Lebenshaltungskosten und Mieten Venezuela 2025 ✓

Überblick

Venezuela - Kreolische Küche
Kreolische Küche in Venezuala

Die Lebenshaltungskosten in Venezuela sind im Vergleich zu Deutschland deutlich niedriger, etwa 60 % günstiger.

Die Mieten sind besonders günstig. Lebensmittel in Venezuela sind ebenfalls preiswert, mit lokalen Grundnahrungsmitteln wie Reis, Gemüse und Fleisch, die deutlich günstiger sind als in Deutschland. Importierte Produkte und Luxusartikel können jedoch teurer und weniger verfügbar sein. Öffentliche Verkehrsmittel und Nebenkosten wie Strom und Internet sind im Land sehr günstig. Im ländlichen Raum sind die Kosten noch geringer, allerdings mit eingeschränkter Infrastruktur und Versorgung.

Die Wohnsituation in Venezuela für Residents ist geprägt von wirtschaftlicher Krise, und Instabilität. Gute Viertel in Städte wie Caracas und Maracaibo bieten jedoch private Sicherheit für Residents (300 bis 600 € Miete).

Du findest als Resident in Venezuela für eine 50-qm-Wohnung Grundmieten (unmöbliert) von 50 bis 400 € monatlich (ca. 14.500 bis 116.000 VES), je nach Region und Ausstattung.

Wohnungsmieten für 50 qm Wohnungen

Hausmieten

  • Große Städte: 3 bis 4 Zimmer (100 bis 150 qm): 300 bis 800 € unmöbliert (87.000 bis 232.000 VES), +20 bis 50% möbliert
  • Kleinere Städte: 3bis 4 Zimmer: 200 bis 500 € (58.000 bis 145.000 VES), teilmöbliert häufig
  • Land: Einfaches Haus (80 bis 120 qm): 100 bis 300 € (29.000 bis 87.000 VES), oft voll möbliert mit Grundstück

Du findest als Resident in Venezuela Wohnungen hauptsächlich über lokale Anbieter und Vermittler, da der Markt informell und netzwerkbasiert ist – oft wird in bar bezahlt in USD oder Euro.

Lokale Anbieter

  • Suche „Se Alquila“-Schilder an Häusern oder Zäunen in Vierteln wie Los Palos Grandes (Caracas) oder Valencia – direkt bei Eigentümern ansprechen.
  • Frage in Bäckereien, Supermärkten (z. B. Excelsior Gama) oder Laundromats nach; Nachbarn vermitteln oft für kleine Provisionen.
  • Schau auf lokalen Märkten oder in Community-Zentren – Mund-zu-Mund-Propaganda ist Standard für Residents.

Lokale Vermittler

  • Kontaktiere Inmobiliarias (Immobilienbüros) in Stadtzentren, z. B. in Caracas Altamira – sie listen Apartments für Locals ohne Touristenaufschlag.
  • Nutze regionale Zeitungen wie „Últimas Noticias“ oder Flyer in Tankstellen für direkte Anzeigen von Vermietern.
  • Property-Management-Firmen in Gated Communities (z. B. El Viñedo) für sichere, langfristige Mieten – oft mit Sicherheitsdienst.

Die Preise in Venezuela sind aufgrund starker Staatssubventionen (insbesondere bei Energie) extrem niedrig, aber die Servicequalität ist oft problematisch. Residents zahlen oft bar in USD, da offizielle Rechnungen (VES) ignoriert werden; stabile Versorgung nur in Elitevierteln.

  • Strom:
    • Städte (Caracas, Maracaibo): 5 bis 15 € (subventioniert, aber Blackouts zwingen zu Generatoren +10 bis 20 €)
    • Land/Vororte: 3 bis 10 € (niedriger Verbrauch, Solar-Alternativen üblich)
  • Wasser/Müll: 2 bis 10 € (oft unregelmäßig, inkl. Abwasser), auf dem Land oft Brunnen
  • Internet:
    • In Städten (50 bis 100 Mbps): 15 bis 30 € (privat, z. B. CANTV oder Digitel)
    • Landgebiete (mobil/DSL): 10 bis 25 € (weniger Optionen, langsamer)

Die Lebensmittelsituation in Venezuela ist weiterhin prekär durch anhaltende Hyperinflation, Importabhängigkeit und Versorgungsengpässe, aber dollarisierte Märkte haben Stabilität gebracht. Lokale Produkte wie Reis, Bohnen oder Bananen sind günstig und verfügbar, während Importe teuer und rar bleiben – monatliche Ausgaben für eine Person liegen bei 100 bis 250.

Lebensmittel in Venezuela sind nominal 25 bis 30 % günstiger als in Deutschland.

Verfügbarkeit und Preise

  • Grundnahrungsmittel (Milch, Reis, Brot) in Supermärkten wie Excelsior oder Märkten reichlich vorhanden, oft subventioniert.
  • ​Fleisch (Huhn, Rind) und Gemüse günstiger als in Deutschland (ca. 40 bis 60 %), aber Qualität schwankt.
  • ​Importprodukte (Käse, Wein) 2 bis 3x teurer, oft nur in Dollar-Shops.

Regionale Unterschiede

  • Städte (Caracas): Gute Auswahl in Vierteln wie Las Mercedes, aber Schlangen und Preisanstiege; Residents kaufen frühmorgens auf Märkten.
  • ​Land: Frische lokale Produkte (Obst, Gemüse), aber begrenzte Vielfalt und Transportprobleme.

Herausforderungen

  • Häufige Engpässe bei Mehl, Öl oder Medikamenten; viele ergänzen mit Eigenanbau oder Tausch.
  • ​Residents zahlen in USD/EUR für Qualität, offizielle VES-Preise ignoriert – Familienbudget 300 bis 600 €/Monat.

Im Vergleich zu Deutschland sind Hygieneartikel insgesamt 10 bis 30 % billiger für Basisprodukte durch Subventionen und lokale Herstellung, aber Importe oder Spezialprodukte (z. B. Toilettenpapier) sind 20 bis 80 % teurer aufgrund von Engpässen.

Regionale Hinweise

Städte wie Caracas haben bessere Verfügbarkeit, aber höhere Preise (+10 bis –20%); ländlich günstiger durch Märkte, doch Qualität und Auswahl schwächer.

Der öffentliche Verkehr in Venezuela basiert hauptsächlich auf Bussen und Metros in wenigen Städten.

Öffentlicher Nahverkehr:

Metro (U-Bahn) – nur in Caracas verfügbar:

  • Einzelfahrt: ca. 0,50 € (0,25 bis 0,80 $)
  • Die Metro in Caracas ist komfortabel und preiswert
  • Moderne, klimatisierte Züge
  • Achtung: Taschendiebstahl ist ein großes Problem

Stadtbusse (lokale Busse):

  • Einzelfahrt: ca. 0,30 bis 0,50 €
  • Die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel in Venezuela liegen bei 0,32 Dollar
  • Sehr günstig, aber oft überfüllt und in schlechtem Zustand

Por Puestos (Sammeltaxis/Minibusse):

  • Ähnliche Preise wie Busse: 0,50 bis 1,00 €
  • Tarife sind ähnlich wie bei Bussen, allerdings generell höher nach 21 Uhr und am Wochenende
  • Fahren feste Routen wie Busse
  • Schneller als reguläre Busse

Monatliche ÖPNV-Flatrate:

  • ca. 28 bis 30 € (20 bis 55 $)

Fernverkehr:

Überlandbusse:

  • Die Kosten für ein Busticket können zwischen 1 und 10 Dollar liegen, abhängig von der Entfernung und der Art des Busses
  • Beispiele:
    • Caracas → Maracaibo (ca. 650 km): 8 bis 15 €
    • Caracas → Valencia (ca. 160 km): 3 bis 6 €
    • Caracas → Porlamar/Margarita (ca. 450 km + Fähre): 8 bis 12 €

Taxis:

Reguläre Taxis (gelbe Kennzeichen):

  • Einstiegspreis: 4,50 bis 5,50 €
  • Pro Kilometer: ca. 2,70 bis 4,50 €
  • Wichtig: Taxis haben keine Taxameter – Preis vorher aushandeln!
  • Nachts oft höhere Preise

Ride-Hailing Apps (z.B. Cabify):

  • Ähnliche oder etwas höhere Preise als reguläre Taxis
  • Sicherer und verlässlicher

Mototaxis (Motorrad-Taxis):

  • Sehr günstig: 1 bis 3 € für kurze Strecken
  • In kleineren Städten verbreitet
  • Achtung: In Caracas nach 22 Uhr verboten

Autovermietung:

  • Mietwagenpreise in Venezuela können zwischen 30 und 100 Dollar pro Tag liegen
  • Oft teuer, aber Benzin sehr günstig
  • Hauptsächlich für Touristen interessant

Benzin:

  • Extrem günstig: ca. 0,47 bis 0,50 € pro Liter
  • Venezuela hat ein großes Straßennetz und ist bekannt für seine niedrige Benzinpreise
  • Aufgrund der Ölreserven stark subventioniert

Unterschiede Stadt vs. Land:

Städte (Caracas, Maracaibo, Valencia):

  • Metro und Bussystem verfügbar
  • Mehr Taxi-Optionen
  • Bessere Infrastruktur
  • Höhere Preise (10 bis 20 % teurer)

Land:

  • Nur Busse und Por Puestos
  • Weniger Taxis, oft nur Mototaxis
  • Schlechtere Straßen
  • Etwas niedrigere Preise
  • Längere Wartezeiten

Wichtige Sicherheitshinweise:

  • Taxis sind leicht verfügbar in den Großstädten Venezuelas und zu fairen Preisen, regulierte Taxis haben gelbe Kennzeichen
  • Informelle „Taxis“ gelten als gefährlich, da es sich um Privatfahrzeuge ohne festgelegte Richtlinien handelt
  • Immer offizielle Taxis mit gelben Kennzeichen nutzen
  • In der Metro auf Taschendiebe achten

Kleidung ist in Venezuela nominal 30 bis 50 % günstiger als in Deutschland, aber bei Markenartikeln gibt es kaum Unterschiede.

Freizeit ist gemischt – Kino ist extrem günstig (60 % günstiger), aber Fitnessstudios können in Großstädten sogar teurer sein als in Deutschland.

So viel bezahlt man in Caracas im Vergleich zu Berlin

Man würde derzeit (11/2025) in Caracas rund 1.131 € benötigen, um den gleichen Lebensstandard aufrechtzuerhalten, den man mit 2.000 € in Berlin haben könnte (vorausgesetzt, man mietet in diesen Städten).

  • Verbraucherpreise in Caracas sind 36,6 % niedriger als in Berlin (ohne Miete)
  • Verbraucherpreise einschließlich Miete in Caracas sind 43,4 % niedriger als in Berlin
  • Mietpreise in Caracas sind 60,4 % niedriger als in Berlin
  • Restaurantpreise in Caracas sind 31,9 % niedriger als in Berlin
  • Lebensmittelpreise in Caracas sind 18,2 % niedriger als in Berlin
  • Die lokale Kaufkraft in Caracas ist um 85 % niedriger als in Berlin

Was ist die Preisspanne von Lebensmitteln, Transport, Kleidung, Mieten in Caracas

Durchschnittliche Restaurant- und Lebenshaltungskosten in Caracas

Daten von 12/2024 bis 11/2025
Quelle: numbeo.com

Restaurantpreise in Caracas

Lebensmittel- und Getränkepreise in Caracas

Durchschnittliche Kosten für Nahverkehr, Nebenkosten, Kleidung, Freizeit, Bildung in Caracas

Daten von 12/2024 bis 11/2025
Quelle: numbeo.com

Transportkosten in Caracas

Wohnnebenkosten in Caracas

Preise für Kleidung und Freizeit in Caracas

Kosten für Bildung in Caracas

Durchschnittliche Mietpreise / Kaufpreise und Gehälter in Caracas

Daten von 12/2024 bis 11/2025
Quelle: numbeo.com

Mietpreise / Kaufpreise in Caracas

Gehälter in Caracas

Hilfen für einen sorglosen Umzug nach Venezuela

Nachfolgend findest du alle Hilfen für deine sorglose Auswanderung nach Venezuela, vom ersten Schritt bis zur erfolgreichen Integration. Die Links führen zu den jeweiligen Angeboten, Hilfen und Dienstleistungen.

Venezuela Landesdaten

Fläche: 912.050 km²
Einwohner: 30.283.850 (2024)
Bevölkerungsdichte: 33 E/km²
Staats- und Regierungsform: föderale präsidentielle Republik
Nachbarländer: Brasilien, Guyana, Kolumbien
Landeshauptstadt: Caracas; 2 Mio. Einwohner
Im Ballungsraum: 3 Mio. Einwohner
Landessprachen: Spanisch
Religionen:
96 % römisch-katholisch
2 % Protestanten
0,4 % Zeugen Jehovas
0,3 % Islam
Währung: Bolívar digital (VED)
Telefon Vorwahl: +58
Zeitzone: UTC -4

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Zuletzt aktualisiert: 5. Januar 2026 von Ivonne Harmening (2005 ausgewandert)