Bevölkerung Kasachstans: Ethnien, Mentalität und Alltag im Überblick

Kasachstan ist eines der faszinierendsten und am stärksten unterschätzten Länder der Welt – nicht nur wegen seiner schieren Größe, sondern wegen der außergewöhnlichen Vielfalt seiner Bevölkerung. Mit einer Fläche von rund 2,7 Millionen km² ist Kasachstan das drittgrößte Land in Asien und das neuntgrößte der Welt – bei gerade einmal 7,6 Einwohnern pro km² gehört es damit zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Erde. Wer auswandert oder längere Zeit im Land lebt, trifft auf eine Gesellschaft, die tief in nomadischen Traditionen verwurzelt ist und gleichzeitig mit großem Tempo in die Moderne aufbricht.

Kasachstan - Sojus-Rakete
Kasachstan – Sojus-Rakete

Wie viele Menschen leben in Kasachstan?

Die Gesamtbevölkerung Kasachstans betrug im Jahr 2023 rund 20,3 Millionen Einwohner, für 2024 wird ein Anstieg auf rund 20,6 Millionen prognostiziert. Bis 2050 soll die Bevölkerung laut UN-Prognosen auf etwa 26,5 Millionen wachsen. Das Wachstum ist dabei nicht gleichmäßig über das riesige Staatsgebiet verteilt: Die Metropolen Almaty und Astana ziehen nach wie vor die meisten Zuzügler an, während weite Steppen- und Wüstenregionen kaum besiedelt sind.

Ethnien: Wer lebt in Kasachstan?

Kasachstan ist eine der ethnisch vielfältigsten Gesellschaften Zentralasiens. In der zentralasiatischen Republik leben mehr als hundert verschiedene ethnische Gruppen, und die verschiedenen Religionsgemeinschaften tun dies weitgehend ohne größere Konflikte. Die Volksgruppen im Überblick:

Kasachen stellen mit 71 % die größte Gruppe, gefolgt von Russen mit 14,9 %, Usbeken mit 3,3 %, Ukrainern mit 1,9 %, Uiguren mit 1,5 %, Deutschen mit 1,1 % und Tataren mit 1 %. Türken, Koreaner und Aserbaidschaner sind ebenfalls nennenswert vertreten.

Alt und Jung
Alt und Jung

Die historische Ursache dieser Vielfalt liegt teilweise im Stalinismus: In den 1930er bis 1950er Jahren wurden verschiedene Minderheiten wie Wolgadeutsche, Griechen, Polen, Ukrainer und Krimtataren in Arbeitslager interniert – oft allein aufgrund ihrer Herkunft. Das macht Kasachstan zu einem der wenigen Orte der Welt, an denen germanische, griechische, indo-iranische, koreanische und türkische Gruppen gemeinsam in ländlicher Umgebung leben. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wanderten viele Russlanddeutsche und Russen aus, was die ethnische Zusammensetzung deutlich veränderte.

Sprachen: Kasachisch und Russisch Seite an Seite

Die Sprachsituation im Land ist komplex und im Wandel begriffen. Kasachisch und Russisch sind beide Amtssprachen – in der Praxis dominiert je nach Altersgruppe und Region mal die eine, mal die andere. Nach dem Zensus von 1989, kurz vor der Staatsgründung, sprachen mehr als 80 % der Bevölkerung Russisch entweder als Muttersprache oder als Fremdsprache. Auch 64 % der Kasachen gaben beim Zensus 1989 an, das Russische flüssig zu sprechen.

Heute dreht sich das Verhältnis langsam: Kasachisch wird aktiv gefördert, und junge Kasachen legen großen Wert darauf, die Muttersprache ihrer Vorfahren fließend zu beherrschen. Gleichzeitig hat Englisch in den Städten stark an Bedeutung gewonnen, besonders unter der gebildeten Mittelschicht und in der Geschäftswelt.

Religion: Islam und orthodoxes Christentum

Die muslimische Bevölkerung stellt die Mehrheit dar. Kasachstan ist mehrheitlich sunnitisch-muslimisch geprägt, doch der Islam wird hier traditionell moderat gelebt – stark beeinflusst durch die nomadische Vergangenheit und die sowjetische Ära. Religiöser Extremismus ist gesellschaftlich nicht verankert, wird vom Staat auch aktiv bekämpft.

Die russischsprachige Minderheit ist überwiegend russisch-orthodox. Daneben gibt es nennenswerte Gemeinden von Protestanten, Katholiken und anderen Konfessionen, besonders in den von Russlanddeutschen geprägten Regionen. Das Zusammenleben der Religionen ist im Alltag weitgehend reibungslos.

Nomadische Wurzeln und ihre heutigen Auswirkungen

Um die Mentalität der Kasachen zu verstehen, musst du einen Blick in die Geschichte werfen. Kasachstan war seit der Antike ein Wohnort verschiedener Nomadenstämme, die auf der Suche nach Weideland Hunderte von Kilometern durch Steppen und Berge zogen. Unter dem Einfluss dieses nomadischen Lebensstils entstanden Traditionen und Bräuche, die den Menschen halfen, unter harten Bedingungen zu überleben.

Diese Vergangenheit prägt die kasachische Gesellschaft bis heute in drei zentralen Bereichen: dem tiefen Familiensinn, der legendären Gastfreundschaft und dem ausgeprägten Gemeinschaftsgefühl.

Gastfreundschaft: Das Herzstück kasachischer Kultur

Wenn du eine einzige Eigenschaft nennen müsstest, die Kasachstan von anderen Ländern unterscheidet, wäre es die Gastfreundschaft. Gastfreundschaft – auf Kasachisch ‚qonaqzhailyq‘ – ist einer der am tiefsten verwurzelten Werte der kasachischen Kultur, verwurzelt in der nomadischen Lebensweise. Seit Jahrhunderten erforderten die weiten Steppen gegenseitige Hilfe und Großzügigkeit, wodurch die Tradition der Begrüßung von Gästen zu einem Grundpfeiler gesellschaftlicher Harmonie wurde.

Als die nomadische Lebensweise noch prägend war, wurde jeder Wanderer oder Reisende vertrauensvoll in die Jurte eingeladen, mit einem reichhaltigen Abendessen genährt und durfte sich ausruhen – erst danach konnte der Gastgeber fragen, wer diese Person war und wohin sie ging. Dieses Prinzip gilt im Kern bis heute: Laut Tradition wird jeder Gast mit Nahrung, Unterkunft und Aufmerksamkeit empfangen, selbst wenn er ein Fremder ist.

Ein Besuch bei kasachischen Gastgebern beginnt traditionell mit Tee (mit Milch oder Sahne), Baursaks (frittierte Teigrollen), Kumys (gegorene Stutenmilch) oder Schubat (Kamelmilch) – bevor das eigentliche Essen aufgetischt wird. Der Dastarhan, der reich gedeckte Tisch, ist dabei das Symbol der Gastfreundschaft, an dem sich heute Kasachen und Vertreter aller anderen Nationen gleichermaßen versammeln.

Haltung gegenüber Ausländern und Einwanderern

Ausländer werden in Kasachstan in der Regel herzlich und mit ehrlicher Neugier empfangen. Kasachen sind ausgesprochen gastfreundlich und warmherzig. Wenn Angestellte in Supermärkten oder Apotheken merken, dass jemand kein Russisch spricht, versuchen sie meist durch Zeichensprache oder wenige englische Wörter Dinge zu erklären, damit Ausländer es trotzdem verstehen. Die meisten Kasachen zeigen echtes Interesse an ihrem Gegenüber – Lob und Freundschaft kommen dabei von Herzen.

Gleichzeitig gilt: Kasachstan ist eine beziehungs- und personenorientierte Kultur, in der das ‚Wir‘ viel mehr zählt als das ‚Ich‘. Als Außenstehender wirst du anfangs als Fremder wahrgenommen – doch wer Respekt zeigt, auf Traditionen eingeht und echtes Interesse am Land mitbringt, wird schnell in die Gemeinschaft aufgenommen. Deutsche haben dabei historisch gesehen einen guten Ruf, da die Kasachstandeutschen als fleißig und zuverlässig galten.

Familie, Kinderfreundlichkeit und Respekt vor Älteren

Kinder im Park
Kinder im Park

Der Familiensinn ist in Kasachstan außerordentlich stark ausgeprägt. Großfamilien sind die Norm, Kinder werden nicht nur von den Eltern, sondern von der gesamten Verwandtschaft erzogen und umsorgt. Kasachstan gilt als ausgesprochen kinderfreundlich – Kinder sind in Restaurants, Veranstaltungen und im öffentlichen Leben selbstverständlich willkommen.

Die Kasachen haben der älteren Generation immer großen Respekt entgegengebracht. Die alten Männer hatten unbestrittene Autorität und waren Träger von Volkstraditionen und Weisheit, die sie von Generation zu Generation weitergaben. Menschen aus Kasachstan haben großen Respekt vor älteren Menschen. Das zeigt sich im Alltag: Ältere Menschen werden in der Öffentlichkeit bevorzugt behandelt, bekommen Sitzplätze, werden zuerst bedient und in Gesprächen besonders geachtet. Pflegeheime sind gesellschaftlich kaum verbreitet – die Familie sorgt für ihre Senioren.

Arbeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit

Das kasachische Arbeitsverständnis unterscheidet sich deutlich vom deutschen. Für deutsche Unternehmen, die in Kasachstan erfolgreich arbeiten möchten, ist es wichtig, das kasachische Geschäftsgebaren zu kennen, denn dieses unterscheidet sich erheblich vom deutschen. Beziehungen und persönliches Vertrauen gehen hier Verträgen und Formalitäten vor. Wer einen guten Draht zu seinem Gesprächspartner hat, kommt weit – ohne diese persönliche Ebene stocken Prozesse schnell.

Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im westeuropäischen Sinne sind keine kulturellen Selbstverständlichkeiten. Geschäftstermine beginnen häufig mit Verspätung, und Planung wird flexibler gehandhabt als in Deutschland. Das ist keine Unhöflichkeit, sondern ein anderes Zeitverständnis. Wer das akzeptiert und Geduld mitbringt, wird als angenehmer Partner wahrgenommen.

Bildung und Weiterbildung haben einen hohen Stellenwert – besonders in städtischen Familien wird viel in die Ausbildung der Kinder investiert. Ein Universitätsstudium gilt als wichtiger Statusfaktor.

Umweltbewusstsein

Das Umweltbewusstsein ist in der Bevölkerung noch vergleichsweise gering ausgeprägt, wächst aber – besonders unter der jüngeren Generation in den Städten. Mülltrennung und Recycling spielen im Alltag kaum eine Rolle. Das riesige Staatsgebiet schafft psychologisch eine Wahrnehmung von unbegrenzter Ressourcenverfügbarkeit. Umweltthemen werden von der Regierung zunehmend adressiert, doch zwischen politischem Anspruch und gelebter Praxis klafft noch eine erhebliche Lücke.

Einkaufsgewohnheiten

Kasachstans Einkaufslandschaft spiegelt das Nebeneinander von Tradition und Moderne perfekt wider. In kleinen Tante-Emma-Läden bekommt man alles für den täglichen Bedarf. In den größeren Städten gibt es farbenfrohe Basare, auf denen Händler eine Vielfalt verschiedenster Produkte anbieten – von Lebensmitteln und frischem Obst über Kleider, Schuhe und Schmuck bis hin zu Elektronikartikeln. Um die Preise darf gefeilscht werden. Der bekannteste Basar ist der Baracholka in Almaty, einer der größten Basare in Zentralasien.

In den großen Einkaufszentren von Almaty und Astana gibt es nichts, was es nicht gibt – westliche Luxuswaren, Gegenstände des täglichen Bedarfs und Lebensmittel bekannter internationaler Marken. Der eCommerce-Markt in Kasachstan erlebt einen bemerkenswerten Wandel hin zum mobilen Einkaufen, da Verbraucher zunehmend bequeme, app-basierte Plattformen bevorzugen.

Auf Märkten und in traditionellen Läden ist Bargeld nach wie vor Pflicht – auf dem Land sowieso, in kleineren Städten oft ebenfalls. Das Feilschen auf Basaren ist nicht nur akzeptiert, sondern erwartet.

Freizeit und Geselligkeit

Kasachen verbringen ihre Freizeit gern in der Gemeinschaft. Familienfeste, gemeinsame Essen und das Beisammensein mit Freunden haben einen hohen Stellenwert. Teetrinken ist mehr als ein Getränk – es ist ein soziales Ritual, das Gespräche einleitet und Beziehungen pflegt.

Naturerlebnisse spielen eine große Rolle: Wandern, Camping, Reiten und Jagdausflüge in die weite Steppe oder ins Gebirge sind beliebt, besonders unter Männern. In den Städten boomen Cafés, Restaurants, Kinos und Einkaufszentren als Freizeitorte. Die junge Generation ist stark mit sozialen Medien verbunden und konsumiert internationale Unterhaltungsformate, ohne dabei ihre eigene Kultur aus den Augen zu verlieren.

Sport: Zwischen Nomadentradition und Weltklasse

Sport hat in Kasachstan einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. In Kasachstan erfährt Sport eine relativ hohe Wertschätzung, was auf den sehr hohen Stellenwert und die Sportförderung in der Sowjetunion zurückgeführt werden kann. Großer Beliebtheit erfreuen sich vor allem Eishockey und Fußball, aber auch Boxen, Ringen, Judo und Gewichtheben.

Die traditionellen Nationalsportarten kommen direkt aus der Nomadenwelt: Körperliche Wettkämpfe sind in Kasachstan noch immer sehr beliebt – vom Ringen im Ring bis zum Ringen zu Pferd und vom Bogenschießen bis zu verschiedenen Formen der Reitkunst. Pferderennen und andere Wettkämpfe auf dem Pferderücken sind zweifellos die wichtigsten nationalen Sportarten, was angesichts der entscheidenden Rolle des Pferdes auch in der heutigen kasachischen Gesellschaft nicht überrascht.

Besonders hervorzuheben sind:

Kokpar – ein traditioneller Reiterwettbewerb, der sich nach kurzer Bedeutungslosigkeit als moderner Nationalsport zurückgemeldet hat. Die World Nomad Games, 2014 ins Leben gerufen, präsentieren Sportarten wie Bogenschießen, Ringen und Kokpar einem internationalen Publikum.

Boxen – eine der beliebtesten Sportarten in Kasachstan. Bereits Kinder üben sich im Boxen, und berühmte sowie erfolgreiche Boxer stammen aus dem Land.

Kazakscha Kures – die kasachische Art des Ringens, die bereits in archaischen Zeiten praktiziert wurde. Heute gibt es noch Wettkämpfe anlässlich bedeutender Feste und Nationalfeiertage, und es sind regelmäßig Kasachen, die bei Weltmeisterschaften in dieser Disziplin triumphieren.

Im Bergsteigen hat Kasachstan Weltklasseniveau: Denis Urubko gelang es als erstem Bergsteiger der ehemaligen Sowjetunion, alle 14 Achttausender der Welt zu erklimmen – und er war der achte Bergsteiger weltweit, der dies ohne zusätzlichen Sauerstoff schaffte.

Typische Verhaltensweisen und gesellschaftliche Eigenheiten

Ein paar Beobachtungen, die du beim Leben in Kasachstan schnell machen wirst:

Hierarchie und Respekt gegenüber Autoritäten und Älteren sind tief verankert – lauter Widerspruch in der Öffentlichkeit oder offene Kritik an Vorgesetzten ist unüblich. Das bedeutet nicht, dass Meinungen nicht vorhanden sind, sondern dass sie anders kommuniziert werden.

Das kasachische Schönheitsideal – besonders für Frauen – ist stark ausgeprägt. Besonders in Almaty ist gepflegtes Erscheinen in der Öffentlichkeit eine gesellschaftliche Selbstverständlichkeit.

Aberglaube und Rituale aus der nomadischen Schamanen-Tradition (Tengriismus) leben neben dem Islam fort, oft ohne dass es als Widerspruch empfunden wird. Amulette, Beschwörungen und bestimmte Verbote (Pfeife nicht im Haus blasen, kein Wasser über die Schwelle gießen) sind im Alltag durchaus präsent.

Trinkgeld ist nicht selbstverständlich: In Kasachstan ist es nicht üblich, Trinkgeld zu geben, da Rechnungen in vielen Restaurants bereits 5–15 % Bedienungspauschale für das Serviceteam enthalten.

International bekannte Kasachen

Abai Kunanbayev (1845–1904) – Dichter, Komponist und Philosoph; Begründer der modernen kasachischen Schriftsprache und literarischen Nationaltradition; gilt als größter Kasache der Geschichte.

Dimash Kudaibergen (geb. 1994) – Sänger mit außergewöhnlichem Stimmumfang von rund fünf Oktaven; wurde durch chinesische TV-Shows und internationale Auftritte weltweit bekannt.

Gennady Golovkin (geb. 1982) – Berufsboxer; mehrfacher Weltmeister im Mittelgewicht; einer der besten Boxer seiner Generation und weltweit bekannt als ‚GGG‘.

Mukhtar Auezov (1897–1961) – Schriftsteller und Dramatiker; sein Roman ‚Der Weg des Abai‘ gilt als das bedeutendste literarische Werk der kasachischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

Denis Urubko (geb. 1974) – Extrembergsteiger; erster Sowjet-Nachfolger, der alle 14 Achttausender bezwang, als achter Mensch weltweit ohne Zusatzsauerstoff.

Anatoli Bukrejew (1958–1997) – Höhenbergsteiger; Held der Mount-Everest-Katastrophe 1996, bei der er als einziger Bergführer mehrere Klienten rettete; posthum mit dem American Alpine Club Award ausgezeichnet.

Wladimir Klitschko (geb. 1976 in Kasachstan) – Boxweltmeister im Schwergewicht; mit seinem Bruder Vitali eines der bekanntesten Sportler-Duos der Welt.

Denis Ten (1993–2018) – Eiskunstläufer; Bronze-Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi; tragisch jung verstorben.

Nursultan Nazarbayev (geb. 1940) – Erster Präsident Kasachstans von 1991 bis 2019; prägte das unabhängige Kasachstan entscheidend und machte es international bekannt.

Roza Rymbayeva (geb. 1957) – Sängerin; gilt als Stimme der Nation und wichtigste kasachische Popkünstlerin des 20. Jahrhunderts; vielfach international ausgezeichnet.

Shavkat Rakhmonov (geb. 1994) – MMA-Kämpfer (UFC); Weltmeister im Weltergewicht; einer der derzeit dominantesten Kämpfer seiner Gewichtsklasse weltweit.

Fazit: Ein Land im Aufbruch mit starkem Fundament

Kasachstan bietet Auswanderern ein Leben in einer Gesellschaft mit außergewöhnlicher menschlicher Wärme, starkem Gemeinschaftsgefühl und einer faszinierenden kulturellen Tiefe. Wer Geduld für andere Zeitwahrnehmungen mitbringt, Hierarchien respektiert und die Gastfreundschaft erwidert, wird schnell feststellen: In Kasachstan fühlt sich niemand lange wie ein Fremder.

Hilfen für einen sorglosen Umzug nach Kasachstan

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Jan Harmening
Jan Harmening
Autor

„Die Kombination aus nomadischer Tiefe und erstaunlicher urbaner Dynamik von Kasachstan ist einzigartig – in Almaty triffst du auf eine Mittelschicht, die westliche Trends aufnimmt, ohne dabei den Faden zur eigenen Kultur zu verlieren. Das schafft nicht jede Gesellschaft.

Was mich nach zwei Jahrzehnten als Selbständiger im Ausland nach wie vor fesselt: Die kasachische Gastfreundschaft ist keine Floskel für Reiseführer, sondern gelebter Alltag. Ich habe in vielen Ländern gelebt, in denen Offenheit gegenüber Fremden eher aufgesetzt wirkte – in Kasachstan spürst du die nomadische Logik dahinter noch heute. Man nimmt dich auf, bevor man weiß, wer du bist. Das ist ein gesellschaftliches Grundvertrauen, das in vielen moderneren Ländern längst verloren gegangen ist.

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Zuletzt aktualisiert: 26. Mai 2026 von Jan Harmening (Expat seit 2005)