Lebenshaltungskosten und Mieten Bahamas 2025

Überblick

Die Bahamas sind eines der teuersten Länder der Karibik und deutlich kostspieliger als Deutschland. Die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten auf den Bahamas sind etwa 60 % höher als in Deutschland. Die hohen Kosten resultieren hauptsächlich daraus, dass die meisten Waren importiert werden müssen, was besonders Lebensmittel, Kleidung und Elektronik verteuert.

Im Stadt-Land-Vergleich innerhalb der Bahamas zeigen sich deutliche Unterschiede. Nassau auf der Insel New Providence ist das wirtschaftliche und politische Zentrum und hat die höchsten Lebenshaltungskosten aufgrund höherer Nachfrage, dichter Bevölkerung und besserer Infrastruktur, während Grand Bahama (Freeport) eine erschwinglichere Alternative mit niedrigeren Mieten, Lebensmittel- und Alltagskosten bietet. Die kleineren Out Islands sind noch günstiger, bieten aber auch weniger Annehmlichkeiten und Dienstleistungen. Restaurant- und Supermarktpreise sind überall auf den Inseln hoch, da die tourismusorientierte Wirtschaft die Preise im Service- und Gastronomiesektor in die Höhe treibt.

Wegen dem tropischen Klima auf den Bahamas hat man zwar keine Heizkosten, doch die Klimaanlagen treiben die Stromrechnungen hoch. Für Auswanderer bedeutet das: Man braucht ein erheblich höheres Einkommen, um auf den Bahamas den gleichen Lebensstandard wie in Deutschland zu halten.

50 qm Wohnung – Kaltm ieten nach Möblierung

HÄUSER – Mietpreise auf den Bahamas

Besonderheiten Bahamas:

  • Nebenkosten oft NICHT in der Miete enthalten
  • Die meisten Wohnungen für Langzeitmiete sind möbliert
  • Unmöblierte Wohnungen sind schwer zu finden
  • Viele Vermieter verlangen 1-2 Monatsmieten Kaution plus erste und letzte Monatsmiete im Voraus

Nebenkosten auf den Bahamas für eine 50 qm Wohnung:

Gesamtkosten Nebenkosten:
  • In den Städten (Nassau, Freeport):
    • Gesamt: 210 bis 300 € pro Monat
  • Auf dem Land (Out Islands, kleinere Siedlungen):
    • Gesamt: 150-200 € pro Monat

Aufschlüsselung nach einzelnen Posten:

STROM (größter Kostenfaktor!):
  • Durchschnittlicher Verbrauch für 50 qm Wohnung:
    • Ohne Klimaanlage: 200 bis 300 kWh/Monat = 52 bis 78 €
    • Mit Klimaanlage (häufig nötig!): 500 bis 800 kWh/Monat = 130 bis 208 €
  • Strompreise pro kWh:
    • Nassau (BPL – Bahamas Power & Light): 0,26 € pro kWh
    • Freeport (GBPC – Grand Bahama Power): 0,26 bis 0,28 € pro kWh
    • Out Islands: ähnlich oder etwas höher
WASSER & ABWASSER:
  • 40 bis 60 € pro Monat in den Städten
  • 35 bis 50 € pro Monat auf dem Land
  • Besonderheiten:
    • Wasser wird hauptsächlich durch Entsalzungsanlagen (Reverse Osmosis) produziert
    • Wasserqualität ist gut, aber die Produktion sehr kostenintensiv
    • Nassau und New Providence: höhere Kosten
    • Out Islands: etwas günstiger, aber begrenztere Wasserversorgung
MÜLLABFUHR:
  • 15 bis 25 € pro Monat in Städten
  • 10 bis 20 € pro Monat auf dem Land
  • Hinweise:
    • Müllabholung meist 1x pro Woche
    • Recycling ist noch sehr begrenzt
    • Oft in der Gemeindegebühr enthalten
INTERNET:
  • Monatliche Kosten:
  • 85 bis 95 € pro Monat in Städten (Nassau, Freeport)
  • 75 bis 90 € pro Monat auf dem Land/Out Islands (wenn verfügbar!)
  • Anbieter:
    • Cable Bahamas (größter Anbieter)
    • BTC (Bahamas Telecommunications Company)
  • Geschwindigkeiten & Preise:
    • Basis (10 bis 25 Mbps): 75 bis 85 €/Monat
    • Standard (50 bis 100 Mbps): 85 bis 95 €/Monat
    • Premium (150+ Mbps): 100 bis 120 €/Monat

Wichtig: Internet auf den Bahamas ist sehr teuer im Vergleich zu Europa!

TELEFON (Festnetz, optional):
  • Grundgebühr Festnetz (BTC): 16 €/Monat
  • Die meisten Leute nutzen nur Mobiltelefone
MOBILFUNK:
  • Basis-Tarif: 25 bis 40 €/Monat
  • Standard mit Daten: 40 bis 60 €/Monat
  • Unlimited: 70 bis 95 €/Monat

Wichtige Hinweise:

  • Klimaanlage ist fast unverzichtbar:
    • Die Bahamas haben ganzjährig tropisches Klima (25-32°C)
    • Hohe Luftfeuchtigkeit macht AC notwendig
    • AC ist der größte Kostenfaktor bei den Nebenkosten!
    • Man kann aber auch mit Ventilatoren gut auskommen
  • Saisonale Schwankungen:
    • Sommer (Mai bis Oktober): 30 bis 50 % höhere Stromkosten wegen AC
    • Winter (November bis April): etwas niedrigere Kosten
  • Vergleich zu Europa/Deutschland:
    • Nebenkosten auf den Bahamas sind 2 bis 3x höher als in Deutschland!
    • Besonders Strom und Internet sind extrem teuer
  • Stadt vs. Land:
    • Unterschied ist nicht riesig (ca. 15 bis 2 0%)
    • Auf dem Land oft schlechtere Infrastruktur
    • Internet auf Out Islands manchmal gar nicht verfügbar oder sehr langsam
  • Zusätzliche Kosten:
    • Generatoren sind auf einigen Inseln wegen häufiger Stromausfälle notwendig
    • Benzin für Generatoren: zusätzliche Kosten von 30 bis 50 € pro Monat

Die Lebensmittelkosten auf den Bahamas sind deutlich höher als in Deutschland, ungefähr 45 bis 115 % teurer je nach Produkt und Kategorie. Importierte Lebensmittel sind besonders teuer, da vieles eingeführt werden muss. Insgesamt sind Lebensmittelpreise in den Städten höher als auf dem Land, wo man durch lokale Produkte etwas günstiger leben kann.

Was ist teuer, was ist es billig?

SEHR TEUER (200-300% teurer als Deutschland!):
  • Importierte Waren:
    • Fleisch und Geflügel (fast alles importiert!)
    • Milchprodukte (außer Milch)
    • Verarbeitete Lebensmittel
    • Markenprodukte (Oreos, Pringles, etc.)
    • Kaffee
    • Knabberzeug und Snacks
    • Getreideprodukte (Müsli, Crackers)
BILLIG BIS MODERAT:
  • Lokale bahamische Produkte:
    • Frischer Fisch und Meeresfrüchte (lokal gefangen!)
    • Tropische Früchte (Mangos, Bananen, Ananas)
    • Reis und getrocknete Bohnen (in Großpackungen)
    • Erbsen (dried peas – bahamische Grundnahrungsmittel)
    • Lokales Brot
    • Conch (Muschelfleisch – lokale Spezialität)

Stadt vs. Land – Preisunterschiede:

In den Städten (Nassau, Freeport):
  • Mehr Auswahl an Supermärkten (Super Value, Solomon’s, Exuma Market)
  • Leicht günstigere Preise durch Konkurrenz (ca. 10 bis 15 % günstiger)
  • Bessere Verfügbarkeit importierter Waren
  • Wochenmärkte mit frischen lokalen Produkten
  • Durchschnitt: 475-665 € pro Person/Monat
  • Beste Supermärkte in Nassau:
    • Super Value: günstigere Preise, beliebt bei Einheimischen
    • Solomon’s Fresh Market: gute Auswahl, etwas teurer
    • Solomons Lucaya (Grand Bahama): gute Preise
Auf dem Land/Out Islands (Exuma, Eleuthera, etc.):
  • Sehr begrenzte Auswahl – kleine Läden
  • 15 bis 30 % höhere Preise als in Nassau
  • Wenig bis keine importierten Waren
  • Dafür: Direkter Zugang zu frischem Fisch und lokalen Produkten
  • Oft nur das verfügbar, was gerade da ist
  • Durchschnitt: 570 bis 760 € pro Person/Monat (oder mehr!)
  • Besondere Herausforderungen auf Out Islands:
    • Lieferungen nur 1 bis 2x pro Woche per Schiff
    • Oft ausverkaufte Artikel
    • Keine großen Supermärkte
    • Fleisch und Milchprodukte sehr begrenzt

Vergleich zu Deutschland:

  • Lebensmittel auf den Bahamas sind:
    • 36 bis 60% teurer als in Deutschland
    • 200 bis 300 % teurer bei importierten Fleisch- und Milchprodukten
    • Ähnliche Preise nur bei lokalen Produkten (Fisch, tropische Früchte)

Spartipps für Lebensmittel auf den Bahamas:

  1. Kaufe lokal! Fisch, Meeresfrüchte, tropische Früchte = günstig und frisch
  2. Vermeide Fleisch! Oder bringe es aus den USA mit (viele tun das!)
  3. Wochenmärkte nutzen: Potter’s Cay Dock (Nassau), Straw Market = günstiger
  4. Bahamische Grundnahrungsmittel: Reis, Bohnen, Erbsen in Großpackungen kaufen
  5. Koche selbst! Restaurant ist noch viel teurer (10 bis 25 € pro Mahlzeit)
  6. Vermeide Markenprodukte: Extrem überteuert durch Import
  7. In Nassau einkaufen: Vor Reise zu Out Islands auffüllen!
  8. Saisonal kaufen: Lokale Früchte sind zur Saison sehr günstig

Insgesamt sind die Preise für Körperpflege und Haushaltsartikel auf den Bahamas etwa 46 % höher als in Deutschland, was sich in den Preisen niederschlägt. Ländliche Gebiete können oft teurer sein, da Waren seltener und aufwendiger zu transportieren sind.

  • Toilettenpapier (4 Rollen): ca. 4,36 €
  • Zahnpasta (Standardgröße): ca. 3,93 €
  • Haarshampoo: ca. 6,95 €
  • Erkältungsmedikamente (für eine Woche): ca. 10,11 €

Der Öffentlicher Nahverkehr ist begrenzt und vor allem auf die größeren Inseln konzentriert. Taxis und Mietwagen sind gängige Transportmittel, wobei Taxi zum Kurzstreckenfahren verbreitet ist.

Folgende Angaben gelten vornehmlich für die Städte und Hauptinseln; auf dem Land ist der Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln eingeschränkt, Mietwagen und Taxis sind auch dort die Hauptoption.

  • Ein One-Way-Ticket im öffentlichen Nahverkehr (Bus)
    • etwa 4,20 bis 5,30 Euro, abhängig von der Region und Strecke.
  • Öffentliche Busse fahren vor allem auf den Hauptinseln New Providence (Nassau) und Grand Bahama Island
    • Ticketpreisen von ca. 1 bis 3 Euro pro Strecke.
  • Zwischen den Inseln verkehren Fähren, Wassertaxis und Flugzeuge
    • Eine Fährfahrt kostet je nach Strecke etwa 25 bis 80 Euro.
  • Flugtickets zwischen den Inseln sind teurer
    • oft über 100 Euro pro Strecke.
  • Taxis
    • Grundbetrag ca. 3,80 Euro
    • plus 2,10 Euro pro Kilometer.
  • Mietwagen sind teuer
    • Mietpreise in der Woche liegen je nach Anbieter und Saison meist über 100 Euro pro Tag.
  • Wassertaxis (Fähren), die als öffentliche Verkehrsmittel auf den Inseln genutzt werden.

Kleidung und Freizeitartikel sind tendenziell um etwa 27 % teurer als im deutschen Durchschnitt, was auf Importkosten und touristische Nachfrage zurückzuführen ist. Das Stadt-Land-Gefälle auf den Bahamas ist spürbar: In Städten wie Nassau und Freeport sind die Preise für Kleidung und Freizeitangebote höher, auf dem Land kann man durch lokale Produkte und geringere Nachfrage oft etwas günstiger einkaufen.

Zum Freizeitbereich gehören Eintrittspreise, Restaurantbesuche und Ausgehen, die deutlich teurer als in Deutschland sind, etwa 30 bis 50 % höher für Restaurants und öffentliche Veranstaltungen.

So viel bezahlt man in Nassau im Vergleich zu Berlin

Man benötigt derzeit (10/2025) in Nassau rund 5.930 €, um den Lebensstandard aufrechtzuerhalten, den man mit 4.000 € in Berlin hat (vorausgesetzt, man mietet in diesen Städten).

  • Verbraucherpreise in Nassau sind 45,9 % höher als in Berlin (ohne Miete)
  • Verbraucherpreise einschließlich Miete in Nassau sind um 48,2 % höher als in Berlin
  • Mietpreise in Nassau sind 54 % höher als in Berlin
  • Restaurantpreise in Nassau sind 65,5 % höher als in Berlin
  • Lebensmittelpreise in Nassau sind 66,1 % höher als in Berlin
  • Die lokale Kaufkraft in Nassau ist 57,5 % niedriger als in Berlin

Was ist die Preisspanne von Lebensmitteln, Transport, Kleidung, Mieten in Nassau

Durchschnittliche Restaurant- und Lebenshaltungskosten in Nassau

Daten von 11/2024 bis 10/2025
Quelle: numbeo.com

Restaurantpreise in Nassau

Lebensmittel- und Getränkepreise in Nassau

Durchschnittliche Kosten für Nahverkehr, Nebenkosten, Kleidung, Freizeit, Bildung in Nassau

Daten von 11/2024 bis 10/2025
Quelle: numbeo.com

Transportkosten in Nassau

Wohnnebenkosten in Nassau

Preise für Kleidung und Freizeit in Nassau

Kosten für Bildung in Nassau

Durchschnittliche Mietpreise / Kaufpreise und Gehälter in Nassau

Daten von 11/2024 bis 10/2025
Quelle: numbeo.com

Mietpreise / Kaufpreise in Nassau

Gehälter in Nassau

Hilfen für einen sorglosen Umzug auf die Bahamas

Nachfolgend findest du alle Hilfen für deine sorglose Auswanderung auf die Bahamas, vom ersten Schritt bis zur erfolgreichen Integration. Die Links führen zu den jeweiligen Angeboten, Hilfen und Dienstleistungen.

Bahamas Daten

Fläche: 13.939 km²
Einwohner: 417.081 (2024)
Bevölkerungsdichte: 30 E/km²
Staatsform:  parlamentarische Monarchie (Flagge/Wappen)
Hauptstadt: Nassau; 248.948 Einwohner
Landessprache: Englisch
Religionen:
80 % protestantisch,
14,5 % römisch-katholisch,
8,1 % Gemeinde Gottes,
4,8 % Methodisten,
0,43 % Zeugen Jehovas
Währung: Bahamas-Dollar (BSD)
1 BSD = 100 Cents
Wechselkurse:
1 BSD = 1 USD (fix)
1 EUR = 1,039 BSD
1 BSD = 0,96 EUR
1 CHF = 1,105 BSD
1 BSD = 0,905 CHF
(Kurs vom 01.01.2025)
Telefon Vorwahl: +1
Zeitzone: UTC −5
Netzspannung: 60 Hz / 120 Volt
Für europäische Geräte braucht man einen flachen zweipoligen Adapter und einen 220-Volt-Wandler.

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Weitere Bahamas Informationen

Zuletzt aktualisiert: 24. November 2025 von Ivonne Harmening (2005 ausgewandert)