Lebenshaltungskosten Kanarische Inseln 2026

Kanaren-Runzelkartoffeln
Kanaren – Runzelkartoffeln

Hier eine Übersicht zu den Lebenshaltungskosten auf den Kanarischen Inseln 2026 im Vergleich zu Deutschland:

Im Gesamtdurchschnitt liegen die Lebenshaltungskosten auf den Kanaren etwa 24 % unter dem deutschen Niveau.

Besonders deutlich fällt der Unterschied bei Transport aus: Transportmittel sind im Schnitt 40% günstiger als in Deutschland. Auch beim Einkaufen sparen Auswanderer: Lebensmittel im Supermarkt kosten durchschnittlich 28 % weniger. Bei Restaurantbesuchen und Freizeitaktivitäten sind die Unterschiede etwas geringer, aber immer noch spürbar: Essen im Restaurant ist im Schnitt 29 % günstiger und Freizeitaktivitäten sind etwa 15 % preiswerter.

Beim Wohnen zeigt sich ein starkes Stadt-Land- bzw. Insel-Gefälle. Für eine 2-Zimmer-Wohnung in guter Lage zahlt man auf den touristisch stärker erschlossenen Inseln Gran Canaria und Teneriffa mehr als auf La Palma oder El Hierro.

Innerhalb einer Insel wie Teneriffa gilt: in touristisch geprägten Orten wie Playa de las Américas, Los Cristianos oder Costa Adeje sind Mieten und Lebensmittel teurer als im Norden (Puerto de la Cruz, La Laguna) – Küstenlage und Innenstadtpreise treiben die Kosten um bis zu 30 % nach oben. Für Nebenkosten wie Strom und Wasser kann man mit rund 80 bis 110 Euro monatlich rechnen. Auf Gran Canaria wiederum ist der touristische Süden deutlich teurer als der Norden der Insel.

Die Inseln der Kanaren

Die monatlichen Ausgaben unterscheiden sich je, nachdem auf welcher Insel der Kanaren du bist. Hier ein allgemeiner Überblick:

Hier ein Überblick zu den Lebenshaltungskosten auf Teneriffa (Stand: Frühjahr/Sommer 2026, v.a. Daten aus Santa Cruz de Tenerife, die repräsentativ für die Insel sind):

Kaltmiete (unmöbliert, ohne Nebenkosten)

WohnungstypPreis
1-Zimmer-Wohnung, Stadtzentrumca. 1.031 €
1-Zimmer-Wohnung, außerhalb des Zentrumsca. 794 €
3-Zimmer-Wohnung, Stadtzentrumca. 1.537 €
3-Zimmer-Wohnung, außerhalb des Zentrumsca. 1.108 €

In eher ländlichen Gegenden im Süden findet man oft günstigere Angebote —

Nebenkosten (Strom, Wasser, Heizung/Kühlung, Müll)

Für eine Wohnung von ca. 85 m² liegen die Basis-Nebenkosten bei durchschnittlich 114 € (Spanne 75 bis 180 €). Hinzu kommen ggf. Mobilfunk: ca. 20 € und Internet: ca. 31 €

Lebensmittel (Supermarkt)

Insgesamt gelten Lebensmittel als spürbar günstiger auf Teneriffa als in Deutschland — je nach Quelle zwischen 17–36 % niedriger.

Öffentlicher Transport

  • Einzelfahrt: 1,25 €
  • Monatskarte: 38 € (Spanne 19 bis 40 €)

Mit der aufladbaren „TenMas“-Karte gibt es zudem Rabatte von 30 bis 50 % gegenüber Einzeltickets.

Die Preise schwanken je nach Region – Las Palmas (Stadt), der touristische Süden (Maspalomas/Playa del Inglés) und der günstigere Osten/Norden (Telde, Vecindario, Agüimes) unterscheiden sich deutlich.

Kaltmiete (2-Zimmer-Wohnung)

  • Las Palmas (Stadt): ca. 700 bis 950 Euro
  • Süden (touristisch, z. B. Maspalomas): ca. 850 bis 1.250 Euro
  • Günstige Orte (Telde, Agüimes, Vecindario, Ingenio): ca. 500 bis 750 Euro
  • 1-Zimmer-Apartment ländlich: ab 400 Euro, in Ferienorten ab 500 bis 600 Euro

Nebenkosten (Strom, Wasser, ggf. Comunidad)

  • Grobe Gesamtkostenliegen bei 100 bis 150 Euro/Monat, wobei Strom mit rund 0,25 Euro/kWh teils überraschend hoch ausfallen kann, während Heizkosten praktisch entfallen.

Lebensmittel

  • Lebensmittel sind insgesamt günstiger als in Deutschland – (rund 16 Prozent). Lokale Produkte wie Bananen, Tomaten und Kartoffeln sind besonders günstig; importierte Markenartikel können jedoch teurer sein.

Öffentlicher Transport

  • Eine einfache Busfahrt (Guaguas): meist zwischen 1,50 und 3 Euro
  • Für regelmäßige Nutzer gibt es die „Tarjeta Insular“-Chipkarte, die Fahrten deutlich verbilligt (üblich sind unter 1 Euro pro Fahrt bei aufgeladener Karte)
  • Insgesamt gilt Transport auf Gran Canaria als rund 36 Prozent günstiger als der deutsche Durchschnitt
  • Wer ein Auto nutzt: Mietwagen bereits ab etwa 10 Euro pro Tag, eigenes Auto inkl. Versicherung und Benzin schlägt mit 200 bis 300 Euro/Monat zu Buche

Kaltmiete

  • 1-Zimmer-Wohnung (zentral/touristisch, z. B. Costa Teguise, Puerto del Carmen): ca. 700 bis 900 €/Monat
  • 2-Zimmer-Wohnung generell: 600 bis 800 €, teils auch bis 1.000 € in stark touristischen Küstenlagen
  • Im Landesinneren/weniger touristischen Orten (z. B. San Bartolomé, Tías) deutlich günstiger

Nebenkosten (Strom, Wasser, Müll)

  • Da es kein Erdgas gibt, läuft alles auf Strom. In einer kleinen Wohnung ohne Pool liegen die monatlichen Kosten zwischen 60 und 90 €
  • Für eine etwas größere Wohnung realistisch: 100 bis 150 €

Lebensmittel

  • Lebensmittel sind in Lanzarote rund 8 – 25 % günstiger als in Deutschland, – die Spannbreite je nach Einkaufsverhalten (Supermarkt vs. Markt, Importwaren)

Öffentlicher Transport

  • Insgesamt gilt Transport auf Lanzarote als rund 32 % günstiger im Vergleich zu Deutschland
  • Einzelfahrt Bus: meist zwischen 1,50 und 3 €

Miete (Kaltmiete)

In Spanien wird meist nicht streng zwischen „kalt“ und „warm“ unterschieden wie in Deutschland – Mietpreise werden meist als Gesamtmiete angegeben, oft ohne Strom/Wasser („Nebenkosten nicht inklusive“).

Langzeitmiete (Wohnungen, unmöbliert oder möbliert):

  • 1-Zimmer-Wohnung, zentral (z. B. Puerto del Rosario): ca. 990 €
  • 1-Zimmer-Wohnung, außerhalb des Zentrums: ca. 600 €
  • 3-Zimmer-Wohnung, außerhalb des Zentrums: ca. 700 €

Nebenkosten (Nebenkosten/Utilities)

Für eine Standardwohnung (Strom, Wasser, Müll – ohne Heizung, die auf den Kanaren kaum benötigt wird):

  • Basisversorgung (Strom, Wasser, Müll) für ca. 85 m²: ca. 54 bis 150 €
  • Internet (60 Mbit/s+): ca. 19 bis 80 €
  • Mobilfunk mit 10GB+ Daten: ca. 10 bis 50 €

Lebensmittel

Lokale Produkte sind günstig, importierte Waren teurer:

  • Insgesamt gelten Lebensmittelpreise als 26 bis 27 % günstiger als in Deutschland
  • Lokal angebaute Produkte wie Kartoffeln, Tomaten, Bananen sind deutlich günstiger, während importierte Güter wie Müsli, Nudeln oder Schokolade teurer sind als in Deutschland.

Öffentlicher Transport (Tiadhe-Busse)

Insgesamt gelten die Transportkosten auf Fuerteventura als rund 37 % günstiger als in Deutschland.

  • Mindesttarif (Kurzstrecke): 1,45 € auf allen Strecken
  • Durchschnittspreis: ca. 1,50 € pro Fahrt
  • Höchstpreis (längste Strecke, Puerto del Rosario ↔ Morro Jable): bis zu 10 €
  • BtF-Rabattkarte: Kartenausstellung 2 €, danach 10 % Rabatt auf den Fahrpreis
  • Schüler/Studenten (BtF-Karte, Schulzeit): Pauschale 1 € pro Fahrt

Kaltmiete

  • 1-Zimmer-Apartment: ab ca. 400 € (ländlich) bis 500 bis 600 € (Ferienorte/Küste)
  • 2-Zimmer-Wohnung: ca. 600 bis 800 €, in Tourismus-Hochburgen auch mehr
  • Größere Wohnungen (3 Zimmer): ab ca. 800 bis 1.000 €
  • Wichtig: Der Wohnungsmarkt ist seit dem Vulkanausbruch im Aridane-Tal weiterhin angespannt, im grünen Norden findet man oft bessere Konditionen als im sonnigen Westen.

Nebenkosten

  • Für eine durchschnittliche Wohnung: ca. 100 bis 150 € im Monat (Strom, Wasser, Müll, ggf. Internet)
  • Strom allein: ca. 40 bis 50 € (ohne Klimaanlage), mit Klimaanlage im Sommer 20 bis 40 € extra
  • Wasser: ca. 30 bis 35 € alle 2 Monate (also ~15 bis 18 €/Monat)
  • Heizkosten fallen praktisch nicht an, da es kaum benötigt wird

Lebensmittel

  • Viele Waren müssen importiert werden, was Lebensmittel und Alltagsgüter über das Preisniveau des spanischen Festlands treibt. Gleichzeitig sorgt die niedrige Inselsteuer IGIC (7 %) für gewisse Ersparnisse bei anderen Gütern.

Öffentlicher Transport (Bus/„Guagua“)

Die Insel hat ein gut ausgebautes Busnetz, betrieben von Transportes Insular La Palma (TILP):

  • Strecken bis 8 km: ca. 1,30 € pro Fahrt
  • Längere Strecken (auch in den Norden): ca. 2 € pro Fahrt
  • Vielfahrer können Bono-Tickets kaufen mit rund 20 % Ersparnis
  • Als Resident (Empadronamiento) gibt es zusätzlich stark reduzierte Tarife und auch 75 % Rabatt auf Flüge/Fähren zwischen den Inseln

Kaltmiete

  • für eine 2-Zimmer-Wohnung reichen bereits 400 bis 600 Euro
  • Studio/1-Zimmer-Wohnungen (nach aktuellen Inseraten): grob 350 bis 600 €/Monat, je nach Lage (San Sebastián de la Gomera, Valle Gran Rey, Hermigua) und Ausstattung.
  • Saisonale Vermietungen (z. B. an Lehrer, für 1–2 Personen) liegen oft günstiger, Langzeitmieten (ab 1 Jahr) sind meist die preiswerteste Option.

Nebenkosten (Strom, Wasser, Müll etc.)

  • Heizung/Kühlung ist kaum relevant (mildes Klima), aber Energiekosten können höher ausfallen.
  • Wasser ist auf den Kanaren oft teurer als auf dem Festland (Entsalzungsanlagen).

Realistische Spanne für La Gomera: ca. 80 bis 150 €/Monat je nach Wohnungsgröße und Verbrauch (ohne Internet/Handy).

Lebensmittel

Für La Gomera gilt: Lebensmittel sind im Schnitt etwa 30% billiger als in Deutschland. Allerdings ist das Supermarktnetz nicht so flächendeckend, es gibt viele kleine „Tante-Emma-Läden“, und wer dort statt in größeren Supermärkten einkauft, zahlt einen leichten Aufschlag.

Öffentlicher Transport

Das ist auf La Gomera der auffälligste Unterschied zu größeren Inseln:

  • Der öffentliche Nahverkehr ist begrenzt, ein eigenes Fahrzeug ist oft notwendig. Es gibt zwar ein Busnetz, das die wichtigsten Orte verbindet, aber die Busse fahren nicht sehr häufig.
  • Anders als z. B. Teneriffa oder La Palma bietet La Gomera keine aufladbare Prepaid-Buskarte an, man zahlt Einzelfahrscheine.
  • Kürzere Busstrecken auf den Kanaren kosten generell meist nur 2 bis 3 Euro pro Fahrt.
  • Deshalb mieten viele Bewohner/Langzeitgäste ein Auto: Mietwagen sind je nach Saison schon ab 10 €/Tag (inkl. Vollkasko) zu bekommen, ein eigenes Auto kostet inkl. Versicherung und Benzin grob 200 bis 300 €/Monat.

El Hierro ist die kleinste und am dünnsten besiedelte Kanareninsel

Kaltmiete

  • 1-Zimmer-Apartment: ca. 400 bis 450 Euro /Monat
  • 2-Zimmer-Wohnung in guter Lage: etwa 400 bis 600 Euro, wobei touristische Gebiete entsprechend teurer sind

Nebenkosten

(Strom, Wasser, ggf. Gas – für ein Einzimmer-/Zweizimmer-Apartment)

  • Für die Kanaren allgemein wird mit etwa 100 bis 150 Euro monatlich für Nebenkosten kalkuliert. Spezifische Zahlen für El Hierro gibt es nicht, aber die Insel deckt ihren Strombedarf inselintern über das Wasserkraft-/Windprojekt Gorona del Viento, was die Preise nicht wesentlich von den anderen Kanaren abweichen lässt.

Lebensmittel

  • Wichtig für El Hierro speziell: auf der kleinen, dünn besiedelten Insel ist das Supermarktnetz nicht so flächendeckend wie auf Teneriffa oder Gran Canaria; in den kleinen Läden zahlt man tendenziell einen leichten Aufschlag.
  • Zudem gilt generell: die Kanaren müssen fast alles importieren, was Lebensmittel und Alltagsgüter spürbar teurer macht als auf dem spanischen Festland, während lokal angebaute Produkte wie Kartoffeln, Tomaten, Bananen oder Ziegenkäse deutlich günstiger sind.

Öffentlicher Transport (Betreiber: TransHierro)

  • Einzelfahrt: 1,28 € (nur Bargeld)
  • Mehrfahrtenkarten („Bono“): 10 Fahrten für 10 €, 20 Fahrten für 19 €, 30 Fahrten für 28 €

Die tatsächlichen Kosten auf der Insel können je nach Ort (Valverde, Frontera, La Restinga) und Saison abweichen.

So viel günstiger ist Maspalomas im Vergleich zu Berlin

Man benötigt derzeit (06/2026) in Maspalomas rund 2.450 €, um den Lebensstandard aufrechtzuerhalten, den man mit 3.000 € in Berlin hat (vorausgesetzt, man mietet in diesen Städten).

  • Mietpreise sind in Maspalomas 30,7 % niedriger als in Berlin
  • Restaurantpreise sind in Maspalomas 23,7 % niedriger als in Berlin
  • Lebensmittelpreise sind in Maspalomas 22,7 % niedriger als in Berlin

Was ist die Preisspanne von Lebensmitteln, Transport, Kleidung in Maspalomas

Durchschnittliche Restaurantkosten Maspalomas

Daten von 07/2025 bis 06/2026
Quelle: numbeo.com

Durchschnittliche Lebenshaltungskosten Maspalomas

Daten von 07/2025 bis 06/2026
Quelle: numbeo.com

Durchschnittliche Kosten für Transport, Nebenaufwendungen, Kleidung und Freizeit Maspalomas

Daten von 07/2025 bis 06/2026
Quelle: numbeo.com

Transportkosten in Maspalomas

Nebenaufwendungen in Maspalomas

Kleidung / Freizeit in Maspalomas

Bildung in Maspalomas

Durchschnittliche Mietpreise / Kauf und Gehälter Maspalomas

Daten von 07/2025 bis 06/2026
Quelle: numbeo.com

Miet- und Kaufpreise in Maspalomas

Gehälter in Maspalomas

Hilfen für einen sorglosen Umzug auf die Kanaren

Nachfolgend findest du alle Hilfen für deine sorglose Auswanderung auf die Kanarischen Inseln, vom ersten Schritt bis zur erfolgreichen Integration. Die Links führen zu den jeweiligen Angeboten, Hilfen und Dienstleistungen.

Ivonne Harmening
Ivonne Harmening
Autor

„Ich bin Ivonne Harmening und schreibe auf auswandern-info.com über das Leben im Ausland – basierend auf über 20 Jahren persönlicher Erfahrung als Auswanderin. Dieses Wissen gibt mir einen praxisnahen Blick auf die Themen, die wirklich zählen, wenn man den Schritt ins Ausland wagt: von der Bürokratie bis zu den alltäglichen Lebenshaltungskosten.

Die Kanarischen Inseln kenne ich aus eigener Anschauung: Gran Canaria habe ich mehrfach bereist und dabei das Inselgefühl, die Lebensqualität und das lokale Preisniveau selbst erlebt. Auch wenn ich dort nicht dauerhaft gelebt habe, helfen mir meine Reiseerfahrungen vor Ort sowie mein langjähriges Hintergrundwissen als Auswanderin, dir einen ehrlichen und fundierten Überblick über die Lebenshaltungskosten auf den Kanaren zu geben.

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Zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2026 von Ivonne Harmening (Expat seit 2005)