Goodbye Deutschland Januar 2026: Familie Geiger in Australien, Janine Hundt in Tansania & Stachorskis auf Gran Canaria

Schuldenberg, Ehekrisen und der Kampf ums Visum

Erstausstrahlung: 5. Januar 2026 auf VOX | Sendedauer: 180 Minuten

Die erste Goodbye Deutschland-Folge des Jahres 2026 startet mit drei bewegenden Auswanderer-Geschichten: Familie Geiger wagt mit einem Berg voller Schulden den Neuanfang in Australien, Sarah und René Stachorski kämpfen auf Gran Canaria um ihre Existenz und ihre Ehe, während Janine Hundt zwischen Brandenburg und Tansania pendelt und sich für verfolgte Kinder einsetzt.

Familie Geiger: Neustart in Brisbane trotz Schulden und „Long Covid“

🇦🇺 Australien

Brisbane, Australien
Brisbane, Australien

Brad und Tine Geiger haben alles auf eine Karte gesetzt. Gemeinsam mit ihren Kindern Chase (9) und Milli wandert die Familie nach Brisbane aus – doch im Gepäck haben sie einen schweren Rucksack: Jede Menge Schulden, weil ihr Musikcafé in Deutschland Pleite gegangen ist.

Der gelernte Dachdecker Brad hofft, in seinem Heimatland Australien beruflich wieder Fuß zu fassen. Doch der erhoffte Neuanfang gestaltet sich schwieriger als gedacht. Auch für den neunjährigen Chase ist die Umstellung hart – der Schulstart fällt ihm schwer, weil er noch nicht gut Englisch spricht.

Die große Herausforderung: Tine leidet unter „Long Covid“ und kann vorerst nicht als Lehrerin arbeiten. Die gesamte finanzielle Last liegt damit auf Brads Schultern. Wird er als Dachdecker genug verdienen können, um die Familie über Wasser zu halten?

Was du über eine Auswanderung nach Australien wissen solltest

Australien ist nach wie vor eines der beliebtesten Auswanderungsziele für Deutsche. Allerdings ist das Einwanderungssystem sehr selektiv. Handwerker wie Dachdecker stehen grundsätzlich auf der Skilled Occupation List, was die Chancen auf ein Visum erhöht. Dennoch solltest du wissen: Die Lebenshaltungskosten in Australien – besonders in Städten wie Brisbane – sind hoch, und ein finanzielles Polster ist für den Start mehr als empfehlenswert.

Familie Stachorski: Poolbar-Traum und Eheprobleme auf Gran Canaria

🇪🇸 Gran Canaria

Puerto de Mogan auf Gran Canaria
Puerto de Mogan auf Gran Canaria

Für Sarah Stachorski ist es vielleicht der letzte Versuch: Nach Jahren voller Rückschläge auf Gran Canaria will sie endlich ihr Glück finden. Gemeinsam mit ihrem Mann René hat sie eine Poolbar eröffnet, die ihre Existenz retten soll.

Doch die Realität sieht anders aus als erhofft: Die Gäste bleiben aus, das Geld wird knapp – und unter dem enormen Druck beginnt auch die Ehe zu bröckeln. Sarah kämpft gleichzeitig gegen Existenzangst, Enttäuschung und für ihre Beziehung.

Die bange Frage: Hat die Familie Stachorski noch eine Zukunft auf Gran Canaria? Oder müssen sie aufgeben und nach Deutschland zurückkehren?

Auswandern nach Gran Canaria: Was viele unterschätzen

Die Kanarischen Inseln locken mit ewigem Frühling und scheinen das perfekte Auswanderungsziel zu sein. Doch gerade in der Gastronomie ist der Konkurrenzdruck enorm. Wer hier eine Bar oder ein Restaurant eröffnen will, braucht nicht nur Kapital, sondern auch Durchhaltevermögen – und sollte die Nebensaison einkalkulieren, in der deutlich weniger Touristen kommen.

Janine Hundt: Zwischen Brandenburg und Tansania – Kampf um Visum und für verfolgte Kinder

🇹🇿 Tansania 🇩🇪 Deutschland

Fischer von Tansania
Fischer von Tansania

Die Geschichte von Janine Hundt (46) gehört zu den bewegendsten der Sendung. Nach vier Jahren in Tansania lebt sie mittlerweile mit ihrer Tochter Inaya (2) im brandenburgischen Wittenberge – das Mädchen hat einen Herzklappenfehler und braucht die bessere medizinische Versorgung in Deutschland.

Doch Janines Herz hängt an Tansania, und vor allem an ihrem Ehemann Attu Mwambona (37). Die beiden hatten eine schwere Ehekrise zu überstehen – Attus Verschlossenheit und Alkoholprobleme belasteten die Beziehung schwer. Nun hofft Janine auf ein Visum für ihren Mann, damit die Familie endlich zusammenleben kann.

Engagement für Kinder mit Albinismus

Besonders berührend: Janine und Attu setzen sich seit Jahren für Kinder mit Albinismus in Tansania ein. In manchen Regionen des Landes sind diese Kinder in Lebensgefahr – sie werden aufgrund von Aberglauben verfolgt, misshandelt oder sogar getötet. Körperteile von Menschen mit Albinismus werden für Voodoo-Rituale verwendet, weil sie angeblich Glück und Reichtum bringen sollen.

Das Paar kümmert sich besonders um die 14-jährige Yunge, ein Waisenmädchen mit Albinismus, das von seinen Verwandten misshandelt wurde. Dank einer Spende konnte das Mädchen auf ein Internat geschickt werden, wo es mit anderen betroffenen Kindern zusammen ist und in Sicherheit leben kann.

Gute Nachrichten: Attu hat ein dreimonatiges Besuchervisum für Deutschland erhalten. Ob er dauerhaft bleiben darf, ist allerdings noch ungewiss.

Mein Fazit zur ersten Folge 2026

Die erste Goodbye Deutschland-Folge des neuen Jahres zeigt einmal mehr, wie vielfältig Auswanderer-Schicksale sein können. Ob Australien, Gran Canaria oder Tansania – jede Geschichte bringt eigene Herausforderungen mit sich. Besonders bewegend finde ich das Engagement von Janine und Attu für die verfolgten Albinismus-Kinder in Tansania.

Was alle drei Geschichten gemeinsam haben: Auswandern ist kein Selbstläufer. Finanzielle Probleme, Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und Beziehungsstress können jeden Traum auf die Probe stellen. Wer auswandern möchte, sollte sich gut vorbereiten – und einen Plan B in der Tasche haben.

FAQ zur Sendung

Wann wurde die Folge ausgestrahlt?

Die Folge lief am 5. Januar 2026 um 20:15 Uhr auf VOX. Die Sendung dauerte 180 Minuten.

Wo kann ich die Folge nachschauen?

Die Folge ist auf RTL+ verfügbar – sowohl im kostenlosen Bereich (RTL+ Free) als auch im Premium-Abo.

Welche Auswanderer wurden gezeigt?

In dieser Folge wurden drei Auswanderer-Familien begleitet: Familie Geiger (Australien), Familie Stachorski (Gran Canaria) und Janine Hundt (Tansania/Deutschland).

Alle Berichte zu den Goodbye Deutschland Protagonisten


Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2026 von Jan Harmening (2005 ausgewandert)