Die Auswanderung ist für viele Menschen ein neuer Anfang. Ein neues Land, neue Chancen, neue Erfahrungen. Doch neben Visum, Wohnung und Arbeit gibt es einen Bereich, der oft übersehen wird: die digitale Sicherheit. Digitale Risiken begleiten uns heute überall. Besonders im Ausland können sie größer werden. Neue Netzwerke, unbekannte Anbieter und andere Gesetze schaffen Unsicherheit.
Studien zeigen, dass mehr als 60 % der Auswanderer in den ersten sechs Monaten Probleme mit Online-Sicherheit oder Datenschutz haben. Dazu zählen gehackte Konten, Datenverlust oder Betrugsversuche. Das ist keine Seltenheit. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, was Digitale Risiken sind und wie man sie vermeidet.
Digitale Sicherheit ist kein Luxus. Sie ist eine Grundlage für ein stabiles Leben im Ausland.

Was sind digitale Risiken?
Digitale Risiken sind Gefahren, die entstehen, wenn persönliche Daten, Geräte oder Online-Konten nicht ausreichend geschützt sind.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Identitätsdiebstahl
- Phishing-Angriffe
- Datenmissbrauch
- Überwachung in öffentlichen Netzwerken
- Verlust wichtiger Dokumente
- Betrug über E-Mail oder soziale Medien
Manchmal passieren diese Dinge plötzlich. Manchmal schleichend. Oft merkt man es erst, wenn der Schaden schon da ist.
Im Ausland steigt das Risiko, weil viele Menschen dort stärker auf digitale Dienste angewiesen sind. Online-Banking, digitale Behördenportale, neue Mobilfunkverträge. Alles läuft digital.
Öffentliche WLAN-Netzwerke: bequem, aber gefährlich
Viele Auswanderer nutzen am Anfang öffentliche WLANs. In Cafés, Flughäfen oder Bibliotheken. Das ist praktisch. Aber auch riskant.
In offenen Netzwerken können Daten leicht abgefangen werden. Passwörter, E-Mails oder Kreditkarteninformationen sind dann nicht sicher.
Ein Update aus dem Jahr 2024 wird voraussichtlich 40 % niedrigere Cyberangriffe auf Reisen in sehr schwachen WLAN-Netzwerken ermöglichen. Dies entspricht einer hohen Geschwindigkeit. Dieses Problem lässt sich mit Datenschutz-Tools lösen, die auf Verschlüsselung und Anonymisierung setzen. VPN-Apps sind hierfür ideal, da sie die effektivste Lösung darstellen.
Online-Banking im Ausland: ein sensibles Thema
Bankgeschäfte laufen heute fast nur noch online. Im Ausland wird das noch wichtiger.
Doch gerade hier gibt es Gefahren:
- Gefälschte Banking-Webseiten
- Manipulierte Apps
- Unbekannte Sicherheitsstandards
Laut einer Statistik der Europäischen Zentralbank entstehen jährlich Schäden von über 4,2 Milliarden Euro durch Online-Banking-Betrug. Ein großer Teil betrifft Menschen, die sich in einer Übergangsphase befinden, also zum Beispiel Auswanderer.
Ein paar einfache Regeln helfen:
- Nur offizielle Apps nutzen
- Keine Links aus E-Mails anklicken
- Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
- Konto regelmäßig prüfen
So wird deutlich, wie man sie vermeidet, diese digitalen Risiken, ohne großen Aufwand.
Soziale Netzwerke: neue Kontakte, neue Gefahren
Viele Menschen knüpfen im Ausland Kontakte über soziale Medien. Das ist normal. Es ist oft der schnellste Weg, um Anschluss zu finden.
Aber auch hier lauern Gefahren:
- Fake-Profile
- Betrugsangebote
- Datensammlung durch Dritte
Etwa 30 % der gemeldeten Online-Betrugsfälle beginnen über soziale Netzwerke. Besonders häufig betroffen sind Menschen, die neu in einem Land sind.
Wichtig ist:
- Nicht zu viele persönliche Daten teilen
- Neue Kontakte kritisch prüfen
- Standortinformationen einschränken
Manchmal reicht ein einziger unbedachter Post, um Probleme zu bekommen.
Digitale Dokumente: praktisch, aber angreifbar
Reisepasskopien, Visa, Verträge. Alles liegt oft digital vor. Das spart Platz und Zeit. Doch es erhöht auch das Risiko.
Wenn ein Gerät verloren geht oder gehackt wird, können diese Daten missbraucht werden.
Eine Umfrage unter Auswanderern ergab, dass 25 % ihre wichtigen Dokumente ungeschützt auf dem Smartphone speichern. Das ist ein hohes Risiko.
Besser ist:
- Dokumente verschlüsselt speichern
- Mehrere sichere Backups anlegen
- Keine sensiblen Dateien ungeschützt versenden
Das klingt technisch. Ist es aber nicht. Viele Geräte bieten diese Funktionen bereits an.
Neue Apps und Dienste im Ausland
Im neuen Land braucht man neue Apps. Für Verkehr, Gesundheit, Behörden oder Kommunikation.
Doch nicht jede App ist sicher. Manche sammeln mehr Daten als nötig. Manche sind schlecht geschützt.
Laut einer Studie von 2025 haben über 35 % der getesteten Apps gravierende Sicherheitslücken.
Bevor man eine App installiert, sollte man:
- Bewertungen lesen
- Auf den Anbieter achten
- Zugriffsrechte prüfen
Man muss nicht alles erlauben. Oft reicht es weniger.
Phishing: die größte Gefahr im Alltag
Phishing ist eine der häufigsten Formen digitaler Angriffe. Eine gefälschte Nachricht. Eine falsche Webseite. Ein Klick, der zu viel ist.
Gerade im Ausland ist man oft unsicher. Man erwartet E-Mails von Behörden oder Vermietern. Genau das nutzen Betrüger aus.
Über 70 % aller Cyberangriffe beginnen heute mit einer Phishing-Nachricht. Diese Zahl ist erschreckend hoch.
Schutz bedeutet:
- Keine Anhänge unbekannter Absender öffnen
- Keine sensiblen Daten per E-Mail senden
- Bei Zweifeln direkt beim Anbieter nachfragen
Misstrauen ist hier kein Fehler. Es ist Schutz.
Geräte absichern: der erste Schritt
Laptop, Smartphone, Tablet. Sie sind das Zentrum des digitalen Lebens.
Viele Menschen sichern ihre Geräte nicht richtig ab. Ein einfaches Passwort. Keine Updates. Keine Sperre.
Dabei ist es so einfach:
- Starkes Passwort verwenden
- Automatische Updates aktivieren
- Bildschirmsperre einschalten
- Fernlöschung bei Verlust aktivieren
Diese kleinen Schritte senken die digitalen Risiken deutlich.
Datenschutzgesetze im neuen Land verstehen
Nicht jedes Land schützt Daten gleich gut. Manche Staaten haben strenge Regeln. Andere kaum welche.
Das beeinflusst:
- Wie sicher Online-Dienste sind
- Wie mit persönlichen Daten umgegangen wird
- Wie leicht Daten weitergegeben werden
Wer auswandert, sollte sich kurz informieren. Schon wenige Minuten Recherche helfen, um bewusster zu handeln.
Fazit: Digitale Risiken erkennen und bewusst handeln
Digitale Risiken sind real. Sie betreffen jeden, besonders aber Menschen im Ausland. Neue Umgebung, neue Systeme, neue Unsicherheiten.
Doch die gute Nachricht ist: Man kann viel tun. Ohne Fachwissen. Ohne große Kosten. Mit Aufmerksamkeit und einfachen Gewohnheiten.
Wer versteht, was Digitale Risiken sind, und weiß, wie man sie vermeidet, lebt entspannter. Sicherer. Selbstbestimmt.
Digitale Sicherheit ist kein technisches Thema mehr. Sie ist ein Teil des Alltags. Und bei der Auswanderung ist sie ein Teil der Freiheit.
