Lebenshaltungskosten und Mieten Salomonen 2026 ✓

Überblick

Wer als Expat mit importierten Gütern und städtischem Komfort rechnet, zahlt auf den Salomonen ein Preisniveau nahe an einer deutschen Mittelstadt; wer sich lokal versorgt und auf dem Land lebt, kommt mit einem Bruchteil deutscher Lebenshaltungskosten aus – allerdings bei deutlich geringerer Verfügbarkeit von Waren und Infrastruktur.

Für eine Einzelperson liegen die monatlichen Grundkosten ohne Miete bei etwa 1.050 bis 1.800 €, je nach Einkaufsverhalten und Lebensstil. Eine 1-Zimmer-Wohnung in der Innenstadt der Hauptstadt Honiara kostet umgerechnet etwa 550 € Miete plus Nebenkosten. Im internationalen Vergleich liegt Honiara damit auf einem ähnlichen Niveau wie Stuttgart – also durchaus vergleichbar mit einer deutschen Mittelstadt, wenn man importierte Waren, Restaurants und westlichen Lebensstil zugrunde legt.

Mit einem deutschen Einkommen kann man auf den Salomonen ganz gut leben. Das lokale Durchschnittseinkommen hingegen reicht bei weitem nicht aus, um einen „westlichen“ Lebensstandard zu finanzieren. Für Einheimische, die sich stärker auf lokal produzierte Lebensmittel, Märkte und Subsistenzwirtschaft stützen, sind die tatsächlichen Ausgaben also deutlich niedriger als die oben genannten „Expat-Budgets“.​​

Honiara – Stadtzentrum, unmöbliert (ca. 50 qm entspricht in etwa einer 1-Zimmer-Wohnung):

  • Du zahlst im Zentrum durchschnittlich etwa 745 € bzw. 6.900 SBD im Monat.

Honiara – außerhalb des Zentrums, unmöbliert:

  • Hier liegst du im Schnitt bei 677 € bzw. 6.280 SBD monatlich.

Möblierungsgrad

Teilmöbliert:

  • Teilmöblierte Wohnungen (Grundausstattung wie Bett, Kühlschrank, Herd) sind auf den Salomonen als eigene Kategorie im lokalen Mietmarkt kaum ausgewiesen.
  • In der Praxis liegt der Aufschlag gegenüber unmöbliert meist bei etwa 10 bis 20 %.

Voll möbliert:

  • Voll möblierte Wohnungen richten sich in Honiara vor allem an NGO-Mitarbeiter, Firmenangestellte und Langzeit-Expats, nicht an den typischen lokalen Wohnungsmarkt.
  • Für 50 qm voll möbliert kannst mit 30 bis 50 % mehr Miete rechnen.

Regionale Unterschiede – andere Städte (z. B. Auki, Gizo, Munda, Kirakira):

  • Die Mieten liegen dort meist deutlich unter Honiara-Niveau, oft nur 30 bis 60 % davon.
  • Für eine einfache 50-qm-Wohnung solltest du grob mit 136 bis 362 €, 1.260 bis 3.360 SBD rechnen.
  • Möblierte Angebote sind in diesen Städten selten und meist nur im Zusammenhang mit Gästehäusern oder Firmenunterkünften zu finden.

Ländliche Gebiete / Dörfer:

  • Formeller Wohnungsmarkt existiert hier praktisch nicht.
  • Wohnraum wird meist über traditionelle/familiäre Strukturen organisiert (Land- und Hausnutzung über die Community), Barmiete ist selten und wenn, dann sehr niedrig – teils nur 18–70 €, 170–670 SBD monatlich für einfache Unterkünfte.

Häuser (zum Vergleich):

  • In Honiara zahlst du für ein Haus mit mehreren Zimmern im Zentrum im Schnitt ca. 1.670 € (15.550 SBD), in den Vororten ca. 1.270 € (11.850 SBD) monatlich.
  • Größere Häuser mit Garten, Sicherheitsdienst und Generator (v. a. für Firmen- oder NGO-Personal) können 1.350 bis 2.700 € (12.600 bis 25.200 SBD) kosten.
  • Außerhalb Honiaras sind Hausmieten meist deutlich günstiger, oft im Bereich 180 bis 540 €/Monat, 1.680 bis 5.040 SBD), abhängig von Zustand und Lage.

Als Auswanderer/Resident auf den Salomonen findest du preiswerte Langzeitwohnungen (ab 6 bis 12 Monaten) primär über lokale Kontakte, Mund-zu-Mund-Propaganda und kleine Agenturen in Honiara – meide touristische Plattformen oder internationale Sites, da sie höhere Preise haben. Der Markt ist klein und informell; Englisch/Pijin-Kenntnisse und ein lokaler Helfer sind entscheidend.

Lokale Agenturen & Netzwerke auf den Salomonen

  • Real Estate Agenturen in Honiara (z. B. South Pacific Realty oder kleine Büros am Point Cruz-Markt): Sie vermitteln einfache Häuser/Apartments für 230 bis 700 €/Monat; Provision meist vom Vermieter, für Residents kostenlos.
  • Community-Netzwerke: Viele Expats/Rentner finden über Expat-Gruppen in Honiara günstige Deals direkt von Locals.

Vor-Ort-Suche & Mundpropaganda auf den Salomonen

  • Markt & Straßen in Honiara: Schilder „House for Rent“ oder „Room to Let“ abchecken, Receptionen von Guesthouses/Hotels fragen – oft führen zu ungelisteten Apartments in Guadalcanal-Vierteln.
  • Facebook-Gruppen wie „Solomon Islands Expats“ oder „Honiara Rentals Long Term“ (lokal, nicht touristisch): Postings von Privatvermietern.

Konkrete Schritte

  • Resident Permit sichern (Department of Immigration Honiara: Nachweis 1.750 €/Monat, Unterkunftsnachweis).
  • Erst 1 bis 2 Monate Guesthouse (300 bis 500 €), dann Netzwerke nutzen für Langzeit.
  • Vertrag prüfen: Monatsmiete im Voraus, Kaution 1 bis 2 Monate; ländliche Inseln günstiger via Boot/Flug-Kontakte.

Grobe Gesamtsumme für 50 qm/Monat (Strom+Wasser+Müll+Internet):

  • Stadt (Honiara): ca. 180 bis 280 €/Monat (stark abhängig von Internet-Tarif und Stromverbrauch)
  • Land: ca. 20 bis 60 €/Monat, dafür aber oft eingeschränkter oder gar kein Zugang zu Strom, Leitungswasser und Internet

Einzelposten im Überblick

Strom

  • Städte (Honiara): ca. 0,65 bis 0,70 €/kWh für Haushaltskunden. Für eine 50-qm-Wohnung mit normalem Verbrauch (ca. 120 bis 180 kWh/Monat) macht das rund 80 bis 130 €/Monat.
  • Land: Oft kein Netzanschluss; Stromausfälle sind in den Salomonen sehr häufig und können von Stunden bis zu Wochen dauern. Viele Haushalte nutzen Solar oder Dieselgeneratoren – Kosten schwanken stark, grob 10 bis 40 €/Monat (plus einmalige Anschaffung).

Wasser

  • Städte: Wasser kostet für Haushaltskunden etwa 1,08 Euro pro 1000 Liter – für eine kleine Wohnung damit nur ca. 5 bis 12 €/Monat.
  • Land: meist Regenwassertanks oder Brunnen – praktisch keine laufenden Kosten, außer gelegentlicher Wartung/Filter.

Müll

  • Städte: wird meist zusammen mit Strom/Wasser als „Nebenkosten“ abgerechnet, geschätzt 5 bis 10 €/Monat.
  • Land: in der Regel keine offizielle Müllabholung (selbst entsorgt/verbrannt) → keine Kosten.

Internet

  • Städte: Festnetz-Breitband ist ausgesprochen teuer. Ein 8-Mbps-Anschluss liegt laut Preisvergleichsportalen bei rund 90 bis 100 €/Monat in Honiara; schnellere Anschlüsse und mobile Daten können je nach Anbieter deutlich mehr kosten
  • Land: meist nur mobiles 2G/3G-Netz oder gar keine Abdeckung – rund 75 % der ländlichen Bevölkerung hat nur 2G-Abdeckung oder gar keine. Wo verfügbar, ist mobiles Datenvolumen pro GB sehr teuer.

Spezielle Faktoren in ländlichen Gebieten

  • In vielen Außeninseln gibt es keinen Anschluss ans Stromnetz, oder nur Solar‑ bzw. Dieselgeneratoren. Stromkosten sind daher sehr unterschiedlich – hohe Fixkosten, eingeschränkte Nutzung etc.
  • Wasser: Rohrleitungen und Versorgung sind oft schlechter, womöglich Nutzung von Regenwasser oder Transport des Wassers.
  • Internet: oft langsamer, instabiler, ggf. teurer wenn über Satellit etc.
  • Müllentsorgung: vielleicht weniger formell, eventuell Eigenlösung oder kein regelmäßiger Dienst → geringe Kosten, aber Aufwand und Transport können hoch sein.

Insgesamt liegen die Lebensmittelkosten auf den Salomonen nur etwa 11 bis 12 % niedriger als in Deutschland – das mag überraschen, da die Salomonen ein Niedrigeinkommensland sind. Der Grund: Bei vielen Grundnahrungsmitteln sind die Salomonen sogar teurer, weil ein großer Teil importiert werden muss (Inselstaat, hohe Transport- und Fährkosten).

Was ist teuer, was billig?

  • Teuer: Milchprodukte, Eier, importierte Früchte, Restaurants/Fast Food auf den Salomonen
  • Billig: lokale Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln, Zwiebeln, Brot sind auf den Salomonen z. T. günstiger

Stadt vs. Land auf den Salomonen

  • Honiara (Hauptstadt) ist am teuersten, da hier die meiste Nachfrage und die meisten importierten/verarbeiteten Produkte verkauft werden.
  • In kleineren Zentren wie Auki, Gizo und Noro sind die Preise wegen geringerer Nachfrage meist niedriger – allerdings sind entlegene Orte wie Gizo/Noro bei importierten Waren wegen höherer Transportkosten wieder teurer.
  • Ländliche Gebiete (wo ca. 80 % der Bevölkerung leben) sind bei lokal produzierten Lebensmitteln (Fisch, Kokosnuss, Taro, Süßkartoffel, Gemüse aus Subsistenzwirtschaft) meist deutlich günstiger, da kaum Zwischenhandel und Transport nötig sind.

Insgesamt sind Hygieneprodukte 150 bis 250 % teurer als in Deutschland durch Importzölle und Logistik. Auf Inseln außerhalb Honiara sind die Kosten noch höher.

Öffentliche Busse und Taxis sind in Städten verbreitet, auf dem Land dagegen sind Verkehrsmittel seltener und Infrastruktur begrenzt. Insgesamt sind Transportkosten relativ niedrig, jedoch schwankt die Verfügbarkeit stark je nach Region.

Hauptverkehrsmittel

  • Minibusse („public or shared vans“)
  • kleine Busse
  • Taxis
  • Motorräder
  • Boote oder „banana boats“ auf Inselverbindungen
  • auf Außeninseln oft auch offene Trucks oder geteilte Fahrzeuge.

Die durchschnittlichen Transportkosten auf den Salomonen sind:

  • Öffentlicher Verkehr (vor allem Kleinbusse in und um Honiara): Einzelfahrt ca. 0,30 bis 0,80 EUR
  • Monatliche Fahrkarte für Busse liegt bei etwa bei 22 bis 30 EUR
  • Taxis in Städten wie Honiara fahren ohne Taxameter, Preise für kurze Strecken liegen meist zwischen 2,00 und 4,50 € (20-50 SBD); es empfiehlt sich, den Preis vor Fahrtantritt auszuhandeln.
    • Grundgebühr: 1,10 bis 1,20 EUR (10 SBD)
    • Pro Kilometer: 1,10 bis 1,20 EUR/km (10 SBD/km)
  • Wartepauschale: ca. 10 bis 12 EUR/Stunde
  • Trampen gegen Gebühr ist eine verbreitete und günstige Möglichkeit, um auch auf dem Land zu reisen.
  • Mietwagen sind verfügbar, Tagesmieten liegen oft zwischen 20 und 40 €.
    • Benzin / Kraftstoff ca. 1,30 bis 1,50 EUR/Liter (etwa 12‑14 SBD/Liter)

Stadt vs. Land / Außeninseln:

Wo ist teurer, wo billiger

  • In der Stadt (z. B. Honiara) sind Busfahrten, Taxis und benzinbetriebene Fahrzeuge verfügbar und vergleichsweise günstiger, weil die Infrastruktur vorhanden ist.
  • Auf Außeninseln / ländlichen Gebieten gibt es meistens weniger Busse, manchmal gar keinen formalen Service, oft sind Transportmittel improvisiert (geteilte Trucks, Boote etc.). Die Kosten können höher sein, besonders für längere Strecken oder wenn Treibstoff oder Bootsfahrt nötig sind.
  • Entfernung macht viel aus: Der Fahrpreis pro Kilometer mit dem Taxi bleibt oft ähnlich, aber Fixkosten wie Bootstransfer oder Bootcharter steigen stark, weil Transportwege und Logistik auf Inseln schwieriger sind.

Im Vergleich zu Deutschland sind Kleidungskosten auf den Salomonen im Durchschnitt etwa 20 bis 30 % günstiger, Freizeitkosten je nach Angebot auch etwas niedriger, gerade außerhalb der Städte.

Vergleich zu Deutschland:

  • Kleidung:
    • 2 bis 3x teurer als in Deutschland (durch Importkosten)
  • Freizeitaktivitäten:
    • Deutlich günstiger – Kino ca. 60 % billiger, Fitness 80 % günstiger

Stadt-Land-Gefälle:

  • Honiara:
    • Vollsortiment verfügbar, höchste Preise
  • Provinzstädte:
    • 20 bis 30 % günstiger als in der Hauptstadt, begrenzte Auswahl
  • Ländliche Gebiete:
    • Kaum Markenkleidung verfügbar, lokale/Second-Hand-Optionen deutlich günstiger
    • In ländlichen Gegenden / Außeninseln sind Marken‑Kleidung und importierte Artikel oft teurer wegen Transport, Zölle etc.
    • Freizeitangebote sind seltener, oft weniger Auswahl – Kino, Gym, etc. gibt es vielleicht nicht oder nur eingeschränkt. Wenn vorhanden, Preise sind oft ähnlich oder etwas höher, besonders wenn Equipment oder Strom nötig sind.

So viel bezahlt man in Honiara im Vergleich zu Berlin

Man benötigt derzeit (12/2025) in Honiara rund 4.750 €, um den gleichen Lebensstandard aufrechtzuerhalten, den man mit 4.000 € in Berlin hat (vorausgesetzt, man mietet in den Städten).

  • Verbraucherpreise in Honiara sind 40,3 % höher als in Berlin (ohne Miete)
  • Verbraucherpreise in Honiara sind 18,8 % höher als in Berlin (einschließlich Miete)
  • Die Mietpreise in Honiara sind 34,9 % niedriger als in Berlin
  • Die Restaurantpreise in Honiara sind 34,8 % niedriger als in Berlin
  • Lebensmittelpreise in Honiara sind 1,8 % niedriger als in Berlin
  • Die lokale Kaufkraft in Honiara ist 82,3 % niedriger als in Berlin

Was ist die Preisspanne von Lebensmitteln, Transport, Kleidung, Mieten in Honiara

Durchschnittliche Restaurant- und Lebenshaltungskosten in Honiara

Daten von 01/2025 bis 12/2025
Quelle: numbeo.com

Restaurantpreise in Honiara

Lebensmittel- und Getränkepreise in Honiara

Durchschnittliche Kosten für Nahverkehr, Nebenkosten, Kleidung, Freizeit, Bildung in Honiara

Daten von 01/2025 bis 12/2025
Quelle: numbeo.com

Transportkosten in Honiara

Wohnnebenkosten in Honiara

Preise für Kleidung und Freizeit in Honiara

Kosten für Bildung in Honiara

Durchschnittliche Mietpreise / Kaufpreise und Gehälter in Honiara

Daten von 01/2025 bis 12/2025
Quelle: numbeo.com

Mietpreise / Kaufpreise in Honiara

Gehälter in Honiara

Hilfen für einen sorglosen Umzug nach den Salomonen

Nachfolgend findest du alle Hilfen für deine sorglose Auswanderung nach den Salomonen, vom ersten Schritt bis zur erfolgreichen Integration. Die Links führen zu den jeweiligen Angeboten, Hilfen und Dienstleistungen.

Ivonne Harmening
Ivonne Harmening
Autor

„Ich bin Ivonne Harmening – und Auswandern ist nicht nur mein Beruf, sondern mein Leben. Seit 2005 lebe ich selbst im Ausland und habe in diesen 20 Jahren so ziemlich alles erlebt, was das Auswanderer-Leben zu bieten hat: die Aufregung des Neuanfangs, die Tücken der Bürokratie, das Staunen über fremde Kulturen und das tiefe Gefühl, endlich angekommen zu sein.

Auf den Salomonen habe ich selbst nicht gelebt – aber wenn ich über Lebenshaltungskosten und Mieten schreibe, steckt da weit mehr drin als nur Zahlen aus dem Internet. Ich weiß, worauf es wirklich ankommt, wenn man plant, sein Leben in ein anderes Land zu verlagern. Und genau das versuche ich in jeden meiner Artikel einfließen zu lassen: ehrliche, praxisnahe Informationen, die dir helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen.

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Zuletzt aktualisiert: 23. Juli 2026 von Ivonne Harmening (Expat seit 2005)