Lebenshaltungskosten und Mieten Kuba 2025

Überblick

Die Lebenshaltungskosten auf Kuba sind im Vergleich zu Deutschland deutlich niedriger, allerdings ist die wirtschaftliche Situation durch eine hohe Inflation und begrenzte Verfügbarkeit von Konsumgütern geprägt.

Kuba-Tapas
Kuba – Tapas

Die Lebenshaltungskosten variieren stark zwischen Stadt und Land, wobei das Leben in ländlichen Gebieten günstiger ist, aber auch oft von Versorgungsengpässen und eingeschränkten Dienstleistungen betroffen. Für Expats oder Menschen, die Devisen aus dem Ausland haben, ist das Leben auf Kuba trotz dieser Widrigkeiten günstiger als in Deutschland, aber die allgemeine Bevölkerung hat mit erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen. Die Lage auf Kuba ist geprägt von hoher Inflation, Mangelwirtschaft und einer großen Armutsgefährdung, vor allem für diejenigen ohne Einkommenszuflüsse aus dem Ausland.

Kubaner erhalten kostenlose Essenszulagen und dürfen zusätzliche Grundnahrungsmittel zum Selbstkostenpreis von staatlichen Bodegas und Depots kaufen. Ein gutes Mittagessen in einem einheimischen Restaurant (staatlich) kostet ca. 1,50 Euro. Diese Restaurants werden zwar Touristen kaum kennen jedoch Auswanderer schnell kennenlernen.

Die Mietpreise auf Kuba unterscheiden sich für Einwanderer mit festem Wohnsitz im Vergleich zu Einheimischen oder Touristen. Grundsätzlich zahlen Einwanderer mit festem Wohnsitz auf dem kubanischen Wohnungsmarkt im Durchschnitt höhere Mieten als Einheimische, oft entsprechen die Preise eher denen für Ausländer mit besserem Einkommen.

Die Mieten für solche Residenten liegen meist zwischen 200 bis 500 Euro für kleinere Wohnungen in Städten wie Havanna, teils auch höher, je nach Ausstattung und Lage. Für größere Wohnungen oder Häuser sind die Preise für Residenten meist zwischen 300 und 600 Euro, auf dem Land etwas günstiger von 150 bis 300 Euro monatlich, wobei auch hier die Ausstattung und Extras wie Pool die Preise stark beeinflussen können.

Touristenmieten und Ferienwohnungsvermietungen liegen in der Regel noch höher, sind aber für fest ansässige Einwanderer nicht repräsentativ. Die Mietpreise für Einwanderer mit festem Wohnsitz auf Kuba sind somit durchaus höher als für viele Einheimische, spiegeln aber einen Mittelweg zwischen touristischen Preisen und lokalen Lohneinkommen wider.

  • Lokale Zeitungen und Annoncen: Oft bieten kubanische Zeitungen oder Aushänge in Gemeinden Mietwohnungen an.
  • Empfehlungen und Mundpropaganda: Kontakte vor Ort, z.B. Nachbarn, Kollegen oder Bekannte, sind oft hilfreich, da viele Wohnungen privat vermietet werden.
  • Immobilienagenturen: Offizielle Agenturen können bei der Suche und bei rechtlichen Fragen helfen, auch wenn deren Angebot begrenzt und eher teurer sein kann.
  • Online-Plattformen und soziale Medien: Webseiten und Facebook-Gruppen für Wohnungsgesuche in Kuba werden zunehmend genutzt, besonders von Residenten und Expats.
  • Vor-Ort-Besichtigungen: Persönliche Besuche und Anfragen in den Stadtvierteln oder Dörfern sind wichtig, da nicht alle Wohnungen online inseriert sind.

Wichtig ist, dass Mietverträge oft unkompliziert sind, aber eine schriftliche Vereinbarung sollte trotzdem angestrebt werden. Geduld und lokale Kontakte erleichtern die Wohnungssuche erheblich in Kuba.

Die durchschnittlichen Wohnnebenkosten für eine 50 qm große Wohnung auf Kuba liegen für Residenten in Städten wie Havanna ungefähr bei:

  • Strom, Wasser, Müll: etwa 20 bis 35 Euro pro Monat, abhängig vom Verbrauch und der Region.
  • Internet (60 Mbps oder mehr, unbegrenzt): zwischen 50 und 65 Euro monatlich.

Auf dem Land sind die Nebenkosten in der Regel niedriger, insbesondere bei Wasser und Müll, da oft weniger intensive Versorgung vorhanden ist. Internet kann jedoch teurer oder weniger gut verfügbar sein.

Insgesamt kannst du für eine 50 qm Wohnung in der Stadt mit monatlichen Nebenkosten von rund 70 bis 100 Euro rechnen, auf dem Land mit etwa 40 bis 70 Euro. Diese Preise gelten für Residenten, also dauerhaft Wohnhafte, und spiegeln den typischen Verbrauch und die lokale Versorgung wider.

Lebensmittelkosten in Kuba sind für die lokale Bevölkerung trotz vergleichsweise günstiger Preise immer noch eine Herausforderung, da die Einkommen niedrig sind und Inflation die Kaufkraft schwächt. Im Vergleich zu Deutschland sind einige Grundnahrungsmittel moderate bis etwas günstigere Preise, jedoch sind viele eingeführte Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs relativ teuer.

Diese Angaben beziehen sich auf den Lebensmitteleinkauf für Residenten, nicht auf Touristenpreise in touristisch ausgerichteten Restaurants.

In Städten sind Lebensmittel tendenziell um 10 bis 30 % teurer als auf dem Land, wo lokale Produkte oft günstiger sind. Getränke, vor allem importierte oder industriell hergestellte, können ebenfalls teurer sein.

Eine durchschnittliche Person gibt in Kuba ungefähr 100 bis 130 Euro im Monat für Lebensmittel und Getränke aus, wobei diese Zahl je nach Region, Ernährungsstil und Zugang variiert. In Städten fallen die Ausgaben meist höher aus, auf dem Land hingegen sparsamer.

Diese Produkte sind auf Kuba oft nicht überall einfach erhältlich und in staatlichen Läden teilweise rationiert oder teuer, vor allem in ländlichen Regionen. In Städten und den „Tiendas“ (staatlichen Geschäften) sind sie leichter zu bekommen, aber der Preis bleibt höher als im europäischen Durchschnitt. Im Vergleich zu Deutschland sind Körperpflegeartikel meist teurer oder schwerer verfügbar, besonders Produkte guter Qualität. Viele Residenten lagern Vorräte oder kaufen auf internationalen Märkten, wo die Preise höher liegen.

Die einige Preise für Körperpflege- und Haushaltsartikel auf Kuba. Hier einige grobe Orientierungen für Residenten:

Körperpflege:

  • Shampoo + Conditioner: ca. 5,40 EUR
  • Seife (2 Stück): ca. 0,75 EUR
  • Zahnpasta: ca. 1-1,70 EUR
  • Damenbinden: ca. 2,30 EUR

Haushaltsartikel:

  • Toilettenpapier: ca. 0,20-0,42 EUR
  • Geschirrspülmittel (500 ml): 1,50 bis 2,50 Euro
  • Waschmittel: ca. 0,85-1,25 EUR

Generell sind die Kosten für den öffentlichen Verkehr sehr niedrig, was jedoch durch die begrenzte Verfügbarkeit und oft überfüllte Fahrzeuge ausgeglichen wird. Taxis und private Transporte sind teuer und im Vergleich zu den Einkommen der meisten Kubaner kostspielig.

Das Preisniveau für öffentliche Verkehrsmittel ist in der Stadt niedriger als bei längeren Strecken interprovincial, die teurer sind. Der Individualverkehr ist wegen hoher Treibstoffpreise und knapper Autoverfügbarkeit teuer, was für Residenten zu Abwägungen führt.

  • Öffentlicher Nahverkehr (Bus): Sehr günstig, Tickets kosten meist umgerechnet etwa 0,20 bis 0,50 Euro pro Fahrt, je nach Entfernung. „Ruteros“ (Minibusse) kosten etwa 0,20 bis 1 Euro.
  • Zug: Fahrpreise liegen oft zwischen 6 bis 27 Euro, wobei die Preise für die erste Klasse bis zu 54 Euro betragen können. Zugverbindungen sind begrenzt und vor allem für längere Strecken relevant.
  • Taxi: Taxipreise sind vergleichsweise hoch, oft wie in Europa oder sogar teurer. Eine kurze Fahrt in der Stadt kann 5 bis 15 Euro kosten, längere Strecken entsprechend mehr. Taxis werden oft auch für private Fahrdienste oder längere Fahrten gebucht.
  • Mietwagen: Aufgrund der hohen Kauf- und Unterhaltskosten für Autos in Kuba sind Mietwagenpreise hoch, oft mehr als in anderen Ländern.
  • Andere Transportmittel wie Fahrradtaxis und Cocotaxis sind günstiger, aber nur für kurze Strecken geeignet.

Die durchschnittlichen Kosten für Kleidung und Freizeit auf Kuba im Jahr 2025 liegen deutlich unter den Preisen in Deutschland (etwa 50 bis 70 %), wobei ein Gefälle zwischen Stadt und Land besteht. In Städten wie Havanna sind die Preise höher als auf dem Land, was sich in der größeren Angebotsvielfalt und gestiegenem Lebensstandard zeigt. Die folgenden Angaben beziehen sich auf Residenten, nicht auf touristische Preise.

Kleidung:

  • Jeans kosten in Kuba im Durchschnitt rund 30 Euro, ein einfaches Sommerkleid etwa 20 bis 33 Euro. Sportschuhe mittlerer Klasse (z.B. Nike) liegen bei etwa 40 bis 65 Euro. Im ländlichen Raum sind Kleidung und Schuhe meist etwas günstiger, allerdings ist das Angebot eingeschränkter.

Freizeit:

  • Ein Monat Fitnessstudio kostet in der Stadt ca. 30 bis 35 Euro, Lokaleintritte, Kino oder andere Freizeitaktivitäten sind günstiger als in Deutschland, aber die Auswahl ist begrenzt. Freizeitangebote auf dem Land sind einfacher, oft kostengünstiger oder sogar kostenlos (Natur, öffentliche Plätze).

So viel bezahlt man in Havanna im Vergleich zu Berlin

Man würde derzeit (8/2025) in Havanna rund 995 € benötigen, um den gleichen Lebensstandard aufrechtzuerhalten, den man mit 2.000 € in Berlin haben könnte (vorausgesetzt, man mietet in diesen Städten).

  • Verbraucherpreise in Havanna sind 42,2 % niedriger als in Berlin (ohne Miete)
  • Verbraucherpreise in Havanna sind um 50,2 % niedriger als in Berlin (einschließlich Miete)
  • Mietpreise in Havanna sind 69,9 % niedriger als in Berlin
  • Restaurantpreise in Havanna sind um 67,2 % niedriger als in Berlin
  • Lebensmittelpreise in Havanna sind 26,7 % niedriger als in Berlin
  • Die lokale Kaufkraft in Havanna ist um 98,1 % niedriger als in Berlin

Was ist die Preisspanne von Lebensmitteln, Transport, Kleidung, Mieten in Havanna

Durchschnittliche Restaurant- und Lebenshaltungskosten in Havanna

Daten von 9/2024 bis 8/2025
Quelle: numbeo.com

Restaurantpreise in Havanna

Lebensmittel- und Getränkepreise in Havanna

Durchschnittliche Kosten für Nahverkehr, Nebenkosten, Kleidung, Freizeit, Bildung in Havanna

Daten von 9/2024 bis 8/2025
Quelle: numbeo.com

Transportkosten in Havanna

Wohnnebenkosten in Havanna

Preise für Kleidung und Freizeit in Havanna

Kosten für Bildung in Havanna

Durchschnittliche Mietpreise / Kaufpreise und Gehälter in Havanna

Daten von 9/2024 bis 8/2025
Quelle: numbeo.com

Mietpreise / Kaufpreise in Havanna

Gehälter in Havanna

Hilfen für einen sorglosen Umzug nach Kuba

Nachfolgend findest du alle Hilfen für deine sorglose Auswanderung nach Kuba, vom ersten Schritt bis zur erfolgreichen Integration. Die Links führen zu den jeweiligen Angeboten, Hilfen und Dienstleistungen.

Kuba Daten

Fläche: 109.884,01 km²
Einwohner: 11.402.130 (2024)
Bevölkerungsdichte: 102,9 E/km²
Staatsform: Republik (Flagge/Wappen)
Regierungssystem: sozialistisches, autoritäres Einparteiensystem
Hauptstadt: Havanna; 2.137.847 Einwohner
Landessprache: Spanisch
Religionen:
45 % katholisch,
10 % kubanisch-protestantisch,
5 % afroamerikanische
0,85 % Zeugen Jehovas
Währung: Kubanischer Peso (CUP)
1 Peso = 100 Centavos
Wechselkurse:
1 CUC = 25 CUP (fix)
25 CUP = 1 CUC (fix)
1 EUR = 28,45 CUP
100 CUP = 3,514 EUR
1 CHF = 30,559 CUP
100 CUP = 3,27 CHF
(Kurs vom 19.04.2025)
Währung: Konvertibler Peso (CUC)
1 Peso = 100 Centavos
Wechselkurse:
1 CUC = 1 USD (fix)
1 EUR = 1,138 CUC
1 CUC = 0,878 EUR
1 CHF = 1,222 CUC
1 CUC = 0,818 CHF
(Kurs vom 19.04.2025)
Telefon Vorwahl: +53
Zeitzone: UTC −4 Sommerzeit,
UTC -5 Winterzeit
Netzspannung: 110 / 220 Volt

Auswandern Erfahrung, Gebrauchsanweisung und Reiseführer

Ein Jahr auf Kuba: Auswandern auf Zeit
Ein Jahr auf Kuba: Auswandern auf Zeit
Gebrauchsanweisung für Kuba
Gebrauchsanweisung für Kuba
Reiseführer Kuba 2023
DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Kuba: mit Extra-Reisekarte

Weitere Kuba Informationen

Zuletzt aktualisiert: 25. November 2025 von Ivonne Harmening (2005 ausgewandert)