie seit Jahren bewegt: Sie haben nicht nach der perfekten Vorbereitung gewartet. Sie sind gegangen.

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Häufig gestellte Fragen zu Folge 17 von Goodbye Deutschland 2026

Wann lief Folge 17 von Goodbye Deutschland 2026?
Folge 17 der Staffel 2026 lief am 27. Februar 2026 um 20:15 Uhr auf VOX.

Wohin ist Gisele Oppermann ausgewandert?
Gisele Oppermann ist gemeinsam mit ihrer Tochter Leni nach Jericoacoara im Nordosten Brasiliens ausgewandert, einem kleinen Küstenort, in dem auch ihre brasilianische Mutter lebt und ihr Vater früher ein Restaurant betrieb.

Warum hat Gisele Oppermann Deutschland verlassen?
Der Hauptgrund war der Schutz ihrer Tochter Leni, die in Deutschland aufgrund des öffentlichen Images ihrer Mutter gemobbt und körperlich attackiert wurde.

Wo lebt Familie Zeier in Peru?
Familie Zeier lebt in Curahuasi, einem kleinen Bergdorf in den peruanischen Anden, wo Vater Benjamin als Missionsarzt tätig ist.

Warum schickt Familie Zeier ihren Sohn nach England?
Der 16-jährige Lucas Zeier besucht ein Internat in Großbritannien, weil er Neurochirurg werden möchte. Die Schulgebühren belaufen sich auf rund 51.000 Euro jährlich.

Wie finanziert Familie Zeier das teure Internat?
Familie Zeier lebt in Peru von Spendengeldern. Die Internatskosten stellen eine erhebliche finanzielle Herausforderung dar – Vater Benjamin vertraut darauf, dass auch die nächsten Rechnungen bezahlt werden können, ohne zu wissen wie.

Ist Gisele Oppermann noch in Brasilien?
Ja, Gisele Oppermann lebt mit ihrer Tochter Leni in Jericoacoara, Brasilien, und arbeitet an ihrem Aufbau eines neuen Lebens dort.

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