Auswandern auf die kroatischen Inseln: Hvar, Brač und Korčula im Vergleich

Wenn du an ein Leben am Meer denkst, tauchen wahrscheinlich Bilder von türkisfarbenem Wasser, Pinienduft und schmalen Gassen aus hellem Kalkstein vor deinem inneren Auge auf. Genau das bieten dir die kroatischen Inseln Hvar, Brač und Korčula, und zwar nicht nur als Urlaubskulisse, sondern als reale Option für ein neues Leben. Als EU-Bürger genießt du hier einen enormen Vorteil gegenüber Auswanderern aus Nicht-EU-Staaten: Du kannst dich ohne Visum niederlassen, ohne Arbeitserlaubnis Fuß fassen und dein Sozialversicherungssystem größtenteils mitnehmen. Das macht die Hürde für den Umzug spürbar niedriger als in vielen anderen beliebten Auswanderungszielen.

Kroatien-Hvar-Bucht
Hvar, Bucht

Die drei Inseln unterscheiden sich deutlich in Charakter und Tempo. Hvar ist glamourös und international, mit einem ausgeprägten Nachtleben in der Hauptstadt und ruhigen Dörfern im Hinterland. Brač punktet mit Bodenständigkeit, dem berühmten Strand Zlatni Rat und einer wachsenden Zahl an Zuzüglern, die das ganze Jahr über bleiben. Korčula wiederum gilt als die grünste und geschichtsträchtigste der drei Inseln, mit einer Altstadt, die architektonisch an Dubrovnik im Kleinformat erinnert, und einer Weinbautradition, die bis in die griechische Antike zurückreicht. Gemeinsam haben alle drei ein mediterranes Klima, gute Fährverbindungen zum Festland und eine überschaubare, aber wachsende Auswanderer-Community.

In diesem Artikel bekommst du einen strukturierten Überblick über die wichtigsten Teilregionen der drei Inseln, dazu alle praktischen Informationen zu Klima, Aufenthaltsrecht, Steuern, Krankenversicherung, Lebenshaltungskosten und der deutschsprachigen Community vor Ort. So kannst du für dich einschätzen, ob und wo ein Leben auf den kroatischen Inseln zu deiner Lebenssituation passt, egal ob du als Rentner, Familie, Angestellter im Homeoffice oder Selbstständiger planst.

Die wichtigsten Teilregionen

Hvar Stadt

Die Inselhauptstadt ist das touristische und gesellschaftliche Zentrum von Hvar, bekannt für ihre venezianische Architektur, die Festung oberhalb der Stadt und ein Nachtleben, das im Sommer bis in den frühen Morgen reicht. Die Infrastruktur ist für kroatische Verhältnisse hervorragend: Supermärkte, Ärzte, Apotheken, eine gute Fährverbindung nach Split und zahlreiche internationale Restaurants sind fußläufig erreichbar.

Für wen geeignet: Berufstätige mit Remote-Job und Selbstständige, die urbanes Flair und internationale Kontakte schätzen, sowie alle, die kein Problem mit touristischem Trubel in den Sommermonaten haben.

Besonderheit: Von Mai bis September ist die Stadt stark auf Yachttourismus und Partygäste ausgerichtet, was Mieten und Preise saisonal deutlich nach oben treibt.

Stari Grad (Hvar)

Stari Grad ist die älteste Stadt Europas und liegt geschützt in einer langen Bucht auf der Nordseite der Insel. Hier geht es deutlich ruhiger zu als in Hvar Stadt, dennoch gibt es eine solide Grundversorgung mit Ärzten, Schule und regelmäßiger Fährverbindung zum Festland nach Split.

Für wen geeignet: Familien und Rentner, die Ruhe suchen, aber nicht komplett auf Infrastruktur verzichten wollen.

Besonderheit: Die fruchtbare Ebene Stari Grad Polje rund um die Stadt steht auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste und prägt bis heute den Weinbau der Region.

Jelsa und Vrboska

Diese beiden Orte im Nordosten von Hvar sind bekannt für ihre geschützten Buchten, das ruhigere Tempo und eine wachsende Zahl an ausländischen Zuzüglern, die sich hier dauerhaft niederlassen. Vrboska wird wegen seiner Kanäle auch als kleines Venedig bezeichnet.

Für wen geeignet: Familien mit Kindern und Paare mittleren Alters, die ein authentisches Dorfleben mit Meerblick suchen.

Besonderheit: Jelsa hat eine der aktivsten Grundschulen der Insel und ist damit eine der wenigen Optionen auf Hvar, die für Familien mit schulpflichtigen Kindern wirklich praktikabel sind.

Supetar (Brač)

Supetar ist die größte Stadt auf Brač und der Hauptanlaufhafen für die Fähre von Split, die Fahrt dauert nur etwa 50 Minuten. Die Stadt hat einen belebten Ortskern mit Cafés, Geschäften des täglichen Bedarfs und einer wachsenden Zahl an ganzjährigen Bewohnern, auch aus dem Ausland.

Für wen geeignet: Pendler, die regelmäßig aufs Festland müssen, sowie Rentner und Selbstständige, die eine gute Anbindung ohne Großstadthektik wollen.

Besonderheit: Die kurze und häufige Fährverbindung macht Supetar zur praktikabelsten Basis auf Brač für alle, die beruflich oder privat oft nach Split müssen.

Bol

Bol liegt auf der Südseite von Brač und ist weltbekannt für den Strand Zlatni Rat, dessen Form sich je nach Wind und Strömung verändert. Der Ort lebt stark vom Tourismus, hat aber auch außerhalb der Saison ein eigenständiges Ortsleben mit alteingesessenen Familien.

Für wen geeignet: Wassersportbegeisterte und alle, die ein Leben mit direktem Strandzugang priorisieren, weniger geeignet für alltagsorientierte Familien mit begrenztem Budget.

Besonderheit: Die Nordseite des dahinterliegenden Berges Vidova Gora, mit 778 Metern der höchste Punkt aller kroatischen Inseln, bietet ein deutlich kühleres Mikroklima für Wanderungen im Hochsommer.

Milna und Sutivan

Diese beiden kleineren Orte auf der Westseite von Brač bieten ein ruhigeres, weniger touristisches Leben. Milna ist bekannt für seinen geschützten Naturhafen und zieht zunehmend Segler und Langzeitmieter an, Sutivan punktet mit einer kompakten, familienfreundlichen Struktur.

Für wen geeignet: Rentner und Freiberufler, die Ruhe und niedrigere Mieten einer touristischen Adresse vorziehen.

Besonderheit: Beide Orte liegen abseits der Hauptreiserouten, wodurch die Lebenshaltungskosten spürbar unter denen von Bol oder Supetar liegen.

Korčula Stadt

Die ummauerte Altstadt von Korčula gilt architektonisch als kleine Schwester von Dubrovnik, mit engen Gassen im charakteristischen Fischgrätenmuster, die für Kühlung im Sommer sorgen. Die Stadt hat gute medizinische Grundversorgung, mehrere Schulen und eine der stabilsten Fährverbindungen der Insel, sowohl nach Split als auch saisonal direkt nach Dubrovnik.

Für wen geeignet: Familien und Berufstätige, die urbane Infrastruktur mit historischem Flair verbinden wollen.

Besonderheit: Die Stadt beansprucht für sich, Geburtsort von Marco Polo zu sein, was ihr über die Sommermonate ein überdurchschnittliches Touristenaufkommen beschert.

Vela Luka und Blato

Diese beiden größeren Orte im Westen von Korčula sind deutlich weniger touristisch geprägt als die Inselhauptstadt und haben eine eigene, lokal verankerte Wirtschaft, unter anderem durch Fischerei und Landwirtschaft. Vela Luka hat den zweitgrößten Naturhafen der Adria und eine gute Fährverbindung zum Festland nach Split.

Für wen geeignet: Selbstständige und Familien mit begrenztem Budget, die günstigeres Wohnen suchen und dafür etwas mehr Fahrzeit zu touristischen Zentren in Kauf nehmen.

Besonderheit: Die Region um Blato ist landwirtschaftlich geprägt und bietet die Möglichkeit, selbst Oliven- oder Weinanbau zu betreiben, ein Lebensstil, den viele Zuzügler hier bewusst suchen.

Klima & Naturrisiken

Alle drei Inseln haben ein typisch mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden, regenreicheren Wintern. Die Sommertemperaturen liegen häufig zwischen 28 und 34 Grad, während die Winter selten unter 5 Grad fallen, Schnee ist eine Rarität. Der Frühling und Herbst gelten als die angenehmsten Jahreszeiten mit stabilem Wetter bei 18 bis 24 Grad, ideal für alle, die das ganze Jahr über draußen aktiv sein wollen.

Naturkatastrophen im klassischen Sinn wie Hurrikane oder Überschwemmungen spielen hier praktisch keine Rolle. Relevanter sind zwei andere Faktoren: Erdbeben und Waldbrände. Kroatien liegt in einer seismisch aktiven Zone, größere Erdbeben treffen aber vor allem das Festland um Zagreb, die Inseln selbst gelten als vergleichsweise ruhig. Waldbrandgefahr besteht dagegen real, besonders in den trockenen Sommermonaten Juli und August, wenn die Bora- und Jugo-Winde Feuer schnell ausbreiten können. Rauchverbote in Wäldern und offizielle Warnstufen werden in der Hochsaison konsequent durchgesetzt. Ein weiterer saisonaler Faktor ist die Bora, ein kalter, teils sehr böiger Fallwind, der besonders im Winter die Fährverbindungen zwischen den Inseln und dem Festland zeitweise lahmlegen kann. Wer auf regelmäßige Anbindung angewiesen ist, sollte das bei der Wohnortwahl mitdenken.

Visum & Aufenthalt

Als deutscher Staatsangehöriger profitierst du von der EU-Personenfreizügigkeit, seit Kroatien 2013 der Europäischen Union beigetreten ist. Für die ersten 90 Tage brauchst du weder Visum noch Anmeldung, dein Personalausweis oder Reisepass genügt. Planst du einen längeren oder dauerhaften Aufenthalt, musst du dich bei der örtlichen Polizeibehörde, dem sogenannten MUP, anmelden. Dafür benötigst du in der Regel einen gültigen Ausweis, einen Einkommensnachweis, beispielsweise deinen Rentenbescheid oder Arbeitsvertrag, einen Nachweis über Krankenversicherungsschutz sowie einen Miet- oder Eigentumsnachweis für deine Unterkunft. Die Anmeldung ist kostengünstig und wird meist innerhalb weniger Tage bearbeitet, du erhältst eine Aufenthaltsbescheinigung, die fünf Jahre gültig ist.

Nach fünf Jahren ununterbrochenem, rechtmäßigem Aufenthalt kannst du einen Antrag auf Daueraufenthalt stellen. Voraussetzungen sind stabile finanzielle Mittel, ein geregelter Wohnsitz, ausreichender Krankenversicherungsschutz und mittlerweile auch Grundkenntnisse der kroatischen Sprache. Die Einbürgerung selbst ist grundsätzlich nach acht Jahren Aufenthalt möglich, verlangt aber in der Regel den Verzicht auf die deutsche Staatsangehörigkeit, mit wenigen Ausnahmen. Für Rentner ist der Weg besonders unkompliziert, da ein Rentenbescheid als stabiler Einkommensnachweis anerkannt wird. Wichtig für alle Berufstätigen: Als EU-Bürger benötigst du keine gesonderte Arbeitserlaubnis und kannst dich frei auf dem kroatischen Arbeitsmarkt bewerben oder dich selbstständig machen. Das viel diskutierte kroatische Digital-Nomad-Visum ist für Deutsche schlicht irrelevant, es richtet sich ausschließlich an Staatsangehörige außerhalb der EU und des EWR.

Steuern

Ziehst du deinen gewöhnlichen Aufenthalt nach Kroatien um und hältst dich dort mehr als 183 Tage im Jahr auf, wirst du dort grundsätzlich unbeschränkt steuerpflichtig, das betrifft dann in der Regel dein weltweites Einkommen. Die kroatische Einkommensteuer arbeitet mit zwei Stufen, ungefähr 20 Prozent bis zu einem Jahreseinkommen von rund 50.000 Euro und 30 Prozent auf den Betrag darüber, wobei die genauen Schwellen jährlich angepasst werden können. Zwischen Deutschland und Kroatien besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen, das verhindert, dass du auf dieselben Einkünfte zweimal Steuern zahlst. Für Rentner bedeutet das häufig, dass die deutsche Rente nicht mehr in Deutschland, sondern in Kroatien versteuert wird, was je nach Rentenhöhe steuerlich attraktiv sein kann.

Für Selbstständige und Freiberufler gibt es in Kroatien vereinfachte Besteuerungsmodelle für kleinere Umsätze, die im Vergleich zu Deutschland spürbar niedrigere Abgaben bedeuten können. Dennoch gilt: Die konkrete steuerliche Einordnung hängt stark von deiner individuellen Situation ab, etwa davon, ob du Angestellter, Selbstständiger oder Rentner bist und wo genau dein Lebensmittelpunkt liegt. Diese Übersicht ersetzt keine individuelle Steuerberatung, sie dient dir als erste Orientierung, bevor du dich mit einem Steuerberater in Deutschland oder Kroatien konkret abstimmst.

Krankenversicherung

Als gesetzlich Krankenversicherter kannst du für vorübergehende Aufenthalte deine europäische Krankenversicherungskarte, die EHIC, nutzen, die dir eine medizinisch notwendige Behandlung im öffentlichen kroatischen Gesundheitssystem sichert. Sobald du deinen dauerhaften Wohnsitz nach Kroatien verlegst, ändert sich das jedoch: Du musst dich entweder ins kroatische Krankenversicherungssystem einschreiben oder eine andere geeignete Absicherung nachweisen. Rentner können in der Regel über das Formular S1 ihrer deutschen Krankenkasse ins kroatische System aufgenommen werden, ohne dort zusätzlich einzuzahlen.

Für Berufstätige und Selbstständige, die in Kroatien arbeiten oder sich dort ansiedeln, wird meist eine Einschreibung in die staatliche kroatische Krankenversicherung HZZO fällig, verbunden mit laufenden Beiträgen. Das öffentliche System auf den Inseln ist grundsätzlich funktionsfähig, allerdings sind größere medizinische Zentren mit Fachärzten und Spezialkliniken meist auf dem Festland konzentriert, etwa in Split. Wer dauerhaft auf einer Insel lebt, sollte sich also frühzeitig überlegen, wie er im Notfall schnell aufs Festland kommt. Private Zusatzversicherungen sind auf den Inseln weit verbreitet und kosten je nach Alter und Leistungsumfang meist zwischen 50 und 150 Euro im Monat, sie verkürzen vor allem Wartezeiten und ermöglichen den Zugang zu privaten Kliniken mit besserer Ausstattung.

Lebenshaltungskosten

Innerhalb der drei Inseln gibt es spürbare Preisunterschiede. Hvar Stadt ist mit Abstand die teuerste Adresse, Mieten für eine Zweizimmerwohnung können in der Hauptsaison das Mehrfache der Nebensaisonpreise erreichen, ganzjährig kalkulierst du realistisch mit 700 bis 1.200 Euro Kaltmiete. Ruhigere Orte wie Jelsa, Stari Grad oder Vrboska liegen deutlich darunter, oft im Bereich von 450 bis 700 Euro. Auf Brač ist Bol wegen seiner touristischen Anziehungskraft am teuersten, während Milna, Sutivan und das Umland von Supetar günstiger bleiben, hier sind 400 bis 650 Euro für eine vergleichbare Wohnung realistisch. Korčula bewegt sich insgesamt im mittleren Preissegment, wobei die Stadt Korčula selbst spürbar teurer ist als Vela Luka oder Blato im Westen der Insel.

Als grobe Orientierung im Vergleich zu einer mittelgroßen deutschen Stadt: Lebensmittel und Restaurantbesuche liegen auf den Inseln oft leicht unter deutschem Niveau, importierte Produkte und alles, was mit Booten transportiert werden muss, können dagegen teurer sein als auf dem Festland. Nebenkosten wie Strom und Wasser bewegen sich in ähnlichen Größenordnungen wie in Deutschland, Internet und Mobilfunk sind meist günstiger. Der größte Kostentreiber ist eindeutig die Saisonalität: Wer im Sommer eine Wohnung sucht oder Handwerkerleistungen braucht, zahlt deutlich mehr als im Winterhalbjahr, und wer ein eigenes Auto oder Boot besitzt, sollte Wartung, Fährüberfahrten und die insgesamt höheren Fahrzeugkosten der Inselregion einkalkulieren.

Deutschsprachige Community

Verglichen mit etablierten deutschen Auswanderungszielen wie Spanien oder Portugal ist die deutschsprachige Präsenz auf den kroatischen Inseln deutlich kleiner, aber sie wächst spürbar, vor allem seit dem EU- und Schengen-Beitritt Kroatiens. Konzentriert findet sie sich am ehesten in Hvar Stadt und in Korčula Stadt, wo internationale Zuzügler und Ferienhausbesitzer aus Deutschland und Österreich informelle Netzwerke gebildet haben, häufig organisiert über Facebook-Gruppen und lokale Expat-Treffen statt über feste Vereine. Auf Brač ist die Szene kleiner, aber ebenfalls präsent, insbesondere rund um Supetar und Bol, wo deutschsprachige Ferienimmobilienbesitzer regelmäßig vor Ort sind.

Feste deutschsprachige Dienstleister wie Ärzte, Steuerberater oder Notare sind auf den Inseln selbst kaum zu finden, hierfür lohnt sich meist der Weg nach Split, wo eine größere internationale und teils deutschsprachige Infrastruktur existiert. Viele Immobilienmakler, die sich auf ausländische Käufer spezialisiert haben, sprechen jedoch Deutsch und können beim Einstieg helfen. Insgesamt gilt: Wer aktiv auf ein dichtes deutschsprachiges Umfeld angewiesen ist, findet auf den Inseln weniger Struktur als in etablierteren Zielen, wer dagegen offen für kroatischen und internationalen Alltag ist, wird schnell in lokale und expat-übergreifende Netzwerke eingebunden.

Autorenkommentar

Inselleben bedeutet Rhythmus, nicht Beschleunigung. Was mir an diesen drei kroatischen Inseln besonders auffällt, ist die Kombination aus EU-Rechtssicherheit und einem Alltag, der trotzdem noch spürbar langsamer tickt als auf dem Festland. Das ist kein Widerspruch, sondern genau die Mischung, die viele Auswanderer suchen: europäische Standards bei Aufenthalt und Gesundheitsversorgung, gepaart mit einem Lebenstempo, das sich an Fährzeiten statt an Stoßverkehr orientiert.

Wenn du dich für eine dieser Inseln entscheidest, plane die Wintermonate realistisch ein, denn dann zeigt sich, ob ein Ort für dich als Wohnort taugt oder nur als Feriendomizil funktioniert. Fahr im Januar oder Februar hin, sprich mit Menschen, die dort das ganze Jahr leben, und schau dir an, wie viele Geschäfte und Ärzte außerhalb der Saison überhaupt geöffnet haben. Diese Perspektive bekommst du im August nie, dort wirkt jede Insel lebendig. Die Wahrheit über einen Wohnort zeigt sich im tiefsten Winter, nicht am Strand.

Jan Harmening, Expat seit 2005 (Über uns)

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