Es gibt viele gute Gründe für einen Umzug ins Ausland. Die Möglichkeit zum Remote Work oder die Lust auf neue Erfahrungen stehen dabei oft ganz oben auf der Liste. Doch es kann vor allem beim Thema Internet und Konnektivität einige Herausforderungen geben, von denen die meisten Menschen vorab kaum etwas wissen. Im Zielland drohen dann die ersten Überraschungen.

Dieser Artikel gibt praktische Tipps, wie man das Internet beim Wegzug ins Ausland sicher und in vollem Umfang (für die Arbeit) nutzen kann. So lassen sich gängige Gefahren umgehen und weiterhin eine hohe Produktivität aus dem Ausland gewährleisten.
Vorsicht bei der Nutzung des öffentlichen WLANs
Wer gerade erst umgezogen ist, muss anfangs womöglich ein öffentliches WLAN im Café oder Coworking Space nutzen, bevor das Internet im neuen Zuhause installiert wurde. Doch genau hier lauern bereits die ersten Gefahren, denn Übertragungen im WLAN erfolgen zumeist unverschlüsselt. Das bedeutet, jeder im gleichen WLAN kann sie auslesen und abgreifen.
Für sensible Anwendungen wie Online-Banking oder Remote Work ist das eine ernstzunehmende Gefahr. Die gute Nachricht: Ein VPN-App auf dem Laptop oder Handy kann hier für hohen Schutz sorgen, indem sie alle Übertragungen verschlüsselt. Veraltete VPN-Protokolle wie PPTP gilt es dabei jedoch unbedingt zu vermeiden (Hintergrund: Was bedeutet PPTP?).
Moderne VPN-Dienste nutzen heutzutage aber ohnehin ausschließlich moderne Sicherheitsprotokolle wie WireGuard oder OpenVPN. Darüber hinaus bieten seriöse Dienste noch weitere Zusatzfeatures wie Werbeblocker und warnen vor Betrug und Phishing. Das kann speziell im Ausland nützlich sein.
Deutsche Dienste im Ausland problemlos nutzen
Es kann aber noch weitere Überraschungen nach dem Wegzug ins Ausland geben. Je nach Zielland lassen sich nämlich nicht mehr alle (deutschen) Dienste und Webseiten wie gewohnt nutzen. Der jeweilige Dienst erkennt nämlich eine ausländische IP-Adresse und passt das Angebot entsprechend an. Zudem blockieren einige Webseiten den Zugriff aus dem Ausland.
Auch hier ist der Einsatz einer VPN-App die einfachste Lösung. Sie stärkt nämlich nicht nur die Sicherheit im öffentlichen WLAN, sondern maskiert nebenbei noch die eigene IP-Adresse. Wer beispielsweise eine deutsche Seite in vollem Umfang nutzen möchte, verbindet sich zuvor einfach mit einem VPN-Server in Deutschland. Die Webseite sieht dann nur noch einen gewöhnlichen Zugriff aus dem Inland.
Praktischer Nebeneffekt: Durch die Verschleierung der eigenen IP-Adresse wird auch die Privatsphäre im Internet erhöht.
Voraussetzungen für sicheres Remote Work schaffen
Viele Menschen ziehen heute ins Ausland, weil sie die Möglichkeit zum Remote Work haben. Unternehmen bieten das gerne als Alternative zum Sabbatical an, wovon beide Seiten profitieren können. Doch auch hier müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf besondere Sicherheitsvorkehrungen und Gefahren aus dem Internet achten.
Deswegen setzen sie auf spezielle VPNs für Unternehmen, die zum Schutz von sensiblen Unternehmensdaten dienen. Die Funktionalität unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der zuvor erwähnten VPN-App für Privatpersonen. Unternehmen erhalten aber zusätzliche Features zum einfachen Aufsetzen mehrerer Zugänge, dedizierte IP-Server und ein praktisches Dashboard.
So sehen Netzwerkadministratoren alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Für den Remote Worker überwiegen hingegen die praktischen Vorteile im Arbeitsalltag. VPN-Verbindungen sind dann blitzschnell, sicher und erlauben einen verzögerungsfreien Zugriff auf alle wichtigen Unternehmensdaten. So lässt sich auch im Ausland eine hohe Produktivität gewährleisten.
