Auswandern ist mehr als eine Checkliste!
Was zwischen der ersten Idee und dem Ankommen passiert

Mein Mann Christian, unser Sohn Raffael und ich (Daniela) sind gemeinsam mit unserer Hündin Fieni im Frühjahr 2026 von Deutschland in die Schweiz ausgewandert und leben heute in Bern.

Schweiz - Bern - Stadtansicht
Bern, Stadtansicht

Bei uns begann die Auswanderung nicht mit einem jahrelang ausgearbeiteten Plan.

Es gab keinen Ordner mit der Aufschrift „Schweiz“, keine fertige To-do-Liste und auch keinen festen Zeitpunkt, zu dem wir unser Leben in Deutschland hinter uns lassen wollten.
Stattdessen gab es zunächst eine berufliche Möglichkeit.

Die Mail eines Recruiters brachte etwas ins Rollen, das vorher eher ein Gedanke als ein konkreter Plan gewesen war: Was wäre eigentlich, wenn wir wirklich in die Schweiz gehen würden?


Damit begann das, was vermutlich viele kennen, die irgendwann ernsthaft über eine Auswanderung nachdenken: Wir recherchierten.

  • Wie sieht der Arbeitsmarkt aus?
  • Was verdient man in der Schweiz?
  • Wie funktioniert die Krankenversicherung?
  • Was kostet Wohnen?
  • Welche Formalitäten müssen wir beachten?
  • Was passiert mit unseren Versicherungen und Verträgen in Deutschland?
  • Wie funktioniert ein Umzug über die Grenze?

Je konkreter es wurde, desto länger wurde die Liste.
Informationen fanden wir viele. In Blogs, auf YouTube und auf Instagram.

Was uns jedoch auffiel: Unsere wichtigste Frage stand auf keiner Liste im Netz.

Vom Gedanken zur echten Möglichkeit

Uns beschäftigte eine Frage am meisten:
Wollen wir das wirklich?
Und die Antwort auf diese Frage lässt sich nicht googeln.

Natürlich kann man Fakten sammeln und Möglichkeiten prüfen. Das ist wichtig und hat auch uns enorm geholfen. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem keine Webseite und keine Checkliste mehr die Entscheidung übernehmen kann.

Bei einer Auswanderung geht es schließlich nicht nur darum, was möglich ist, es geht auch darum, was dieser Schritt mit dem eigenen Leben macht.

  • Was lassen wir zurück?
  • Was bedeutet die größere Entfernung zu Familie und Freunden?
  • Was verändert sich für uns als Paar und als Familie?
  • Wie viel Sicherheit sind wir bereit aufzugeben?
  • Und was würde es vielleicht bedeuten, wenn wir es nicht versuchen?

Gerade dieser letzte Gedanke war für uns wichtig. Denn meistens wird bei einer großen Veränderung vor allem darüber gesprochen, was man riskiert, wenn man sie wagt.

Aber auch das Bleiben kann etwas kosten.
Nicht unbedingt finanziell. Vielleicht Zeit, Entwicklung, eine Chance oder irgendwann die Frage: Was wäre gewesen, wenn?

Das bedeutet nicht, dass Auswandern automatisch die richtige Entscheidung ist. Im Gegenteil. Für manche Menschen kann das Ergebnis dieser Überlegungen genauso gut lauten: Wir bleiben.

Aber genau das ist der entscheidende Punkt: Die Antwort sollte die eigene sein.

Bei uns wurde aus einem Gedanken irgendwann eine reale Möglichkeit. Und wir mussten uns zwei Fragen selbst beantworten:

  1. Was müssen wir wissen, um beurteilen zu können, ob eine Auswanderung grundsätzlich machbar ist?

Und:

  1. Was müssen wir für uns selbst klären, um zu wissen, ob wir diesen Weg wirklich gehen wollen?

Wir mussten auch lernen, nicht alles gleichzeitig lösen zu wollen. Denn wer versucht, schon am Anfang jede einzelne Frage zu beantworten, landet schnell bei der perfekten Wohnung, der richtigen Schule, dem detaillierten Umzugsplan und hundert anderen Themen, obwohl noch gar nicht klar ist, ob die grundsätzlichen Voraussetzungen stimmen.

Schweiz - Bern - Umland
Bern, leben im Grünen

Daher ging es erst einmal nur darum herauszufinden:

  • Ist eine Auswanderung beruflich realistisch?
  • Ist sie finanziell grundsätzlich tragbar?
  • Was bedeutet sie für uns als Familie?
  • Und können wir uns vorstellen, mit den Unsicherheiten zu leben, die sich eben nicht vorab beseitigen lassen?

Erst als wir darauf Antworten gefunden hatten, konnte aus der Möglichkeit eine Entscheidung werden.

Bevor wir entscheiden konnten, mussten wir uns die Schweiz ansehen

Könnten wir uns tatsächlich vorstellen, in der Schweiz zu leben?

Natürlich kannten wir Bilder von Zürich, Bergen und Seen. Wir konnten Mietpreise vergleichen, Stellenanzeigen lesen und uns durch Erfahrungsberichte klicken, aber ein Land zu recherchieren und sich vorzustellen, dort seinen Alltag zu verbringen, sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Also flogen Raffael und ich Ende Februar 2025 über das Karnevalswochenende von Düsseldorf nach Zürich. Damals war noch nicht klar, in welcher Stadt wir am Ende landen würden, also starteten wir mit der bekanntesten. Wir hatten uns bewusst vorgenommen, nicht einfach ein touristisches Wochenende daraus zu machen.

Natürlich wollten wir Zürich kennenlernen und Dinge ausprobieren, die wir vorher recherchiert hatten. Viel wichtiger war uns aber, durch Wohnviertel zu laufen und die Stadt abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten zu erleben.

Nicht nur dort entlang, wo man bei einem ersten Zürich-Besuch als Tourist automatisch landet, sondern an Häusern vorbei, in denen Menschen ganz normal ihren Samstag verbringen. Wir wollten ein Gefühl dafür bekommen, wie es wäre, morgens dort aus der Haustür zu gehen, einzukaufen, zur Schule oder zur Arbeit zu fahren.

Unser Hotel lag zentral und gleichzeitig in der Nähe eines größeren Wohnviertels, für uns ideal, um genau das zu tun.

In einem Wohnviertel standen wir beispielsweise vor einem der vielen Zürcher Brunnen und waren uns nicht sicher, ob man daraus tatsächlich trinken konnte. Eine Schweizerin bemerkte offenbar unsere Unsicherheit und erklärte uns freundlich, dass Brunnenwasser trinkbar sei, solange nichts Gegenteiliges angeschrieben ist.

Also füllten wir unsere Flaschen auf und tranken unser erstes Schweizer Brunnenwasser und fanden es mega.

Natürlich gehörte auch Essen zu unserem persönlichen Schweiz-Test. Wir probierten einige der Spots aus, die wir vorher herausgesucht hatten und waren ziemlich begeistert.

Und am Zürcher Hauptbahnhof entdeckte Raffael schließlich Sprüngli.
Eine großen Schachtel Luxemburgerli, war zwar weniger für die sachliche Bewertung des möglichen neuen Wohnortes relevant, aber trotzdem sehr lecker.

Während des gesamten Wochenendes bekam Christian zu Hause ständig Fotos und kleine Videos von uns geschickt. Es war ziemlich schnell klar: Zürich hatte bei uns beiden einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

Am Ende des Wochenendes fiel uns der Rückflug sogar schwer. Raffael wäre am liebsten gar nicht zurückgeflogen.

Damit war natürlich noch keine Auswanderungsentscheidung gefallen, aber diese Reise beantwortete eine andere wichtige Frage:
Wir konnten uns vorstellen, dass die Schweiz tatsächlich unser Zuhause werden könnte.

Gemeinsam entscheiden heißt nicht gleich fühlen

Eine weitere Erkenntnis kam bei uns erst im Laufe des Prozesses: Nur weil eine Familie gemeinsam auswandert, erlebt sie diese Auswanderung noch lange nicht gemeinsam auf dieselbe Weise.

Wir hatten eine gemeinsame Entscheidung getroffen. Trotzdem standen wir emotional nicht immer am gleichen Punkt.

Das lag bei uns schon allein daran, dass unser Umzug in die Schweiz zeitversetzt stattfand. Christian ging zunächst voraus, während der Rest von uns noch in Deutschland blieb.
Damit begann für ihn das neue Leben bereits, während wir gleichzeitig noch mitten im alten steckten.

Er machte erste Erfahrungen mit dem Alltag in der Schweiz, lernte Abläufe kennen und gewöhnte sich an eine neue Umgebung. Bei uns zu Hause liefen dagegen weiterhin Schule, Termine und Alltag, parallel zum Kartonpacken und Abschied nehmen.

Wir gehörten also zur selben Auswanderung und befanden uns trotzdem zeitweise in völlig unterschiedlichen Phasen.
Eine Person freut sich vielleicht schon auf das Neue, während eine andere gerade stärker spürt, was sie zurücklassen wird.

Und Kinder erleben einen solchen Schritt ohnehin aus einer ganz anderen Perspektive als Erwachsene. Für sie stehen nicht Arbeitsmarkt, Versicherungen oder finanzielle Möglichkeiten im Vordergrund, sondern ihr vertrauter Alltag, Freunde, Schule und die Frage, wie sich das eigene Leben verändern wird.
Auch Vorfreude und Zweifel schließen sich dabei nicht gegenseitig aus.

Rückblickend sind genau diese Erkenntnisse besonders wichtig.
Wir mussten nicht alle zur gleichen Zeit gleich begeistert, gleich mutig oder gleich sicher sein, viel wichtiger war, miteinander im Gespräch zu bleiben und wahrzunehmen, wo jeder von uns gerade stand.

Wenn aus der Entscheidung plötzlich Organisation wird

Nachdem die grundsätzliche Entscheidung getroffen war,  wurde aus all den Gedanken plötzlich eine ziemlich lange Liste.

Versicherungen. Verträge. Dokumente. Wohnung. Arbeit. Schule. Umzug. Auto. Hund. Termine. Fristen. Abmeldungen. Anmeldungen.
Eine Auswanderung besteht nicht aus einer einzigen großen Aufgabe, sondern aus sehr vielen kleinen Dingen, die teilweise voneinander abhängen.

Manche Themen lassen sich früh klären. Andere erst kurz vor dem Umzug. Wieder andere erst, wenn man bereits im neuen Land angekommen ist.

Anfangs hatten wir oft das Gefühl, alles möglichst früh erledigen zu müssen, mit der Zeit wurde uns klar, dass das gar nicht möglich ist.
Stattdessen mussten wir lernen zu unterscheiden:

  • Was ist jetzt wirklich dran?
  • Was kann warten?
  • Und was lässt sich im Moment noch gar nicht abschließend entscheiden?

Ein Beispiel dafür waren unsere Unterlagen.

Wir haben einen Ordner angelegt, in dem wir wichtige Dokumente gesammelt haben. Statt ihn nur klassisch nach Themen zu sortieren, haben wir mit Trennblättern gearbeitet und darauf notiert, wofür bestimmte Unterlagen später noch benötigt werden, denn manches Dokument brauchten wir nicht nur einmal.

Die Abmeldebestätigung aus Deutschland war zum Beispiel für unterschiedliche Stellen relevant. Solche Zusammenhänge im Blick zu behalten, war irgendwann hilfreicher als noch eine weitere allgemeine To-do-Liste.

Überhaupt haben wir unsere Listen während des gesamten Prozesses immer wieder verändert.


Punkte kamen dazu, andere wurden gestrichen, manches stellte sich als viel weniger kompliziert heraus als gedacht und an anderer Stelle tauchten plötzlich Themen auf, mit denen wir vorher überhaupt nicht gerechnet hatten.

Rückblickend war für uns deshalb nicht die perfekte Planung entscheidend, viel wichtiger war eine Struktur, die sich verändern durfte.

Dann wurde aus der Planung tatsächlich ein Umzug

Irgendwann waren wir mit allen Listen, Terminen und Entscheidungen durch und der tatsächliche Umzugstag war gekommen.

Unser Umzugsunternehmen machte sich mit zwei LKW auf den Weg in die Schweiz. Christian lebte zu diesem Zeitpunkt bereits dort und wartete in unserer neuen Wohnung auf uns. Raffael, Fieni und ich fuhren mit dem eigenen Auto und den letzten Dingen, die noch mitmussten, gemeinsam mit dem Umzugsunternehmen Richtung neues Zuhause.

Als wir schließlich in der Wohnung ankamen, haben wir sie uns erst einmal ganz genau angesehen, vor allem, da ich sie bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht live gesehen hatte.

Und jetzt war sie unsere Wohnung, wir haben uns einfach sehr darüber gefreut, wie schön sie war.

Danach folgte allerdings etwas wesentlich Bodenständigeres:

Nach dem langen Tag waren wir alle halb verhungert und bevor wir uns weiter mit Möbeln, Kartons und allem anderen beschäftigen konnten, brauchten wir erst einmal etwas zu essen.

Der Moment, in dem mir wirklich bewusst wurde, dass wir nun tatsächlich hier leben, kam am nächsten Morgen.
Nach unserer ersten Nacht in der neuen Wohnung gingen wir zum Frühstück zu einem Bäcker bei uns im Viertel.
Wir saßen dort, aßen Schweizer Leckereien. Wir mussten später nicht zum Hotel zurück und auch keinen Rückflug erwischen. Wir wohnten jetzt hier!

Natürlich sah unsere Wohnung zu diesem Zeitpunkt noch längst nicht nach einem fertigen Zuhause aus. Nachdem die Möbel aufgebaut waren, begannen wir nach und nach damit, die Kartons auszuräumen und für alles einen neuen Platz zu finden. Ungefähr zwei Wochen dauerte es, bis tatsächlich alles verstaut war.

Umgezogen heißt noch lange nicht angekommen

Genau das haben wir in den Wochen und Monaten danach immer wieder gemerkt.

Ein Umzug hat ein ziemlich klares Datum. Man weiß, wann der Umzugswagen kommt, wann die alte Wohnung übergeben wird und wann man zum ersten Mal im neuen Zuhause schläft.

Ankommen hat kein solches Datum.
Man kann die ersten Wege kennen und sich trotzdem noch nicht wirklich orientiert fühlen.
Man kann sich sehr über die Entscheidung freuen und gleichzeitig Menschen, Orte oder Gewohnheiten aus dem alten Leben vermissen.
Und man kann sich in der neuen Wohnung längst zuhause fühlen, während sich das Leben drumherum noch vollkommen neu anfühlt.

Bei uns kam hinzu, dass Christian schon einige Zeit vor uns in der Schweiz gelebt hatte. Als wir nachkamen, war manches für ihn bereits Alltag, während es für uns noch neu war. Wege, Abläufe und einige Besonderheiten des Lebens in der Schweiz kannte er schon. Wir mussten uns vieles erst nach und nach erschließen.

Manche Dinge gingen bei uns überraschend schnell. Andere brauchten länger, als wir vorher gedacht hätten. Vertrautheit entsteht nicht automatisch dadurch, dass die Möbel an ihrem Platz stehen.

Gerade in dieser Phase fanden wir es hilfreich, Erwartungen und Realität voneinander zu trennen:

  • Wie hatten wir uns unser Leben in der Schweiz vorgestellt?

  • Was davon war tatsächlich so?

  • Was war anders als erwartet, vielleicht sogar besser?

  • Und was fühlte sich im Moment nur deshalb fremd an, weil es eben noch neu war?

Das hat uns geholfen, nicht jede Unsicherheit sofort als Zeichen dafür zu sehen, dass etwas falsch läuft.
Denn auch wenn wir von unserer Entscheidung überzeugt waren und es bis heute sind, darf sich das neue Leben zwischendurch trotzdem ungewohnt, anstrengend oder widersprüchlich anfühlen.

Eine Auswanderung endet eben nicht mit dem Umzug.

Und genau daraus entstand das Journal

Erst mit etwas Abstand wurde uns bewusst, was uns während dieser ganzen Zeit eigentlich gefehlt hatte.

Informationen hatten wir viele. Wir wussten, wo wir nach Antworten zu Versicherungen, Arbeit, Wohnung oder Formalitäten suchen konnten. Wir hatten Listen geschrieben, Dokumente gesammelt, recherchiert und immer wieder neu sortiert.

Was wir nicht hatten, war ein Ort, an dem alles andere Platz hatte.

Die Gedanken ganz am Anfang, als noch überhaupt nicht klar war, ob wir wirklich auswandern würden:

  • Die Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gab.
  • Die unterschiedlichen Gefühle innerhalb unserer Familie.
  • Die Entscheidung und die Zweifel, die dadurch nicht plötzlich verschwanden.
  • Die Organisation, die irgendwann immer umfangreicher wurde.
  • Und später die Erkenntnis, dass mit dem Umzug zwar ein großer Teil geschafft war, das eigentliche Ankommen aber gerade erst begonnen hatte.

Rückblickend hätten wir uns etwas gewünscht, das diese verschiedenen Phasen miteinander verbindet. Keinen weiteren Ratgeber, der erklärt, welche Formulare man ausfüllen muss, keine allgemeingültige Checkliste, nach der eine Auswanderung möglichst effizient abgearbeitet wird, sondern einen roten Faden.

Aus genau diesem Gedanken ist später unser Journal „Auswandern – Ein Journal für deinen Weg. Von der ersten Idee bis zum Ankommen“ entstanden.

Es begleitet durch fünf Phasen: vom Sortieren der ersten Gedanken über das Prüfen und Entscheiden bis zum Ordnen der konkreten Vorbereitung und schließlich zum Abschließen und Ankommen.

Dabei ist es bewusst kein klassischer Auswanderungsratgeber. Es vermittelt keine länderspezifischen Informationen und gibt keine fertigen Antworten vor. Stattdessen bietet es Reflexionsfragen, Orientierung und Raum für eigene Gedanken, Entscheidungen, Listen und Notizen.

Ob jemand nach Österreich, Kanada, Portugal oder ganz woandershin zieht, viele der persönlichen Fragen bleiben ähnlich.

  • Was bedeutet dieser Schritt für mich?
  • Was brauche ich, um eine Entscheidung treffen zu können?
  • Was möchte ich zurücklassen und was unbedingt mitnehmen, nicht nur in Umzugskartons?
  • Und woran merke ich irgendwann eigentlich, dass aus dem neuen Ort mein Zuhause geworden ist?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die wir aus unserer eigenen Auswanderung mitgenommen haben: Man kann sich sehr gut informieren, man kann planen, rechnen und organisieren. Aber einen so großen Schritt muss man am Ende trotzdem auf die eigene Art gehen.

Auswandern lässt sich planen, aber nicht vollständig vorhersagen.

Als bei uns alles mit einer unerwarteten beruflichen Möglichkeit begann, wussten wir noch nicht, wohin uns dieser Gedanke tatsächlich führen würde.

Wir haben recherchiert, gerechnet, diskutiert, die Schweiz besucht, Entscheidungen getroffen, organisiert, Kartons gepackt und schließlich unser Leben nach Bern verlagert.

Vieles davon ließ sich vorbereiten, aber natürlich längst nicht alles ließ sich vorhersehen.

Wir wussten nicht, welche Fragen unterwegs noch auftauchen würden. Wir konnten nicht planen, wie unterschiedlich wir einzelne Phasen als Familie erleben würden. Und wir konnten schon gar nicht festlegen, wann sich das neue Leben irgendwann nicht mehr neu anfühlen würde.

Heute ist vieles, was damals noch fremd und aufregend war, ganz normaler Alltag geworden.
Darin liegt für uns das Schönste am Ankommen: Es passiert oft nicht in einem großen Moment, sondern irgendwann merkt man, dass man nicht mehr darüber nachdenkt, wie sich das neue Leben anfühlt, man ist einfach mittendrin.

Über die Autorin

Daniela Herda ist mit ihrer Familie von Deutschland in die Schweiz ausgewandert und lebt heute in Bern. Auf Instagram @auswandern.schweiz teilt sie persönliche Erfahrungen, Orientierung und Impulse rund um Auswanderung und Ankommen.

Aus der eigenen Auswanderung entstand das Journal „Auswandern – Ein Journal für deinen Weg. Von der ersten Idee bis zum Ankommen“, das Menschen durch die persönlichen, emotionalen und organisatorischen Phasen einer Auswanderung begleitet.

Produktinformationen

Titel: Auswandern – Ein Journal für deinen Weg

Von der ersten Idee bis zum Ankommen

Daniela Herda

ISBN: 978-3-6963-9871-2

Preis: 24,90 € (Deutschland)

Erhältlich: im Buchhandel und über verschiedene Online-Buchhandlungen