Erstausstrahlung: 24. Oktober 2025 auf VOX
Die Episode 66 der Staffel 2025 von „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“ entführt dich in die traumhafte, aber auch herausfordernde Karibik. Zwei mutige Frauen wagen den Neuanfang auf den karibischen Inseln Tobago und Jamaika – beide aus Liebe, aber mit völlig unterschiedlichen Schicksalen. Diese Folge zeigt eindrucksvoll, welche Höhen und Tiefen das Auswandern mit sich bringen kann.
Kurzüberblick: Die wichtigsten Fakten zur Episode
Wer sind die Auswanderer? Elisabeth Malle (42) aus Wien wandert nach Tobago aus. Silvia Sergeant (55) lebt bereits seit 2023 auf Jamaika.
Warum wandern sie aus? Beide Frauen folgen der Liebe zu einheimischen Männern in die Karibik. Elisabeth verliebt sich im Urlaub in KC (36), Silvia lernte Michael (37) bereits 2010 kennen.
Was sind die größten Herausforderungen? Elisabeth kämpft mit der hohen Kriminalitätsrate auf Tobago und familiären Rechtsstreitigkeiten. Silvia steht vor den Trümmern ihrer Ehe und gescheiterten Geschäftsträumen.
Elisabeth Malle: Der Liebe wegen nach Tobago

Wer ist Elisabeth Malle?
Elisabeth Malle ist eine 42-jährige Medizin-Unternehmerin aus Wien, die in Wirtschaft und Medizingerätemanagement ausgebildet ist. Sie hat sich während eines Urlaubs auf Tobago unsterblich in den Einheimischen KC (36) verliebt. Für Elisabeth ist er „Mr. Right“ – und sie ist bereit, für diese Liebe alles aufzugeben.
Heute lebt sie in Black Rock auf Tobago und hat dort einen spirituellen Weg eingeschlagen. Sie arbeitet mittlerweile als Coach und Begleiterin für Menschen, die einen Neuanfang suchen, und beschäftigt sich mit ihrer eigens entwickelten Forschungsrichtung, die sie „Omnitologie“ nennt.
Elisabeths Herausforderungen beim Auswandern
Die Sicherheitslage auf Tobago
Trinidad und Tobago ist kein einfaches Auswanderungsland. Das kleine Karibikland gilt als bedeutende Durchgangsstation für den Drogenschmuggel und verzeichnet eine der höchsten Mordraten in der Karibik – derzeit fast zwei Mordfälle pro Tag. Im Juli 2025 wurde sogar der nationale Notstand ausgerufen, der bis Ende Januar 2026 verlängert wurde.
Das Auswärtige Amt warnt vor erhöhter Kriminalität, Terrorgefahr und Entführungen. Besonders bestimmte Stadtteile auf Trinidad gelten als No-go-Zonen unter dem Einfluss rivalisierender Banden. Tobago gilt zwar als deutlich sicherer als die Hauptinsel Trinidad, aber auch hier ist Vorsicht geboten.
Der belastende Familienkonflikt
Neben den Herausforderungen vor Ort hat Elisabeth auch ungelöste familiäre Probleme in Wien. Seit Jahren liegt sie mit ihrer eigenen Mutter im Streit, der immer wieder vor Gericht landet. Es geht ums Geld – und dieser Konflikt hält Elisabeth emotional an ihre Heimat gebunden.
In der Sendung erzählt sie: „Meine Mutter hat mich wieder verklagt. Das hält mich in irgendeiner Form immer hier und das macht mich nicht sonderlich glücklich, aber es bleibt mir keine Wahl.“ Trotz ihrer beruflichen Erfolge und harter Arbeit fühlte Elisabeth sich nie von ihrer Mutter unterstützt.
Silvia Sergeant: Das tragische Ende einer Jamaika-Liebe

Die Geschichte von Silvia und Michael
Silvia Sergeant (55) ist eine gelernte Make-up-Artistin aus Schwaben, die 2010 im Urlaub auf Jamaika den 18 Jahre jüngeren Michael kennenlernte. Die beiden heirateten 2012 und lebten zunächst elf Jahre gemeinsam in Deutschland, wo Michael eine Ausbildung zum Maler und Raumausstatter machte und 2019 sogar sein eigenes Unternehmen gründete.
Doch die Corona-Pandemie führte zur Insolvenz der Malerfirma. Das Paar entschied sich 2023 für einen Neuanfang in Michaels Heimat Jamaika – mit einem ambitionierten Plan: Sie wollten den ersten Dönerladen auf Jamaika eröffnen.
Der gescheiterte Restaurant-Traum
Von Freunden liehen sie sich 20.000 Euro, weitere 20.000 Euro investierte die Schwiegermutter von Silvias Sohn. Michael flog voraus, um alles vorzubereiten – doch als Silvia drei Monate später ankam, erlebte sie eine böse Überraschung: Das geplante Restaurant war eine Baustelle, ohne fließendes Wasser und funktionierende Toiletten.
Das erste Projekt in Mandeville scheiterte komplett. Über Umwege übernahmen sie später ein Restaurant in Negril, aber auch dieser Laden lief nicht wie erhofft. Die finanziellen Sorgen nahmen kein Ende.
Michaels traumatische Vergangenheit und der Zusammenbruch
In der Episode öffnet sich Michael erstmals über seine erschütternde Kindheit. Als Sechsjähriger musste er miterleben, wie seine Mutter das Haus der Familie anzündete – mit dem Vater und allen Geschwistern darin. Sein Vater war nach Michaels Aussagen neben seiner offiziellen Arbeit als Bauer auch als Auftragskiller tätig. Michael überlebte und kam mit einigen Geschwistern ins Heim, wo er Gewalt und Ausbeutung erlebte.
Diese Traumata führten zu schweren Depressionen und Suchtproblemen. Michael gesteht in der Sendung offen, in manchen Szenen „besoffen und bekifft“ gewesen zu sein. Er konnte zeitweise nicht mehr arbeiten, sein Job als Koch stand auf der Kippe. Eine Therapie hatte er bis dahin nicht begonnen.
Das Ehe-Aus nach 13 Jahren
Als Silvia wegen der Beerdigung ihres Bruders nach Deutschland fliegen musste, brach der Kontakt zu Michael komplett ab. Tagelang keine Nachricht, beim Wiedersehen keine Umarmung, nur Kälte. „Mein Leben ist einfach nur ein Desaster“, klagt Silvia verzweifelt.
Drei Monate später zeigt VOX das Ergebnis: Silvia hat sich von Michael getrennt. Sie lebt nun allein in einem kleinen 15-Quadratmeter-Zimmer, das ihr Chef ihr zur Verfügung gestellt hat. Michael hingegen hat alle wertvollen Gegenstände aus dem gemeinsamen Besitz verkauft und ist nach Deutschland zurückgeflogen – ohne Absprache.
Kurz nach dem letzten Dreh ließ Michael VOX wissen, dass er in Stuttgart eine Wohnung und einen Job als Maler gefunden hat. Silvia hingegen will auf Jamaika bleiben: „Jetzt fängt eigentlich mein Leben neu an.“
Weitere Schicksalsschläge: Hurrikan Melissa
Nur wenige Tage nach der Ausstrahlung der Episode wurde Jamaika von Hurrikan Melissa getroffen – einem der stärksten Atlantik-Hurrikane der Geschichte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 km/h. Silvia berichtete auf Instagram und gegenüber RTL von ihrer Angst: „Ich habe Schiss ohne Ende. Ich weiß nicht, was auf mich zukommt.“
Zuschauer-Reaktionen und Meinungen
Die Episode sorgte bei den Zuschauern für gemischte Reaktionen. Besonders die Geschichte von Silvia und Michael bewegte viele Menschen:
- Mitgefühl für Silvia: Viele Zuschauer zeigten Verständnis für Silvias Entscheidung zur Trennung. Nach Jahren der Aufopferung und emotionaler Kälte war der Bruch für sie unausweichlich.
- Kritische Stimmen: Einige kommentierten kritisch, dass es „zu einfach“ sei, persönliches Versagen nur auf die Kindheit zu schieben.
- Bewunderung für den Mut: Elisabeths Entscheidung, trotz der Sicherheitsbedenken für die Liebe nach Tobago zu ziehen, wurde von vielen als mutig, aber auch als riskant eingeschätzt.
- Warnung vor naiven Auswanderungen: Die Episode verdeutlicht für viele Zuschauer, dass Auswandern ohne gründliche Vorbereitung und finanzielle Absicherung schnell zum Desaster werden kann.
Lektionen für Auswanderer: Was du aus dieser Episode lernen kannst
1. Gründliche Recherche zur Sicherheitslage
Sowohl Trinidad und Tobago als auch Jamaika haben erhöhte Kriminalitätsraten. Informiere dich vor der Auswanderung beim Auswärtigen Amt über aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise. Tobago gilt als sicherer als Trinidad, aber Vorsicht ist dennoch geboten.
2. Finanzielle Absicherung ist essenziell
Silvias Geschichte zeigt: Ohne ausreichend finanzielles Polster kann der Traum vom eigenen Geschäft schnell platzen. Die 40.000 Euro Startkapital reichten nicht aus, um die Rückschläge aufzufangen.
3. Realistische Erwartungen an den Partner
Eine Fernbeziehung oder Urlaubsliebe kann romantisch sein – aber der Alltag im Ausland ist etwas völlig anderes. Prüfe vor der Auswanderung, ob die Beziehung auch im normalen Alltag funktioniert.
4. Psychische Gesundheit ernst nehmen
Michaels Geschichte ist tragisch, aber sie zeigt auch: Unbehandelte Traumata und Depressionen können jede Beziehung und jeden Neuanfang zerstören. Professionelle Hilfe zu suchen ist keine Schwäche, sondern notwendig.
Fazit: Traum und Trauma in der Karibik
Episode 66 von „Goodbye Deutschland“ zeigt zwei Frauen, die für die Liebe in die Karibik auswanderten – mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Elisabeth Malle baut sich auf Tobago trotz Hindernissen ein neues Leben auf. Silvia Sergeant hingegen musste nach 13 Jahren Ehe einen schmerzhaften Schlussstrich ziehen, bleibt aber entschlossen auf Jamaika.
Die Folge ist eine wichtige Mahnung für alle Auswanderwilligen: Das Paradies hat seine Schattenseiten. Nur wer gut vorbereitet ist, kann den Herausforderungen trotzen und seinen Traum vom Leben in der Karibik verwirklichen.
Wo kannst du die Episode sehen?
Die Erstausstrahlung von Episode 66 „Tobago: Elisabeth Malle und Jamaika: Silvia Sergeant“ erfolgte am 24. Oktober 2025 um 20:15 Uhr auf VOX. Die Folge ist als Stream auf RTL+ verfügbar. Die Sendung läuft 120 Minuten.
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Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2026 von Jan Harmening (2005 ausgewandert)
